Kurzbeschreibung
120 Seiten geballter "Beat" klären Fragen wie "Ist es moralisch verwerflich, einen Erhängten noch an den Füßen zu ziehen?" und "Springt zum Beispiel einer von einem Gebäude, um sich umzubringen, und reißt dabei einen Passanten mit in den Tod, sollte er dann die Todesstrafe bekommen?" Takeshi philosophiert über (seine) Filme, das japanische Ausbildungssystem, die Überalterung der Gesellschaft und vieles mehr.
Klappentext
TOC:
Auszug aus Die Welt hasst mich von Takeshi Kitano, Sabine Mangold. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
"Eins ist sicher: Uns steht eine überalterte Gesellschaft bevor. Was soll das, wenn in dieser Welt ein Haufen seniler Alter den jungen Leuten im Weg steht? Hirninfarkt ist heutzutage sehr verbreitet. Insofern sieht die Zukunft düster aus. Es bleibt also nur die Sterbehilfe, um das Land zu retten.
Sterbehilfe ist eigentlich nur deshalb so problematisch, weil man den Patienten erst dann vor die Entscheidung stellt, wenn er bereits nicht mehr zu retten ist, nämlich psychisch und physisch schon total am Boden liegt. Jeder sollte noch im Zustand geistiger Gesundheit und Klarheit testamentarisch festlegen, wann er oder sie unter welchen Umständen sterben will.
In den fortschrittlichen Niederlanden, wo das Konzept der Sterbehilfe sehr weit gediehen ist, trägt man Plaketten, auf denen steht, dass man Sterbehilfe wünscht, falls man später nicht mehr in der Lage ist, darüber zu entscheiden. Aber die Japaner sind zu blöd, das noch im gesunden Zustand für sich festzulegen.
Das Recht zu sterben - darüber spricht man leichtfertig, aber eigentlich sollten nur diejenigen Leute darüber reden, die sich tagtäglich mit dem Tod auseinandersetzen. ."
Sterbehilfe ist eigentlich nur deshalb so problematisch, weil man den Patienten erst dann vor die Entscheidung stellt, wenn er bereits nicht mehr zu retten ist, nämlich psychisch und physisch schon total am Boden liegt. Jeder sollte noch im Zustand geistiger Gesundheit und Klarheit testamentarisch festlegen, wann er oder sie unter welchen Umständen sterben will.
In den fortschrittlichen Niederlanden, wo das Konzept der Sterbehilfe sehr weit gediehen ist, trägt man Plaketten, auf denen steht, dass man Sterbehilfe wünscht, falls man später nicht mehr in der Lage ist, darüber zu entscheiden. Aber die Japaner sind zu blöd, das noch im gesunden Zustand für sich festzulegen.
Das Recht zu sterben - darüber spricht man leichtfertig, aber eigentlich sollten nur diejenigen Leute darüber reden, die sich tagtäglich mit dem Tod auseinandersetzen. ."