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Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers. [Taschenbuch]

Stefan Zweig
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

9. Januar 2012
Diese Erinnerungen eines Europäers zeigen noch einmal die Gelöstheit und Heiterkeit Wiens und Österreichs in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg, die Welt der Sicherheit, die Stefan Zweig selbst wie einigen, wenn auch nicht allen, die individuelle Freiheit zu garantieren vermochte; sie zeigen Glanz und Schatten über Europa bis zum Sonnenuntergang, bis zu Hitlers Machtausübung, bis Europa "sich zum zweiten Mal selbstmörderisch zerfleischte im Bruderkriege". Stefan Zweig hat "die Welt von Gestern" als Zeitzeuge aufgezeichnet und dabei nicht so sehr sein eigenes Schicksal festgehalten, sondern das seiner Generation; er hat mit diesem Buch, weit über das Persönliche hinaus, ein Kompendium der geistigen Welt in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts erstellt.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 39 (9. Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596211522
  • ISBN-13: 978-3596211524
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 24.638 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren, lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben. Seine von einer vergangenen Zeit erzählenden Erinnerungen »Die Welt von Gestern« erschienen posthum.

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95 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ganz besonderes Vermächtnis. 25. August 2004
Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Stefan Zweig hat mit seinen Erinnerungen „Die Welt von gestern" ein beeindruckendes Dokument europäischer Geschichte der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts geschaffen. In keinem anderen mir bekannten Werk wird atmosphärisch so dicht beschrieben, wie sich im deutschsprachigen Raum, genauer gesagt in Österreich und Deutschland der Wechsel von der Monarchie zum totalitären Schreckensstaat vollzogen hat. Stefan Zweig ist unpolitisch, europäisch, und damit nicht nationalistisch.

Die Erzählungen über seine Schul- und Studienzeit wirken frisch, nur schwer vorstellbar zum Teil mehr als ein Jahrhundert zurück liegend. Das Interesse der damaligen Jugend an Gedichten, Theater, Malerei läßt ein wenig Wehmut aufkommen.

Besonders imponierend sind seine Schilderungen über Begegnungen mit nahezu allen berühmten Persönlichkeiten aus Literatur, Kunst und Gesellschaft. Zu Sigmund Freud, Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke, Richard Strauss, um nur einige wenige aus vielen Dutzend prägenden Persönlichkeiten zu nennen, hatte Zweig Verbindungen und Freundschaften. Ja, er kokettiert mit diesen Erlebnissen und mit seiner Position als vielgelesener jüdischer Autor. Aber man verzeiht ihm angesichts der Umstände, die ihn zuletzt entwurzelt und schließlich in den Selbstmord getrieben haben.

Wer sich einerseits für die politische Entwicklung in Deutschland (und Österreich) bis zum Naziregime, andererseits für europäische Kunst und Kultur interessiert, für den sind die „Erinnerungen eines Europäers" ein Muss. Zweig verniedlicht oder rechtfertigt nicht, er beschreibt. Und nicht aus gebührendem Abstand, sondern als direkt Betroffener und Beteiligter.

Uneingeschränkte 5 Sterne für einen außergewöhnlichen Autor, der sprachlich beim Beschreiben der schrecklichsten Ereignisse und Entwicklungen immer brillant bleibt und seinen Stil nicht verläßt. Ein ganz besonderes Vermächtnis. Lesen!

