Ich kann diesem Buch leider nur drei Sterne geben, da mir persönlich wichtige Dinge, in diesem Buch nicht erwähnt werden.
Zuerst fehlt mir der Hinweis "Augen auf beim Hundkauf". Ein Kapitel für sich, aber was in so einem Buch unbedingt aufgeführt hätte werden müssen:
Zitat aus dem Buch Seite 12 (Übernahme des Welpen)
"Bei einem verantwortungsvolen Züchter, der die Möglichkeit hat, den Welpen an verschiedene Umweltreize zu bieten, können die Welpen...Wenn die Aufzuchtbedingungen weniger ideal sind, tut man gut daran, den Welpen früh (6.-7.Woche) in die Familie aufzunehmen..."
Hier fehlt mir der entscheidene Hinweis, was einen wirklich guten, verantwortungsvollen Züchter ausmacht. Die Autorin hätte beschreiben müssen, von welchen Hundezuchten man besser Abstand nehmen sollte, anstatt anzuraten, einen Hund mit 6-7 Wochen zu übernehmen, denn bis zur 8. Woche lernt ein Welpe noch sehr wichtige Dinge für's Leben bei der Mutter/Geschwistern. Ferner hätte sie aufzählen müssen, wie eine gute Zuchtstätte aussieht: Welpen leben mit im Haus und sollten nicht in fernab gelegenen Zwingern/Ställen aufgezogen werden. Auch über osteuropäische Importe hätte sie warnen sollen. Denn diese Welpen sind häufig alles andere als gesund. Wichtig wäre auch gewesen, dass man sich stets das Muttertier zeigen lassen sollte und dass sie engen Kontakt zu ihren Welpen hat. Ein guter Züchter bereitet die jungen Hunde nicht nur auf das Leben vor, sondern achtet auch auf gesunde, charakterfeste Elterntiere etc.
Auf Seite 12 ist von sogenannten Charaktertests die Rede, anhand dessen Ergebnis man den Welpen fördern kann. Sie erklärt aber in keinster Weise, wie so ein Test aussieht. Schade.
Kastration Seite 19
Zitat Buch:
"Eine Kastration kann bei beiden Geschlechtern bereits vor Einsetzen der Geschlechtsreife durchgeführt werden. Nebenwirkungen sind statistisch gesehen eher selten (aufgeführt nur: Fellveränderungen, bei Hündinnen Inkontinenz)"...
Auch Rüden könnten inkontinent werden. Sie hätte aufführen müssen, dass die Geschlechtshormone für Hunde wichtig sind, sie beeinflussen das Höhenwachstum und steuern das mentale Erwachsenwerden. Hundekenner raten von der Kastration vor der Geschlechtsreife ab.
Stubenreinheit Seite 36
Dass Hundewelpen etwa alle zwei Stunden heraus müssen und ZUSÄTZLICH nach dem Fressen, Schlafen und Spielen hat sie leider vergessen.
Schlafplatz Seite 36
Zitat Buch:
"...bis sie vom Züchter abgegeben werden, haben Welpen Wurfgeschwister und Mutter um sich und schlafen im Pulk... Geben Sie Ihrem Welpen ein Plüschtier, Handtuch oder eine Wärmflasche auf seinen Liegeplatz..."
Kein Welpe ist so blöd, nicht den Unterschied zwischen Handtuch & Co zu bemerken! Das ist kein Ersatz! Ein Welpe gehört auf einen Schlafplatz ins Schlafzimmer, direkt neben das Bett der neuen Bezugsperson! Auch so kann das neue Frauchen/Herrchen schnell merken, wenn der Welpe unruhig wird und mal heraus muss. Nur so fällt einem Welpen die Trennung von seinem alten Rudel etwas leichter, indem er in den ersten Wochen nicht alleine schlafen muss. Später kann man den Hund Stück für Stück auf den gewünschten Schlafplatz schieben.
Ferner fehlt mir das Kapitel Kind und Hund.
Leider wird nicht beschrieben, wie wichtig es ist, dass Eltern ihre Kinder genauestens anleiten müssen (wenn Hunde fressen, schlafen)
Wirklich gut in diesem Buch sind die Erziehungstipps, sehr gut beschrieben ist die Heranführung an Umweltreize. Endlich mal eine Autorin, die nicht jedes Hundeverhalten und Erziehung auf Dominanz zurückführt.