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Weltenwanderer
 
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Weltenwanderer [Taschenbuch]

Poul Anderson
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 2 (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404242769
  • ISBN-13: 978-3404242764
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,6 x 4,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.371.531 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Poul Anderson, geboren 1926 in Bristol/Pennsylvania. Aufgewachsen in Texas, Studium der Physik. Bereits während seiner Studienzeit Veröffentlichung von Erzählungen, 1952 erster Roman. Er lebte zeitweise in Dänemark und lernte dort die Sprache sowie die reiche nordische Sagenwelt kennen, die großen Einfluss auf sein Werk ausübte. Der Autor verstarb im Juli 2001.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Von Klenzy
In diesem Roman von 1998 erzählt Poul Anderson routiniert von der interstellaren Mission des Raumschiffs "Envoy" (dt.: Bote) - und baut dabei konsequent auf dem aktuellen Stand der Naturwissenschaften auf: demzufolge gibt es nichts in unserem Universum, das sich schneller als das Licht bewegt. Nur durch relativistische Effekte nahe der Lichtgeschwindigkeit können die Lichtjahre weiten Abgründe zwischen den Sternen überwunden werden, da die Bordzeit dann viel langsamer abläuft. Während draußen Jahrzehnte und Jahrhunderte vergehen, altert die Besatzung nur um Monate. Anderson gibt sich dabei aber wenig Mühe, die erwarteten psychischen Spannungen zu schildern. Seine Protagonisten bleiben lange Zeit farblos, fade und austauschbar, und als er ihnen nach und nach Raum gibt, charakterliche Tiefe zu gewinnen, da beschränkt er sich auf platte Stereotypen: der unnahbare Captain, die leichtsinnige Pilotin, der rebellische Ingenieur. Halbwegs gelungen ist die herbeigefieberte Begegnung mit Aliens. Die Verständigungsschwierigkeiten und die kulturellen Unterschiede werden von Anderson plausibel dargestellt, wenn auch weit unter seinem sonstigen Niveau.
Kurz zum Inhalt: In 5000 Lichtjahren Entfernung vom Sonnensystem werden punktförmige Strahlungsquellen entdeckt, die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Es gibt nur eine mögliche Erklärung: Raumschiffe! Die Entdeckung beflügelt den technischen Fortschritt. Binnen weniger Jahre wird ein Raumschiffantrieb entwickelt, der beinahe Lichtgeschwindigkeit ermöglicht. Eine zehnköpfige Mannschaft wird sorgfältig ausgewählt und auf den Weg gebracht. Doch während die Envoy sich dem Ziel nähert, werden immer weniger Energiequellen registriert. Ist die fremde Zivilisation am Aussterben? Sind es womöglich grundsätzliche Kräfte des Kosmos, die eine dauerhafte Weltraumfahrt - und den Kontakt zu anderen Völkern - verhindern? In den Jahrtausenden, die unterdessen auf der Erde vergehen, lösen sich die unterschiedlichsten Gesellschaftsformen ab, keine hat Bestand. Nur die kleine Gruppe der Sternfahrer bewahrt Traditionen und Überlieferung.
Das Szenario fasziniert, doch die Ausführung bleibt mangelhaft. Mögen die vereinzelt eingestreuten Umblendungen zur Erde und den nächstgelegenen menschlichen Kolonien anfangs noch halbwegs interessant sein (und dem Leser ein Gefühl für die unglaublichen Zeitspannen vermitteln), so ermüden diese Abschnitte später nur noch, da stets neue Begriffe und Namen auftauchen, die dann doch wieder in der Versenkung verschwinden. Die Reise selbst weist nur wenige Höhepunkte auf: die Meuterei beispielsweise und die Kommunikation mit dem Holonten. Insgesamt bleibt alles recht zäh und langgedehnt. Den zweiten Stern kann ich nur widerwillig geben: für die aufregende Idee, dass Intelligenz und Weltraumfahrt in einer Wechselwirkung mit dem Kosmos stehen, die - das sei hier nicht verraten - möglicherweise zerstörerisch wirkt, vielleicht aber auch förderlich ist.
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Epos ohne große Schwächen 14. August 2007
Von V. Fremgen TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Einige Jahre in der Zukunft werden in vielen Tausend Lichtjahren Entfernung die Spuren ausserirdischer Raumschiffe entdeckt. Dies führt zur Entwicklung eines neuen, quasi-überlichtschnellen Antriebs für irdische Raumschiffe und zur Expansion der Menschheit in die nähere Umgebung des Sonnensystems. Schliesslich wird mit der "Envoy" eine Gruppe von zehn Wissenschaftlern auf eine Expedition zu den Ausserirdischen geschickt, die 15.000 Jahre dauern wird...