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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Welt durch die Augen Stefan Zweigs 18. April 2010
Von Dichtung&Kritik TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dies ist Stefan Zweigs 500 Seiten lange Autobiographie. Und sie bewegt zutiefst. Wer Stefan Zweig bereits gut kennt und schätzt, oder auch wer ihn kennen lernen möchte, wird in diesem Buch nicht nur ihn ausführlich kennen und lieben lernen, sondern auch die alte Welt erfahren, so wie sie war. Das alte Wien, geprägt von Kunst, Kultur und Zeitungen, die Welt im Wandel nach dem 1. Weltkrieg und im zweiten... und dies gesehen durch die Augen eines wahren Europäers. Stefan Zweigs Zweifel, seine Erfolge, seine Liebe, sein Glück, seine Ziele, seine Empfindungen,... all dies erfahren wir in diesem Buch hautnah. Mich hat auf jeder Seite des Buches ein Satz, ein Bild, eine Bemerkung zutiefst berührt. Da hat einer gelebt, der alles ernst genommen hat, der für Kunst, Toleranz und Worte gestorben wäre - und letztlich auch sterben wird - denn dies ist Zweigs letzter Roman.
Da schreibt einer, der uns auf Augenhöhe bringt mit den unsterblichen Größen seiner Zeit.
Ein bewegendes Werk, ein einmaliger Einblick in das Denken Zweigs und seine Zeit, geschrieben von dem, der viele berühmte Schriftsteller und Dichter kannte, der sich für Weltgeschichte und Weltliteratur interessierte, der aber auch manch verborgenes Talent erkannte und sich für Abseitiges begeisterte, der uns dieses Leben noch einmal von innen heraus mitfühlen lässt.
Ein Roman, der ergreift. Wer noch empfinden kann, wer fühlen möchte, wie die alte Zeit war, wer Stefan Zweig liebt oder lieben lernen möchte - der sollte diesen Roman lesen.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Paradies lost 5. Oktober 2006
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Stefan Zweig beginnt seine Erinnerungen mit einem Shakespeare Zitat: "Begegnen wir der Zeit, wie sie uns sucht." Allein diese Aussage zeigt deutlich, dass die Hoffnung im brasilianischen Paradies eine vergebene war und dass seine Erinnerungen nur dem entspringen, was er "hinter der Stirn" hat. Nichts ist geblieben, weil auch Zweigs Bücher die Verbrennung im Jahre 1933 nicht überdauerten. In diesem Wissen und mit diesem persönlichen Druck hat er ein Werk verfasst, was aus dem Gedanken der ursprünglichen Sicherheit, der Lebenszeit vor dem ersten Weltkrieg und dem Schoße und den Gedanken seiner Familie, der Schulzeit, den ersten Erlebnissen der Pubertät etc entsprangen. Und Zweig schreibt einfühlsam und mitfühlend, wie wohl er sich fühlte mit seinem Vater und der Sicherheit, die er der Familie gab, einer Sicherheit und Anerkennung, die sie als jüdische Familie in Wien noch erlebten. Wie und seine Schulkameraden er in jungen Jahren sich nicht um Mädchen kümmerten, wohl aber um die schönsten Gedichte, gefunden oder selbst verfasst. Und seine Bewunderung für Hofmannsthal ist so durchdringend, nahezu leidenschaftlich, da dieser bereits mit 16 (ähnlich Arthur Rimbaud) Sätze in freier Rede in Vollendung sprach. Paul Verlaine war sein großes Vorbild, der selbst in Paris noch unbekannt, aber schon von Zweig und Freunden in jungen Jahren gelesen. Später wurden sie Freunde. Ebenso beschreibt er seine Pubertät in den Jahren bis 18, in der das Interesse am Weiblichen unterbrochen wurde durch eine (Doppel-) Moral der Gesellschaft. Diese Attitüden der Gesellschaft finden wir in seinen Novellen wie "Angst" und "Brennendes Geheimnis" wieder.

Auffallend ist seine Sicht auf Europa, ein Europa aus Sicht eines Österreichers, der schon früh den Gedanken des geistig kulturellen Schmelztiegels in Wien mitbekam, der mit den Größen aus Kunst, Politik und Industrie mit einer Selbstverständlichkeit in Berührung kam, wie sein Vater es vormachte. Österreich in diesem Europa des späteren Krieges war für ihn heilig, unantastbar, sodass auch die Herkunft Hitlers keine Bedeutung zu gemessen wurde. So wie er die verpönte Sexualität und Erotik seiner Zeit durch akribisches Weglassen als allgegenwärtig bezeichnete, so ist auch das Lob auf Österreich ohne den benannten Tadel und doch ist er gegenwärtig.

