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Wellen. SZ-Bibliothek Band 30 Gebundene Ausgabe – 9. Oktober 2004

26 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 172 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: Lizenzausgabe (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793534
  • ISBN-13: 978-3937793535
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 728.898 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

In stimmungsvollen Bildern schildert dieser baltische Sommerroman das Schicksal völlig unterschiedlicher, sich fremder Menschen. Das Meer und die Nähe des abgelegenen Ostseebadeort verbindet sie für kurze Zeit miteinander. Am Ende bleiben außer der Kraft des Meeres nur zerstörte Träume übrig.

Der eine Ort des Geschehens ist das Haus der Generalin von Palkow. Zur Sommerfrische versammelt sie am Strand ihre Großfamilie: die Tochter „Bella“ mit ihren zwei Töchtern und dem Sohn sowie deren Ehemann. Der andere Ort ist ein kleines Fischerhaus, in dem ein äußerst exotisches Paar wohnt: Doralice, eine wunderschöne Gräfin, die ihrem alten Ehemann mit einem Maler davongelaufen ist. Mit eben diesem Hans Grill lebt die gesellschaftlich geächtete Doralice hier an dem Badeort. Doralice hat etwas gewagt, wovon 1910 viele träumten: Sie hat sich aus ihrer unglücklichen Ehe befreit, hat sich von ihrem „Maler entführen lassen“. Doch wenngleich der immer von Freiheit spricht, fühlt sie sich nicht zu Hause, unverstanden, unglücklich. Doralice ist für die Frauen eine Gefahr, für die Herren von Interesse. Obwohl ein Zusammentreffen dieser beiden Welten um jeden Preis vermieden werden soll, kommt es in der Hitze des Sommers zu folgenschweren Begegnungen.

Der „baltische Fontane“, wie von Keserling oft genannt wird, schrieb mehrere Erzählungen und Romane, „Wellen“ erschien 1910. Alle spielen im ehemaligen Herzogtum Kurland und beschäftigen sich mit der Lebenssphäre des baltischen Adels. Eduard von Keyserling (1855 bis 1918) studierte als Spross eines kurländischen Adelsgeschlechts Jura, Philosophie und Kunstgeschichte, bis er „wegen einer Unkorrektheit“ abbrechen musste. Bis 1895 verwaltete er, gesellschaftlich isoliert, die mütterlichen Güter und ging dann nach München. Er zählte hier zur Schwabinger Boheme. Bereits 1897 erkrankte er an einem Rückenmarksleiden und erblindete mit 45 Jahren. 1918 starb er in München.

Burghart Klaußner bekannt vom Fernsehen, Kino und von der Bühne liest diese gebrochene Sommeridylle. Mit beeindruckendem Einfühlungsvermögen und großer Geschicklichkeit macht er das Figurenensemble lebendig: die bestimmte Generalin, die verunsicherte Doralice, Hans, der Abgeklärte und Gerechte, den verliebten Hilmar ... Seine gesprochenen Dialoge sind brillant. Klaußner interpretiert den Strand, das Meer, die Dünen, die Heide und die einfachen Menschen als die eine Kraft, er spürt aber auch die tiefer liegenden Seiten auf: die Spannung und das Schweigen zwischen dem „Liebespaar“, die Ängste und Wünsche hinter den starren Konventionen, den Wunsch nach „Tun“. Gekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 210 Minuten, 3 CDs. Mit Booklet. -- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Graf Eduard von Keyserling wurde am 15.5.1855 auf Schloss Paddern in Kurland geboren und verbrachte dort seine Kindheit und Jugend. Von 1875 bis 1877 studierte er in Dorpat Jura, Philosophie und Kunstgeschichte. Danach lebte er als freier Schriftsteller in Wien, später in Italien und seit 1899 in München, wo er am 28.9.1918, erblindet und vereinsamt, starb. Er gilt als einer der wenigen bedeutenden impressionistischen Erzähler, der vor allem die ihm vertraute Welt des baltischen Adels meisterhaft nachzuzeichnen vermochte. Seine oft in leise Ironie verhüllte Standeskritik, seine psychologisch feinfühlige Schilderung der erotischen Konflikte trugen ihm den Beinamen eines »baltischen Fontane« ein.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

