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Genau genommen geht es in diesem Buch um mathematische Gleichungen und um physikalische Gesetze, die ebenfalls in Form von Gleichungen ausgedrückt werden. Autor Ian Stewart, Professor für Mathematik, stellt 17 bedeutende Formeln vor, erläutert ihre Entwicklungsgeschichten und gibt Einsatzmöglichkeiten an. Dass diese anfänglich häufig unterschätzt wurden, wird bereits im ersten Kapitel beim "Satz des Pythagoras" deutlich. So schlägt Stewart den Bogen von Pythagoras im alten Griechenland über den Gauß-Schüler Riemann und seiner Metrik bis hin zu Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie.

Weniger geläufig dürften logische Schwächen sein, die sich zu Beginn in der Infinitesimalrechnung von Newton und Leibniz verbargen und erst später durch Bolzano und Weierstraß beseitigt wurden. "Zum Glück warteten die damaligen Physiker und Mathematiker nicht, bis die logischen Fundamente der Infinitesimalrechnung geklärt worden waren, bevor sie die neue Methode anwandten." (81) Denn sie funktionierte trotz dieser Schwächen.

Der Autor klärt auf über die in der Landesvermessung eingesetzte "Methode der kleinsten Quadrate", über den Zusammenhang von digitalen Fotos und der Fourier-Transformation, über die Maxwell-Gleichungen und ihre Bedeutung für die Erfindungen von Radio und Fernsehen sowie über die Dynamik nichtlinearer Gleichungen in der Chaostheorie. Die Themenauswahl ist gelungen. Der Autor deckt ein breites Spektrum ab, dabei liegt ihm die Physik besonders am Herzen.

Das längste Kapitel ist der Relativitätstheorie gewidmet. Stewart macht deutlich, dass die Navigation mittels GPS nur funktioniert, weil relativistische Korrekturen berücksichtigt werden. "Wenn Sie der Relativitätstheorie nicht glauben, aber zum Reisen Ihr GPS benutzen, haben Sie einiges zu erklären." (387) Er erläutert, dass die Allgemeine Relativitätstheorie zwar die beste Erklärung für den Ursprung des Universums liefert, das kosmologische Paradigma "Urknall" aber dennoch Risse enthält. Dunkle Materie und Dunkle Energie bereiten Probleme, die Stewart zu der Schlussfolgerung verleiten, dass Kosmologen "einfallsreichere mathematische Modelle in Betracht ziehen sollten, bevor sie neue und nicht weiter untermauerte physikalische Phänomene einführen". (384)

Die Ausführungen wären unvollständig, wenn sich Stewart nicht auch der Quantentheorie widmen würde. Die erfolgreichste Theorie der Physik ist so seltsam, dass man sie eigentlich nicht verstehen kann. Der Autor erläutert das "i" in Schrödingers Differentialgleichung und beschreibt das berühmte Gedankenexperiment mit der Katze in der Box. Wer sich für dieses Thema begeistern kann, sollte "Auf der Suche nach Schrödingers Katze" von John Gribbin lesen, der schwierige physikalische Zusammenhänge auf unnachahmliche Weise vermittelten kann. Aufschlussreich ist Stewarts Beispiel mit dem Brechungsgesetz, wo das unberechenbare Verhalten einzelner Photonen durch sämtliche Verhaltensmöglichkeiten überlagert wird und dadurch aus der Quantenwelt die klassische Welt mit ihren bekannten Gesetzmäßigkeiten generiert wird.

Stewart versteht sein Handwerk, er vermittelt auf sachliche Art und Weise Erkenntnisse aus Mathematik und Physik. Aber seine Stärke ist auch seine Schwäche. Das Buch ist kein Drama wie "Fermats letzter Satz" von Simon Singh, es vermittelt nicht die Faszination ungelöster mathematischer Probleme wie "Die Musik der Primzahlen" von Marcus du Sautoy, es ist nicht humorvoll wie "Darf ich zahlen?" von Günter M. Ziegler und auch keine Forschungsreise zu den Grenzen von Raum und Zeit wie "Das elegante Universum" von Brian Greene. Im Vergleich zu den genannten Büchern fehlt das letzte Quäntchen Atmosphäre, welches den Leser in seinen Bann zieht und die Welt drumherum vergessen lässt. Dennoch ist es informativ und lesenswert.

"Weltformeln" ist ein populärwissenschaftliches Buch, welches überdurchschnittliche Kenntnisse in Mathematik und Physik und auch ein entsprechendes Interesse an mathematischen und physikalischen Fragestellungen voraussetzt. Es ist ein Buch für Leser, die sich von Formeln nicht abschrecken lassen und neugierig genug sind, die Strukturen unserer Welt, soweit sie mathematischer und physikalischer Natur sind, verstehen zu wollen.
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TOP 1000 REZENSENTam 14. Oktober 2014
Die meisten Menschen halten Mathematik für eine langweilige, sehr abstrakte und vielleicht sogar etwas suspekte Angelegenheit. Dass so alltägliche Dinge wie (um nur einige Beispiele zu nennen) das Ansehen unserer Lieblingsfernsehserie, das Fotografieren mit dem Handy oder auch nur das Betätigen eines Lichtschalters nicht funktionieren würden, wenn nicht vor langer Zeit irgendein schlauer Mathematiker eine passende Formel entdeckt hätte, ist den wenigsten bewusst. Ganz zu schweigen davon, dass Gleichungen sowohl eingesetzt werden, um die Bewegungen der Planeten zu berechnen als auch mittels der Quantenmechanik die Welt des Allerkleinsten zu verstehen.