Die Story verläuft parallel auf drei verschiedenen Ebenen: der Rahmen-Plot beschreibt die Entwicklung der Erde von einer aggressiven Welt in eine ungewisse Zukunft. Die "Sternfahrer", die sich von der Menschheit isoliert zu einer eigenen Rasse entwickeln, bilden einen Handlungsfaden, welcher die Erde mit der Expedition der "Envoy" in den Centaurus-Sektor verbindet. Die Haupt-Handlungsschiene zeigt das fragile Gebilde einer kleinen Gemeinschaft von zehn Personen, die trotz ihrer wissenschaftlich aufregenenden Mission genau wissen, dass sie niemals zu "ihrer" Erde zurückkommen werden.

Das Buch von Poul Anderson hinerläßt einen hervorragenden Eindruck: sehr gut durchdachte, philosophisch-grandiose Ideen über den Zusammenhang von Universum, intelligentem Leben und der "Weltraumfahrt" mischen sich mit spannenden, realistisch wirkenden Ereignissen auf der "Envoy"-Mission, den Entdeckungen der solaren "Sternfahrer" und der interessanten Entwicklung auf der Erde. Die zehn Haupt-Charaktere sind mit Ausnahme des "harten" Captains Nansen sehr menschlich. Auch die Aliens ("Tahirianer" und der/die "Holont") sind recht plastisch und im Gegensatz zu vielen anderen Science-Fiction-Erzählungen wirklich fremdartig gezeichnet! Auffällig ist die Ähnlichkeit der Alien-Gesellschaft der "Tahirianer" mit der Erde, die nach 15.000 Jahren die Rückkehrer willkommenheisst. Die wenigen Längen sind leicht zu verschmerzen...

FAZIT: Große SF mit interessanten philosophischen Ideen zum Leben im Universum. Wird aber dem SF-Action-Fan nicht unbedingt gefallen...
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mal was anderes. 28. Januar 2002
Mit einer klassischen Sci-Fi Story hat dieses Buch wohl nur zwei Dinge gemeinsam: die Raumschiffe und einige Aliens. Ansonsten erzählt die Geschichte mehr von Menschen und ihren Beziehungen zueinander, der menschlichen Evolution allgemein und möglichen gesellschaftlichen Veränderungen im Verlaufe von Jahrtausenden.
Anderson spinnt die Theorie Einstein's weiter, wonach sich Objekte, welche sich mit annähernder Lichtgeschwindigkeit bewegen gleichzeitig in die Zukunft bewegen....aber niemals mehr zurück. Was bedeutet dies für Menschen, die sich auf solche Reisen begeben? Gleichzeitig wagt sich Anderson auf gefährliches Terrain, wo er die Helden des Buches mit Spezies in Kontakt bringt, die das allgemeine Verständnis über "Leben" und "Intelligenz" ganz schön ins Wanken bringt.
Ich finde das Buch unterhaltsam, zum Denken anregend und "typisch Anderson"...allerdings waren einige Passagen eher langatmig und schwerfällig. Fazit: wer von Sci-Fi mehr erwartet als Stories über plumpe Weltraumkriege und exotische Ausserirdische sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.
Viel Spass!!!
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