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Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers. [Taschenbuch]

Stefan Zweig
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (57 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. November 1970
Diese Erinnerungen eines Europäers zeigen noch einmal die Gelöstheit und Heiterkeit Wiens und Österreichs in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg, die Welt der Sicherheit, die Stefan Zweig selbst wie einigen, wenn auch nicht allen, die individuelle Freiheit zu garantieren vermochte; sie zeigen Glanz und Schatten über Europa bis zum Sonnenuntergang, bis zu Hitlers Machtausübung, bis Europa »sich zum zweiten Mal selbstmörderisch zerfleischte im Bruderkriege«. Stefan Zweig hat »die Welt von Gestern« als Zeitzeuge aufgezeichnet und dabei nicht so sehr sein eigenes Schicksal festgehalten, sondern das seiner Generation; er hat mit diesem Buch, weit über das Persönliche hinaus, ein Kompendium der geistigen Welt in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts erstellt.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 41 (1. November 1970)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596211522
  • ISBN-13: 978-3596211524
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (57 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 8.497 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Mehr über den Autor

In Wien wurde Stefan Zweig als zweiter Sohn eines reichen Fabrikanten am 28. November 1881 geboren. Schon während seiner Gymnasialzeit verfasste er Gedichte, nahm dann in Wien das Studium der Literaturgeschichte auf und begann zu reisen - durch Europa ebenso wie nach Tunesien oder Mexiko. Als Übersetzer des Franzosen Romain Rolland oder des Belgiers Emile Verhaeren machte er sich ebenso einen Namen wie durch seine eigenen Werke. Der Zweite Weltkrieg, Bücherverbrennung und Verfolgung ließen Zweig schließlich nach Brasilien emigrieren. Unter dem Eindruck deutscher Kriegserfolge und erschöpft von unfreiwilliger Migration sowie dem Verlust seiner - vor allem auch geistigen - Heimat Europa nahm sich der Sechzigjährige zusammen mit seiner Frau Lotte am 23. Februar 1942 das Leben.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren, lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben. Seine von einer vergangenen Zeit erzählenden Erinnerungen »Die Welt von Gestern« erschienen posthum.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
117 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ganz besonderes Vermächtnis. 25. August 2004
Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Stefan Zweig hat mit seinen Erinnerungen „Die Welt von gestern" ein beeindruckendes Dokument europäischer Geschichte der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts geschaffen. In keinem anderen mir bekannten Werk wird atmosphärisch so dicht beschrieben, wie sich im deutschsprachigen Raum, genauer gesagt in Österreich und Deutschland der Wechsel von der Monarchie zum totalitären Schreckensstaat vollzogen hat. Stefan Zweig ist unpolitisch, europäisch, und damit nicht nationalistisch.
Die Erzählungen über seine Schul- und Studienzeit wirken frisch, nur schwer vorstellbar zum Teil mehr als ein Jahrhundert zurück liegend. Das Interesse der damaligen Jugend an Gedichten, Theater, Malerei läßt ein wenig Wehmut aufkommen.
Besonders imponierend sind seine Schilderungen über Begegnungen mit nahezu allen berühmten Persönlichkeiten aus Literatur, Kunst und Gesellschaft. Zu Sigmund Freud, Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke, Richard Strauss, um nur einige wenige aus vielen Dutzend prägenden Persönlichkeiten zu nennen, hatte Zweig Verbindungen und Freundschaften. Ja, er kokettiert mit diesen Erlebnissen und mit seiner Position als vielgelesener jüdischer Autor. Aber man verzeiht ihm angesichts der Umstände, die ihn zuletzt entwurzelt und schließlich in den Selbstmord getrieben haben.