Ian Stewart hat hier eine (sicherlich teilweise subjektive) Auswahl von 17 Formeln getroffen, die nicht nur aus mathematischer Sicht interessant sind, sondern auch zu weiterführenden wichtigen Entwicklungen in vielfältigen Wissenschafts- und Lebensbereichen beigetragen haben.

Fachlich fundiert und doch großteils allgemein verständlich erläutert er, woher diese Gleichungen kommen, was sie bedeuten, und vor allem, welche Erkenntnisse sie geliefert haben. Dabei ist es immer wieder erstaunlich, welch weite Kreise manche auf den ersten Blick unscheinbare Gleichung gezogen hat und welch breites Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten in Wissenschaft und Technik aus ihr abgleitet wurde, sodass sie Bereiche beeinflusste, von deren Existenz ihre ursprünglichen Schöpfer nicht einmal träumen konnten.
Dabei bleiben auch problematische oder negative Konsequenzen nicht unerwähnt, wenn der Autor etwa die zu wenig durchdachte Verwendung der aus der Wahrscheinlichkeitstheorie stammende Glockenkurve kritisiert oder die Black-Scholes-Gleichung als Ursache für die derzeitige Finanzkrise identifiziert.

So entsteht ein informativer und unterhaltsamer Ausflug in die Welt der Zahlen, der für Leser, die bereit sind, sich auf die mathematische Denk- und Ausdrucksweise einzulassen, eine Reihe spannender Erkenntnisse bereithält.
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am 1. Juli 2014
Hallo Allerseits,

das Buch von Ian Stewart finde ich gut gelungen, er erläutert 17 "große" Formeln auf eine recht anschauliche Art und Weise.

Sicherlich ist ein mathematisches Grundverständnis für dieses Buch nicht verkehrt, aber auch ohne Mathe-Studium kommt man mit den Erläuterungen gut zurecht. Dabei hilft, dass er Geschichten und Anekdote um die Formeln erzählt und auch seine Meinung äußert.

Aus meiner Sicht ist dies eine sehr gute Kombination zwischen "lehrreich" und "unterhaltsam",

Viel Spaß beim Schmökern ....

PS: bei der Bewertung habe ich zwischen 4 und 5 Punkten geschwankt, für mich ist dies aber ein "gut" im allerbesten Sinn.
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am 30. Juli 2014
Mal was anderes für Interessierte Leser der Naturwissenschaften. Die Gleichungen werden im allgemeinen Zusammenhang vor dem vor dem historischen Hintergrund des Zeitpunktes der Entstehung erklärt. Humorvoll, jederzeit bildend-unterhaltsam werden Zusammenhänge klar und die Bedeutung erschließt sich aus einem anderem Blickwinkel. Man kann die Kapitel einzeln lesen, Jedes Kapitel ist ein kleines Buch für sich. Erstaunliche Zusammenhänge werden klar. Sehr zu empfehlen.
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am 10. Januar 2015
Das Büchlein ist für mich wie alte Fotos ansehen. Gute und weniger schöne Erinnerungen kommen zurück.
Abhängig vom persönlichen Interesse und naturwissenschaftlichen Ausrichtung waren manche der Formeln während der Schul- und Uni-Zeit und im Beruf notwendiges Handwerkszeug, andere wurden in erster Linie als professorale Abschreckungswaffe eingesetzt.
Das Büchlein hat für mich keine Ansprüche eines Lehrbuchs, das die komplexen Konsequenzen und Annahmen in der Anwendung der Formeln erläutert. Es ist in ein lockerer Ausflug in die Geschichte der Formeln. Ich glaube allerdings nicht, dass man ohne naturwissenschaftliche Vorbildung was davon hat.
Durch den Aufbau in eigenständige Kapitel kann man in jedes Kapitel reinspringen. Es hat mir einfach nur viel Spaß gemacht, mich an die Formeln zu erinnern, und manchmal deren "Schönheit" zu sehen. Und ganz grosses Lob an die Übersetzung!
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am 16. August 2014
Perfekt für BWL'er, die Finanzmathematik studiert haben. Es wird gezeigt, wie mit HIlfe von Differentialgleichungen auf der einen Seite Naturphänome wie z.B. die Maxwell Gleichungen für Elektromagnetismus, Navier Stokes Gl.für Fluidbewegungen beschrieben werden könnnen. Auf der anderen Seite können Differentialgleichungen zur Formulierung von Wetten verwendet werden wie z.B. im Buch die letzte Formel von Black-Scholes zur Berechnung von Optionspreisen und damit das Finanzsystem ins Ungleichgewicht gebracht haben.

Schön ist auch die Formel zum biologischen Wachstum. Die Erde.ist nun einmal ein begrenzter Ort und damit kann auch Wachstum nicht ins Unendliche gehn.
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am 8. März 2015
So macht Mathe wirklich Spaß. Das wäre toll wenn Mathematiklehrer sich dieses Buch als Ideenschmiede nutzen würden.Es hat sehr viel Spaß gemacht Mathe mal verständlich zu lesen. Man muss aber auch Interesse am Thema haben. Zu empfehlen.
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am 10. April 2016
Wer Ian Stewart kennt erwartet eine gut lesbare, interessant gemachte und mit Hintergrundinformationen versehene Darstellung. Ein bisschen Ahnung von Mathematik sollte man schon mitbringen. Dann ist es ein lesenswertes Buch, das viel Spaß macht und dabei anschaulich Wissen vermitttelt und interessante Dinge mit Hintergrund vermittelt.
Wer ein bisschen Ahnung von Mathematik hat,sich mit den Hintergründen, den historischen Fakten und Anekdoten befassen möchte und dabei eine korrekte Darstellung haben will, dem kann ich dieses Buch einfach nur empfehlen.
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