41 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT am 31. Oktober 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Ohne allzu sehr in Eitelkeit verfallen zu wollen, kann ich doch behaupten, dass Literatur im Allgemeinen und deutsche Literatur im Besonderen zu den besseren Teilen meiner Allgemeinbildung gehört. Und dennoch war mir der Name Eduard von Keyserling als Autor kein Begriff. Ich kann demnach der Anmerkung von Jens Malte Fischer auf der Umschlagrückseite von „Wellen" nur zustimmen: „Keyserling ist der wahrscheinlich unbekannteste große deutsche Erzähler des Jahrhunderts."
Und nach der Lektüre von Keyserlings Roman „Wellen", Band 30 aus der Reihe der Süddeutschen Zeitung kann ich sagen, dass ich noch selten ein Werk eines mir unbekannten Autors gelesen habe, das mich sprachlich so begeistert hat. Keyserling beschreibt im Wesentlichen einige Tage im Leben verschiedener Personengruppen an der Kurischen Nehrung (ein Küstenlandstrich, der teilweise im heutigen Litauen, teilweise in Russland liegt). Das Aufeinandertreffen der Familien von Palikow / von Buttlär mit dem Maler Hans Grill und vor allem mit dessen Ehefrau, der hübschen Gräfin Doralice, die unlängst ihren Gatten, den Grafen Köhne eben wegen des jungen Malers verlassen und damit gegen alle Standesregeln verstoßen hatte, verursacht nicht erst mit der aufkeimenden Liebe des Verlobten eines Familienmitgliedes jede Menge Wirrungen und Irrungen.
Es ist weniger die Geschichte an sich, die fasziniert, es ist die Sprache Keyserlings und es die Weisheit, die aus der Geschichte spricht. Weisheit wird offensichtlich nicht alt, und der Roman Keyserlings aus dem Jahre 1911 ist schließlich beinahe vor einem Jahrhundert geschrieben.
Ein kurzer Dialog zwischen dem Maler Hans Grill und seiner Frau: >> Du Hans, bist du eigentlich böse?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Diethelm Thom VINE-PRODUKTTESTER am 3. März 2014
Format: Taschenbuch
In diesem Roman taucht immer wieder unversehens und gnomenhaft der Geheimrat Knospelius auf, der die anderen "mit einer fast gierigen Aufmerksamkeit" beobachtet und Begegnungen arrangiert. Eine ähnliche Rolle wie dieser Knospelius mit seinem verwachsenen Rücken dürfte Keyserling mit seinem siphylitischem Rückenmarksleiden im Leben gespielt haben. Er war nie verheiratet und machte die frühe Erfahrung, ein Außenseiter in seinem lettischen Adel zu sein wegen, wie es heißt, "einer Lappalie - einer Unkorrektheit".

Deswegen konnte er wohl auch die Heldin seines kleinen Romans mit dem operettenhaftem Namen Doralice als Außenseiterin in den Mittelpunkt stellen. Sie folgt zunächst brav den Konventionen und lässt sich mit einem schon recht alten adligen Gentleman verheiraten, den sie aber bald mit dem jungen, lebensvollen Maler Hans Grill verlässt. Bei den damaligen sozialen Verhältnissen begibt sie sich damit in die Gefahr, die eine ältere Dame der Gesellschaft so beschreibt: "Unsere Frauen, wenn die mal so ganz offen aus Reih und Glied treten, dann finden sie auch keinen Halt mehr". (74). Bei Hans mit seiner Begeisterung für die Kunst und ein unkonventionelles Leben glaubt sie zuerst das Leben wirklich zu spüren. Doch dann beginnen die Mühen der Ebenen zwischen den beiden, und viel ist von dieser Lebensintensität nicht mehr übrig, als ihr im Sommer darauf bei einem gemeinsamen Aufenthalt am Meer ein junger Leutnant den Hof macht. Doralice spürt schon wieder die Verlockung, dem Werben des stürmischen Leutnants nachzugeben, als unvorhergesehene Dinge passieren und die oben erwähnte ältere Dame ihr ein wenig ins Gewissen redet: "Vom Sichentführenlassen kann doch keiner leben.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Karl-Heinz Heidtmann am 17. März 2005
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Selten, dass mehrere Rezensenten zum gleiche Urteil kommen. Da muss also etwas dran sein an den fünf Sternen!
In der Tat ist von Keyserling wohl in Vergessenheit geraten. Der SZ gebührt die Anerkennung, mit der Reihe SZ-Bibliothek einige großartige Erzählungen und Romane aus der Versenkung wieder ans Tageslicht gebracht zu haben (siehe auch Lorenzen).
Eduard von Keyserlings Erzählstil und seine Motive erinnern mich ein wenig an Theodor Fontane, bzw. an die um eine Generation jüngere Fortsetzung dieses genialen norddeutschen Schriftstellers. Dort, wo Fontane zum Beispiel im "Stechlin" den Niedergang der alten politischen Ordnung beschreibt, führt von Keyserling diesen auf der gesellschaftlichen Ebene fort.
Von Keyserling arbeitet dabei das Thema einer "Amour fou" in anderer Weise auf als Arthur Schnitzler dies psychologisierend in der "Traumnovelle" (auch SZ-Bibliothek) tut.
Man bekommt Lust, sich auch mit den anderen erhaltenen Werken dieses Erzählers zu beschäftigen.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Janie TOP 1000 REZENSENT am 23. Mai 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Keyserling verpackt eine dramatische Handlung in die schönsten Bilder. Er malt eine schöne frische Sommerstimmung, die selbst durch die tragischen Ereignisse nicht überdeckt werden kann.
Er schreibt über komplizierte psychologische Verhaltensweisen in herrlích einfacher Sprache und ohne schrecklich intellektuell klingende Schachtelsätze.
Es war eine Freude das Buch zu lesen.
Ohne die SZ hätte ich vermutlich nie zu diesem Buch gegriffen, so habe ich aber nun absolute Keyserling-Lese-Lust und werd mich mal umsehen, was er denn sonst noch so geschrieben hat.
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