Wer sich einerseits für die politische Entwicklung in Deutschland (und Österreich) bis zum Naziregime, andererseits für europäische Kunst und Kultur interessiert, für den sind die „Erinnerungen eines Europäers" ein Muss. Zweig verniedlicht oder rechtfertigt nicht, er beschreibt. Und nicht aus gebührendem Abstand, sondern als direkt Betroffener und Beteiligter.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Welt durch die Augen Stefan Zweigs 18. April 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Dies ist Stefan Zweigs 500 Seiten lange Autobiographie. Und sie bewegt zutiefst. Wer Stefan Zweig bereits gut kennt und schätzt, oder auch wer ihn kennen lernen möchte, wird in diesem Buch nicht nur ihn ausführlich kennen und lieben lernen, sondern auch die alte Welt erfahren, so wie sie war. Das alte Wien, geprägt von Kunst, Kultur und Zeitungen, die Welt im Wandel nach dem 1. Weltkrieg und im zweiten... und dies gesehen durch die Augen eines wahren Europäers. Stefan Zweigs Zweifel, seine Erfolge, seine Liebe, sein Glück, seine Ziele, seine Empfindungen,... all dies erfahren wir in diesem Buch hautnah. Mich hat auf jeder Seite des Buches ein Satz, ein Bild, eine Bemerkung zutiefst berührt. Da hat einer gelebt, der alles ernst genommen hat, der für Kunst, Toleranz und Worte gestorben wäre - und letztlich auch sterben wird - denn dies ist Zweigs letzter Roman.
Da schreibt einer, der uns auf Augenhöhe bringt mit den unsterblichen Größen seiner Zeit.
Ein bewegendes Werk, ein einmaliger Einblick in das Denken Zweigs und seine Zeit, geschrieben von dem, der viele berühmte Schriftsteller und Dichter kannte, der sich für Weltgeschichte und Weltliteratur interessierte, der aber auch manch verborgenes Talent erkannte und sich für Abseitiges begeisterte, der uns dieses Leben noch einmal von innen heraus mitfühlen lässt.
Ein Roman, der ergreift. Wer noch empfinden kann, wer fühlen möchte, wie die alte Zeit war, wer Stefan Zweig liebt oder lieben lernen möchte - der sollte diesen Roman lesen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser als jedes Geschichtsbuch 21. Februar 2010
Von Leen King
Format:Taschenbuch
Sicher... die Überschrift mag ein wenig polemisch klingen, aber ich hätte mir gewünscht, dass unser Geschichtslehrer in der Schule dieses Buch mit uns durchgenommen hätte. Es mag wichtig sein, mit politischen Theorien und Daten im Geschichtsunterricht konfrontiert zu werden, aber die Motivation ist auch unendlich wichtig, sich damit zu befassen. Mich hätte die Lektüre von Stefan Zweig motiviert, wobei ich mittlerweile Freunde gesprochen habe, die dieses Buch im Deutschunterricht durchgenommen hatten und wenig begeistert waren. Vielleicht gilt dies auch nur rückblickend, aber das Buch ist mehr wie ein spannender Roman - dabei besser als jeder Historienroman - in den man hineingesogen wird. Jeder, der gerne Kulturereignisse - gleich welcher Art - liebt, kann sich die Liebe des Autors zur Kultur und Zeitgeschichte lebendig vorstellen. Im übrigen genauso, wie man sich als Leser die Zeit in der Stefan Zweig lebte, lebendig vorstellen kann. Wie hier bereits geschrieben wurde, kann man davon ausgehen, dass der Autor ein wenig mit seinen Kontakten kokettiert. Aber ist es nicht faszinierend, wie verbunden die großen Autoren seiner Zeit waren? Das fällt uns selbst im Internetzeitalter schwer, es geht wohl auch nichts über persönlichen Kontakt und persönliche Briefe. Jedes Autorenforum im Netz kann damit nicht mithalten.
Das Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen, natürlich nur denjenigen, denen Zeitgeschichte und die Liebe zu Büchern etwas bedeutet und die sich freuen Einblick in das Leben eines auch sprachlich herausragenden Autors zu gewinnen.