Im selbst gewählten Exil Brasilien, dort wo er nach den Jahren in England und Amerika Fuß zu fassen glaubte, konnte er seinen Erinnerungen nochmals nachgehen. "Der mit nichts mehr Verbundene, braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen." So weit glaubte er sich aus dem geliebten Europa, dem geliebten und ursprünglich sicheren Wien und doch ist gerade diese Schrift ein Zeichnen einer hohen Verbundenheit, auch wenn er mit der ersten Aussage gleichzeitig "Aufrichtigkeit und Unbefangenheit" als gesicherte Voraussetzungen dieses Werkes postulierte.

Die Welt von Gestern ist "gewesene Zukunft" eines hoffnungsvollen Schriftstellers. Dennoch lebt diese Zukunft nicht mit Zweig, sondern durch Zweig weiter. Er ist unbedingter Verfechter einer friedlichen, ehrlichen Welt, in der Träume und Sinnlichkeit einen unumstößlichen Platz haben.

Inwieweit wir Leser uns Gedanken aus den Konsequenzen seines Denkens und dem Zusammenstoss seiner Erinnerungen mit der scharf beurteilten Gegenwart, dem vollendeten Freitod, machen sollten, schreibt R. Görner im Nachtrag. "Das Todesurteil, das wir über unsere Maßstäbe verhängt haben und das wir [...] seit geraumer Zeit [...] vollstrecken, [ist] gründlich zu revidieren."

Ein sehr empfehlenswertes Buch eine brillanten Europäers.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers.
Eine hervorragende Autobiografie von Stefan Zweig, in der er sein Leben von 1890 bis 1940 in Österreich und auf seinen Reisen durch Europa beschreibt. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Tagen von Zölzer,Dr. Harald veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bilder sagen mehr als tausend Worte? Umgekehrt!
Dieses Buch wurde mir von einem Freund empfohlen, der mir begeistert erzählte, wie klar er sich bei der Lektüre das Klima im Europa des frühen 20. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von JanP veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unbeschreiblich...
Ich lese sehr viel. Dieses Buch ist mit Abstand eines der besten Bücher die ich jemals gelesen habe. Unbedingt kaufen!
Vor 2 Monaten von Michaela Lohner veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Buchinhalt ausgezeichnet, Ausführung nicht leserfreundlich
Die (eher schwache) Bewertung wurde nicht vom (ausgezeichneten) Inhalt des Buches bestimmt sondern von der kleinen Buchstabengröße; außerdem ist der Satz auf den... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Edwin Heinreich veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Die Welt von Gestern
Hier versucht sich Stefan Zweig in einer Quasi-Autobiografie, die mir ein bißchen zu eindimensional ausfiel. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Rosi Raber veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Welt von Gestern?
"Die Welt von gestern?" fragt man sich nachdem man einige Seiten gelesen hat. Man erkennt auch das "heutige" Oesterreich in dem Buch dessen Geschichte und Identitaet nicht besser... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von I. Salesny veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Große Literatur
Wer Stefan Zweig und seinen seinen subtil-humorvollen und humanistischen Stil schätzt wird auch diese zum Teil selbstironische und gleichzeitig so menschliche Schilderung... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Kirsten Müller veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen die Welt von Gestern
Ein ehrlich geschriebenes Buch, Erinnerungen des oestereichischen Schriftsteller ueber lange Zeitspanne,Wiener Kulturleben, Nazizeit,Verbannung,Ende des zweiten Weltkriegs. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Pawel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Testament für Frieden, Freiheit und Vernunft!
Stefan Zweig hat eine retrospektive am Ende seines Lebens präsentiert. Eine literarische Mischung aus Mutlosigkeit und Aufbegehren gegen die zerbombten und vernichtete... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von A. Bothe veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Für alle die....
gerne lesen,bzw.mehr über die Jahrhundertwende wissen wollen.
Das Herr Zweig,in wunderbaren Worten schwelgt sei Ihm verziehen,daß dicke Ende kam ja nach. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2010 von Eduard Rust
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