Ein ärgerlicher Film, der zwar durch Ausstattung glänzt, doch so platt, schmalgeistig und uninspiriert daherflimmert, dass man das Ende herbeisehnt oder schon lange vorher aufgibt.
Worum geht's? Ein Tunichtgut und Versager von einem Vater, der seiner Frau vorlügt, ein Schauspieler zu sein, wird von seiner Gattin enttarnt, zur Rede gestellt und verlassen. Das Kind nimmt sie gleich mit. Der Vater entdeckt kurz nach dem Auszug der beiden einen Brief - von seinem Sohn - mit einem Ticket darin und hat Glück: er rubbelt sich einen Flug ins All. Die Tests besteht er zwar ob seiner Schlappheit und Duseligkeit nicht, doch eine Unterredung mit seinem Sohnemann weckt den Eifer in ihm, sich für das Programm zu qualifizieren, ... und er packt es tatsächlich.
Der Film scheitert an billigem Klamauk, der nur selten zündet. Nein, den Anspruch, satirisch zu sein, hat der Film nicht. Der Klamauk ist für eine Persiflage oder Komödie zu "blöd", und er kippt auch nicht wollüstig ins Abstruse à la "Die nackte Kanone", was - konsequent ausgeführt - sicherlich zu besseren Ergebnissen führen würde. Den Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Blödelei schafft der Film mit seinem Ensemble meines Erachtens zu keinem Zeitpunkt. Man fühlt sich einfach nur veralbert! Die Story ist für einen unterhaltsamen Film zu simpel, die komödiantischen Einsprengsel lasch und mehr ärgerlich als witzig.
Das geht schon mit der ersten Szene los. Es erscheint eine Zeitangabe (man befindet sich in naher Zukunft). Ein französischer Astronaut ist in einem Helikopter unterwegs, um ein Interview zu geben, der Pilot erweist sich als eine menschenähnliche Gestalt mit einem richtigen Schafskopf(!), die den Helikopter steuert und blökend etwas ins Mikro spricht. Wo ist der Witz? (Die Szene mag mit einem Gespräch korrespondieren, die später in der Weltraumstation geführt wird; als der Professor nach der Frage, was die Aktion mit einem Truthahn, der im All fliegen soll, für einen Zweck erfüllen soll, betreten schweigt. Doch zu Beginn ist das einfach völlig deplatziert.
Die Hauptfigur ist und bleibt während der gesamten Filmlaufzeit ein waschechter Trottel; weder gibt es eine charakterliche Entwicklung, noch erntet er gutmütige Sympathie für seine kognitive Unterbelichtung.
Einzig die Ausstattung überzeugt. Raumstation und deren Räumlichkeiten, Anzüge, Weltalloptik - alles auf hohem Niveau. (Auch ist das einfache, aber bildliche und schöne Gedicht am Ende wirklich gelungen.) Nur korreliert all das nicht mit der schauspielerischen Leistung (ordentlich) und dem Plot (inkonsequent überzogen, spannungsarm und blutleer). Die Unterhaltung ist hier so leicht, dass sie wie ein Luftballon (pardon: Rakete) in die Luft steigt und sich verdünnisiert. Doch man vermisst das Entschwundene nicht. Ein Film, den die Welt nicht braucht.
Fazit: (Weltraum-)Schrott.