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Paradies lost 5. Oktober 2006
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Stefan Zweig beginnt seine Erinnerungen mit einem Shakespeare Zitat: "Begegnen wir der Zeit, wie sie uns sucht." Allein diese Aussage zeigt deutlich, dass die Hoffnung im brasilianischen Paradies eine vergebene war und dass seine Erinnerungen nur dem entspringen, was er "hinter der Stirn" hat. Nichts ist geblieben, weil auch Zweigs Bücher die Verbrennung im Jahre 1933 nicht überdauerten. In diesem Wissen und mit diesem persönlichen Druck hat er ein Werk verfasst, was aus dem Gedanken der ursprünglichen Sicherheit, der Lebenszeit vor dem ersten Weltkrieg und dem Schoße und den Gedanken seiner Familie, der Schulzeit, den ersten Erlebnissen der Pubertät etc entsprangen. Und Zweig schreibt einfühlsam und mitfühlend, wie wohl er sich fühlte mit seinem Vater und der Sicherheit, die er der Familie gab, einer Sicherheit und Anerkennung, die sie als jüdische Familie in Wien noch erlebten. Wie und seine Schulkameraden er in jungen Jahren sich nicht um Mädchen kümmerten, wohl aber um die schönsten Gedichte, gefunden oder selbst verfasst. Und seine Bewunderung für Hofmannsthal ist so durchdringend, nahezu leidenschaftlich, da dieser bereits mit 16 (ähnlich Arthur Rimbaud) Sätze in freier Rede in Vollendung sprach. Paul Verlaine war sein großes Vorbild, der selbst in Paris noch unbekannt, aber schon von Zweig und Freunden in jungen Jahren gelesen. Später wurden sie Freunde. Ebenso beschreibt er seine Pubertät in den Jahren bis 18, in der das Interesse am Weiblichen unterbrochen wurde durch eine (Doppel-) Moral der Gesellschaft. Diese Attitüden der Gesellschaft finden wir in seinen Novellen wie "Angst" und "Brennendes Geheimnis" wieder. Lesen Sie weiter... ›
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Großartiges Zeitzeugnis eines großartigen Schriftstellers
dieses Buch ist leidenschaftlich erzählte Geschichte und lässt die meisten allzu trockenen Geschichtsbücher über diese Epoche um Längen hinter sich. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von bernhard1964 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wer bin ich, um ein solches epochales Werk zu rezensieren ?
Als 1925 Geborener habe ich zwar ebenfalls einige der hier kenntnisreich gschilderten Epochen miterlebt, aber bis auf vier Jahre Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft in Deutschland... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Robert Rheinert veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Gestern ? oder erst vor kurzem ?
Dieser Text ist einfach unbeschreiblich gut und weitsichtig geschrieben, ein Hochgenuss, gerade wenn man den Fundamentalismus wieder Purzelbäume schlagen sieht allüberall
Vor 1 Monat von Christian K. Doebel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre
mein absolutes Lieblingsbuch, nicht nur für meine Österreichischen Mitbürger eine Empfehlung. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Wolfgang Pointner veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wer die Katastrophen-Jahrhundert verstehen möchte
sollte dieses Buch lesen. Irgendwie halten wir unsere Vorfahren, die in dieser Zeit zu leben das Pech gehabt haben, für Menschen, denen mit ihrem Rassismus-Wahn die... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Herbert Smetan veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Psychogramm eines Entwurzelten
Der Weltbürger und Jude Stefan Zweig sieht sich am Anfang der 1940er Jahre als heimatloser Europäer. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von dadaxel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein unglaublich wichtiger Zeitzeugenbericht
Stefan Zweig gibt tiefe Einblicke in den Alltag eines Österreichers und Kosmopoliten in der Zeit vor, während und nach dem ersten Weltkrieg bis hinein in die Zeit des... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von C. Bürger veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend und hochaktuell!
"Die Welt von Gestern" hat mich sehr erschüttert, betroffen gemacht und aufgewühlt - verstärkt durch die rhetorisch und schauspielerisch wunderbar... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Flomiax veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einfach wunderbar!
Welch eine Sprache!!! Einfach zu gut, um dieses Buch aus der Hand zu legen. Man konnte einen guten Einblick in diese Zeit gewinnen und es regt dazu an noch mehr über diesen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Gertrud Csulak veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das Beste
Das ist Geschichte in Geschichten über das ausgehende 19. und den Beginn des 20. Jahrhunderts. Wie ist es unseren Großvätern und Urgroßvätern ergangen ? Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Susanne Wiemer veröffentlicht
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