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Wellenbrand: Gedichte
 
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Wellenbrand: Gedichte [Taschenbuch]

Michael Zoch
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 131 Seiten
  • Verlag: Hager, Wolfgang; Auflage: 1., Aufl. (10. November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3900578265
  • ISBN-13: 978-3900578268
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.318.037 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Entgegen einem der gängigen Attribute, mit denen Lyrik gern in die Belanglosigkeit verabschiedet wird, "berühren" Zochs Gedichte nicht: sie packen. Kraftvoll und ungeniert, sinnlich mit allem, was an Sinnen zur Verfügung steht, künden sie (geradezu "klassisch") von all dem, was die dichterische Zunft seit jeher in Atem hält: Gott und Welt, Fleisch und Fleischeslust, Aufbegehren und Schmerz, Schönheit - jener der Frauen wie jener des Lebens. Radikal subjektiv im besten Sinn, zugleich fern jedweder Befindlichkeitsliteratur, ist hier ein Dichter am Werk, der zur Sache geht - und das mit einer Stimme, die dem Prädikat "unverwechselbar" in jeder seiner Nuancen gerecht wird. (Adelheid Anna König)

Der Verlag über das Buch

Entgegen einem der gängigen Attribute, mit denen Lyrik gern in die Belanglosigkeit verabschiedet wird, "berühren" Zochs Gedichte nicht: sie packen. Kraftvoll und ungeniert, sinnlich mit allem, was an Sinnen zur Verfügung steht, künden sie (geradezu "klassisch") von all dem, was die dichterische Zunft seit jeher in Atem hält: Gott und Welt, Fleisch und Fleischeslust, Aufbegehren und Schmerz, Schönheit - jener der Frauen wie jener des Lebens. Radikal subjektiv im besten Sinn, zugleich fern jedweder Befindlichkeitsliteratur, ist hier ein Dichter am Werk, der zur Sache geht - und das mit einer Stimme, die dem Prädikat "unverwechselbar" in jeder seiner Nuancen gerecht wird. Adelheid Anna König

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Crashtest bestanden 1. Dezember 2006
Radikal subjektiv im besten Sinn, zugleich fern jedweder Befindlichkeitsliteratur, ist hier ein Dichter am Werk, der zur Sache geht, expliziert die Wiener Dichterin Adelheid Anna König im Vorwort zu dem Gedichtband Wellenbrand des Braunschweiger Autors Michael Zoch. Mit seinem kraftvollen, oft die Bilder aus den Wörtern herausbrechenden Stil gelingt dem Dichter eine subjektive Bestandsaufnahme seiner Welt. Dabei schwingt immer die warme Ironie des Seins mit. So tituliert er sich schon im ersten Gedicht, als den Wortkasper des Lesers, spricht im Gedicht Crashtest von den Geeichten Visagen/im menschlichen Zoo. Klar rhythmisch und mit gekonnten Zeilenbrüchen entwirft er eine eigene poetische Struktur, bricht die Schalen sogenannter Tabus mit seiner voyeuristischen Offenheit auf. In dem Gedicht Feierabend heißt es ganz unprätentiös und tonsicher: nach sechzehn kaum gefühlten Stunden/schwingt jetzt des Abend fette Wampe/zur Tür herein, die offen ist/für den Fall der Fälle. Die lebendig sinnlichen Gedichte von Michael Zoch beziehen ihre Energie aus der Fähigkeit des Dichters, klar, radikal und ohne Berührungsängste seine Umwelt und sich selbst zu betrachten. Das Gedicht Femme Fatale beginnt Ich schwängere Dich/simultan,/...,/schweige dich brünftig/ inmitten des lautesten Lebens von allen, In allen Gedichten ist die poetische Ausgangssituation die Welt im Kleinen und Großen jenseits jedes Schubladendenkens. Diese Lyrik tanzt, umgeben von Fallstricken und Gefühlswirren, durch Fleischeslust, Sehnsucht und verortete Räume, ihren eigenen Stil. Ich liebte Dich dereinst/Wie Schnee,/Den Gott/Ins/Narbenherz/Mir goss ... Die produktive Unruhe der Texte geht auf den Leser über. Engagiert, ideenreich sowie mit feiner Ironie kommt diese ausdrucksstarke Wortkunst daher und sorgt für eine in jedem Sinne und jeden Sinn anregende, grenzüberschreitende Kommunikation. Kein Leser sollte Scheu haben sich in diesen Wellenbrand zu stürzen. Er wird es nicht bereuen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fantastische Wortgemälde pinselt Michael Zoch da aufs Papier, sie fliegen im Kopf so leicht und wiegen im Herzen so schwer - Sinnlichkeit trifft Zynismus, Poesie und pointierte Alltagsbetrachtung vermengen sich zu einem packenden Fluss aus Bedeutung und Gleichgültigkeit, Verrat und Geheimnis, Liebe und Schmerz. Wenn "hinter dem Wind ein anderes Wir wohnt", "wo Ping-Pong-Palaver den Sinn nicht zerschwatzt", wenn sich "des Abends fette Wampe zur Tür hereinschwingt" oder man jemanden liebt "wie Schnee, den Gott ins Narbenherz mir goss, der kühl den wunden Kern verschloss, aus dem seit Anbeginn des Traums das Blut zu fernen Gipfeln schoss", ja spätestens dann betritt der Leser eine andere Welt, die Welt des Dichters Zoch: eine Welt zwischen brennender Vision und kokettierender Wirklichkeit, zwischen berechtigter Hoffnung und trügerischer Illusion, zwischen virtuosem Pathos und unverblümter Lakonik.

Michael Zochs "Wellenbrand" ist schlicht und ergreifend eine meisterhafte Vereinigung barocker Üppigkeit mit nüchterner Weltbetrachtung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wellenbrand 27. November 2006
Von Solon
Ich habe dieses Buch eben gelesen, und ich muß sagen, es reißt wirklich mit. Das ganze Buch ist durchdrungen von einer ungeheuer kraftvollen Sprache und einer geradezu rauschhaftigen Bildhaftigkeit. Der Glaube an die Liebe und an das Leben werden zelebriert und einer materialistischen Welt entgegengehalten, die eben diese versachlicht und kommerzialisiert hat.

Wer jenseits der heute so verbreiteten Hausfrauenpoesie und Alltagsgedichte auf der Suche nach echter und mitreißender Lyrik ist, liegt mit diesem Buch auf jeden Fall richtig.
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