Die noch recht junge Band, zum Teil bestehend aus Mitgliedern von Firewind, wollen uns mit ihrer Platte in die Hölle und wieder zurück rocken. Das steht zumindest auf dem wenig einladenden Cover. Ob ihnen dieses hochgestochene Ziel in einer Zeit der unzählbaren Neuveröffentlichungen gelingt? Das Cover zumindest würde mich nicht dazu animieren, diese CD aus dem Regal zu fischen und sie einmal anzutesten.
Nachdem in der Band so ziemlich jedes Instrument besetzt war, blieb noch die Position am Mikro frei. Die Griechen wurden in New York fündig, das bekanntlich ziemlich weit entfernt ist von Griechenland. Ein Beweis, daß sie sich bei der Besetzung dieses Postens schon Mühe gegeben haben. Es soll ja Leute geben, die schon maulen, wenn sie zur Freundin bloß einen Ort weiter fahren müssen. Aber egal, die Stimme von Sänger Chandler Mogel passt wirklich sehr gut zu Outlouds Melodic Rock. Beim Hören fühlt man sich zurückversetzt in eine Zeit, als selbst die Herren die Haare hoch gefönt haben und Dauerwelle trugen. Eine Zeit wo Skid Row groß in Mode waren, Foreigner in den Diskotheken rauf und runter gespielt wurde und die Mädchen bei Bon Jovi ohnmächtig zu Boden fielen. All diese Erinnerungen und Einflüsse fangen Outloud auf und transferieren sie in 11 tolle Rock-Songs. Schnelle Rocker und schmalzige Balladen, wie früher eben. Hörbare Spielfreude, gut produziert (Tommy Hansen), da kann man nicht meckern. Ob dies reicht, um die Band nach vorne zu bringen, weiß ich nicht, ich kann mich nicht um alles kümmern. Doch ich kann mir vorstellen, daß es Laune macht die Band live in Aktion zu erleben. Mir gefällt die Platte und die Leser die jetzt interessiert sind, sollten sich mal ein paar Songs anhören.