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Welt im Spiegel. WimS 1964-1976
 
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Welt im Spiegel. WimS 1964-1976 [Gebundene Ausgabe]

F W Bernstein , Robert Gernhardt , F K Waechter


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Im Jahr 1962 wurde die satirische Zeitschrift pardon gegründet. Zwei Jahre später entstand eine Tageszeitungsparodie in der satirischen Monatszeitschrift Welt im Spiegel, bald nur noch WimS genannt. Die Redaktion bestand aus drei jungen Satirikern: Robert Gernhardt, F. W. Bernstein und F. K. Waechter. WimS gab es von 1964 bis 1976, dann hörten die drei auf. Nach ihrem Weggang veröffentlichte die Frankfurter Rundschau über mehrere Spalten hinweg einen Nachruf auf WimS: "Das einzige deutsche Nonsens-Periodikum von Rang. In WimS hat es etwas recht Undeutsches, das aber in seiner schönsten Form, gegeben: Humor. Der Trauergäste wird es viele geben." Die Trauerzeit war vorbei, als vor Jahren bei Zweitausendeins die echte, gute WimS neu herauskam, als kompletter, ungekürzter Nachdruck aller WimS-Ausgaben von 1964 bis 1976 in einem Band, der bald zum hauseigenen Hausbuch-Seller wurde: 58.000 Exemplare. Zum 60. Geburtstag von WimS-Mitgründer Robert Gernhardt drucken wir diesen Klassiker jetzt als Festtagsausgabe neu - und legen eine Geburtstagsüberraschung dazu. Über sie gleich mehr. Der gewichtige Band enthält alle Schnuffis, Jochens, alle "Aus dem Tierreich", alle Witze des Monats, alle WimS-Weibergeschichten, Pilsator-Kommentare und alle ungekürzten "Kurz und uninteressant" - also alle WimS-Seiten als Reprint. Mit allen Druckfehlern, allen starken Artikeln und allen schwächeren, allen unbeabsichtigten Wiederholungen, allen Layout-Waghalsigkeiten. Der Reprint aller WimS-Ausgaben ist aber nur ein Teil des 5 Pfund schweren Bandes, einer fast schon historischkritischen Ausgabe, wie man gleich sehen wird. Denn: Im umfassenden Anhang führt Eckhard Henscheid ein langes Gespräch mit den WimS-Schöpfern. Eingefügt sind Dokumente, oft mit den berühmten handschriftlichen Kommentaren von Chefredakteur Nikel ("So, noch nicht." "Ja, sollten wir öfters bringen"). Wir erleben die ersten Titel-Entwürfe (man hätte doch den mit dem Nierentischspiegel nehmen sollen) und Motten-Versuche (MANUS MANUM LAVAT. ARS PRO TOTO. QUOSQUE MOPED. ABLATIVUS ABSOLUTUS EST. Angenommen: PRO BONO, CONTRA MALUM). Einmal muß die pardon-Redaktion einen Schnuffi-Strip beurteilen ("Oje, ich befürchte das Schlimmste... kein Puls... keine Herztätigkeit... keine Reflexe... Tja... Gott ist tot!"). Die Mehrheit macht den zustimmenden Haken, nur ein paar malen die damals vernichtende Wellenlinie auf den Entwurf. Das Buch rettet den Strip vor dem Vergessen. Notizzettel von F. W. Bernstein; Gemeinsame Gedichte; Entwürfe von F. K. Waechter ("Christkind ist so schlau, sitzt in seinem Bau, hat ein graues Höschen an, daß mans kaum erblicken kann."); Gedächtnisstützen von Gernhardt ("Herr Ober, ein Kübel, mir wird überl... Zu spät, Herr Ober!"); Dramenfragmente von F. W. Bernstein ("Im Schülerklo. Eine pornografische Zauberposse"). Das alles und viele weitere Materialien finden Sie im Anhang. Zusammengestellt, redigiert und herausgegeben wurde das Buch von Bernstein, Waechter und Gernhardt selbst. Die Zeit urteile: "Eine kritische Gesamtausgabe also, geradezu prunksüchtig ediert und natürlich zum üblichen Spottpreis des Hauses Zweitausendeins. Empfehlenswert nicht nur für die fanatische WimS-Gemeinde, für Tucholsky-Leser und Woody-Allen-Fans, sondern für alle, die über diesen trüben Herbst kommen wollen: mit dem stolzen Leitspruch ,Dem Baren, Schönen, Guten"'. Der wegen seines großen Formats und Gewichts (5 Pfund) nicht für Reisen geeignete Band ist in edles Leinen gebunden, der Deckel ist goldgeprägt. "Dieses unentbehrliche Schmuckstück" (Mark & Bein) erscheint also aus Anlaß des 60. Geburtstages von WimS-Redakteur Robert Gernhardt am 13. Dezember (übrigens auch der Geburtstag von Heinrich Heine) noch einmal in einer auf 5.000 Exemplare begrenzten Auflage, der - jetzt kommt die Geburtstagsüberraschung - eine eigens von Robert Gernhardt für diese Ausgabe gefertigte original Schnuffi-Lithografie beiliegt, vom Künstler handsigniert.

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