Peace is not just the opposite of war not just the lapse of time between two wars- peace is more. Peace is when we act right and when there is justice among all human beings and all nations.(Ind.Weisheit)
Ich habe dieser CD erst bewußt zugehört, als ich wieder eine USA-Reise hinter mir hatte. Wieder hatte ich festgestellt, daß von diesen Völkern nahezu nichts geblieben ist, außer lauter Vermarktung und -heute verklärten -Kultstätten. Aber das wäre ein anders Thema...
Beim Zuhören, stellt sich ein sehr intensives Musikerlebnis ein. Die Titel entsprechen einzelnen Riten, sie betreffen die visionäre Vorstellung des Musikers Oliver Shanti und dem Medizinmann SUN BEAR, die von der Heilung der Erde und von der Magie des Friedens handelt.
Shanti verwendet viel Synthesizer und teilweise Drumcomputer. Das irritiert zunächst, zumal die Percussion ,bzw. das Schlagzeug sehr hallig abgenommen wurden, und die "nativ indian percussion" diese Tricks nicht benötigt hätten.(Aber 1995 war der Zauber der Technik wohl auch sehr gegenwärtig.....) So hören wir Songs wie "Indian Ceremony", "Heya Heya" oder "We Could Have Been Brothers". Sie vermitteln das passende Bild. Ein weiter, weißbewölkter Himmel über staubiger Steppe, rote bizarre Felsgruppen. Das sorgt sowohl für Melancholie, als auch für Fernweh..
Shanti setzt eine Vielzahl von Instrumente ein, eine Bass-Violine ,eine 'Glass-Violin',ebenso wie Flöten.Im "Fight Without Fear" gibt es Lautmalerei mit Marschtrommel und Landser-Trompete und außer der bereits erwähnten indianischen Percussion hört man natürlich immer wieder den Adler... Für mich ist das schönste Stück der Titel "Amithaba", wo Ares Mitosinka E-Gitarre und Klaus Kreuzeder Saxophon, in einem wehmütigem, melodisch wunderschönem Zwiegespräch, die Themen aufnehmen. Den Schlußsatz überlasse ich "Chief White Bear" und zitiere: ....."Filled with the rhythm of this music you will be carried by the wings of the eagle."( Der Rhytmus dieser Musik wird in dir schlagen und dich tragen mit den Flügeln des Adlers.)