Hier, in diesem groß angelegten Werk, das zu einem Standardwerk für die Allgemeinheit der an Polarforschung Interessierten werden könnte, wird auf über 600 Seiten anhand von Bildern, Berichten und Karten dargelegt, woraus und wie die Welt der Pole unserer Erde besteht.
Aber es ist weit mehr noch. Jedem, der nur je etwas vom Weddelmeer, Eisbergen, Walen, Eisbären, Pinguinen und Robben gehört oder gelesen hat( vielleicht sogar das Abenteuer vom weißen Wal "Mobby Dick" mitverfolgt hat) oder in letzter Zeit etwa vom Ozonloch über der Antarktis gehört hat, wird, wenn er nur die leiseste Neugier mitbringt, gut entlohnt mit diesem großartigen Buch.
Was wird geboten?
Zuerst einmal eine Menge übersichtlicher Karten von der Antarktis und der Arktis und den angrenzenden Räumen. Auf ihnen kann man die Großartigkeit, aber auch das Interesse der Nationen an diesen Erdteilen ablesen. Wieviele Stationen gibt es nicht schon auf der Antarktis und was machen sie wohl dort alle? Gilt und hält das Abkommen, der Vertrag über speziell diesen Erdteil noch und wie lange?
Die deutsche Station Neumayer z.B., sie wird Schluß des Buches besonders erwähnt und allein dieser Bericht ist hochinteressant und daher lesenswert.
Die Tier- und Pflanzenwelt der arktischen Räume, die Erwärmung dort und ihre Entwicklung, die herrlichen Naturbilder, die Karten, die lange Zeit der Erforschung dieser Räume mit all ihren Abenteuern, das alles wird aus der Sicht von Fachleuten beschrieben und bebildert. Und vor allem die historische Entwicklung der Erforschung dieser Gebiete.
Wer kennt nicht den Wettlauf zwischen Amundsen und Scott? Wer hat nicht schon von Shackleton und seinen Männern gehört? Dies alles und noch viel mehr wird von den Anfängen bis heute berichtet, daß einem vor Staunen die Zeit verrinnt beim Lesen.
Aber es wird auch gemanagt (und wie!). Der Tourismus hält Einzug und im Vorwort, das kein geringerer als Sir Edmund Hillary geschrieben hat, empfiehlt dieser sogar den Besuch der Antarktis mit den heutigen Möglichkeiten.
Unter allen diesen an Überraschungen reichen Seiten, gefallen mir persönlich die herrlichen Naturbilder und die ausführlich besprochenen und bebilderten Expeditionen am meisten. Wer nicht weiß, wie Krill in Massen aussieht, hier wird er informiert, wer über die Antarktis und Arktis und ihre angrenzenden Räume umfassend informiert werden möchte, der hat hir mit diesem Buch die Möglichkeit, sich ausführlich und genussvoll zu informieren.
Es geht in diesem Werk um die Lösung der Frage, ob wir als Menschen unsere herrliche Natur ehren und lieben, oder ob wir sie fast nur noch als ausschlachtungsbereites und ausbeutungsfähiges Reservoir betrachten.
Alles ist möglich und die Hoffnung auf einen Erhalt ist nicht die geringst einzuordnende.
Dieses herrliche Werk in Großbuchformat eignet sich besonders auch als Geschenk.