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Wer bei Santana an lateinamerikanische Percussion denkt, liegt nicht falsch. Wer an gute Rockmusik denkt, liegt auch nicht falsch. "Welcome" enthält diese Elemente, ist aber gleichzeitig viel mehr, nämlich intensive Jazzfusion. Wie fast jede Santana-Formation ist die hier spielende eine vorübergehende, aber was für eine! Am Schlagzeug Michael Shrieve, von Anfang an bei Santana. Percussion: Armando Peraza (bekannt u.a. von Charlie Parker, Tito Puente, Mongo Santamaria) und Jose Chepito Areas. An den Keyboards Tom Coster und Richard Kermode. Am Bass Doug Rauch. Flöten gespielt von Bob Yance, Mel Martin und Joe Farrell. Stimmakrobaten sind Leon Thomas und Wendy Haas, Flora Purim (in "Yours Is The Light") und Carlos selbst. Des weiteren Jules Broussard am Saxophon (in "Mother Africa"), Tony Smith am Schlagzeug (in "Samba De Sausalito"), Streicher in "Light Of Life" und last but not least John McLaughlin an der Gitarre in "Flame-Sky".
Mit viel Hingabe wurde dieses Album eingespielt. Optimistisch und beschwingt reihen sich die abwechslungsreichen Stücke aneinander. Und wie bei "Borboletta" bildet auch hier ein besonders langes Stück den Höhepunkt. Immerhin für elfeinhalb Minuten brennt in "Flame-Sky" der Himmel, und jede einzelne Sekunde davon ist Genuss pur.
Lassen Sie sich diese fantastische CD nicht entgehen. Sie erweitert den Horizont des aufmerksamen Zuhörers - und wer sich in diese schöne Musik hineinversenken kann, wer sich von ihr treiben lässt, dem erweitert sie obendrein völlig ohne Nebenwirkungen das Bewusstsein.
AKTUELLE ERGÄNZUNG: Am 20 Oktober 2003 erschien die CD gleichzeitig mit den Santana-Alben "Caravanserai", "Love Devotion Surrender" (mit John McLaughlin) und "Moonflower" als Digitally Remastered Expanded Edition. Booklet und Liner Notes sind überarbeitet und um ein schönes Foto sowie einen längeren, Hintergrundtext von Hal Miller ergänzt worden. Außerdem hat Columbia die CD jetzt mit Text-Infos (manche CD-Player zeigen im Display die Titel an) ausgestattet.
Doch vor allem enthält das Album als Bonus Track eine sechsminütige Studiofassung von "Mantra", das man bislang nur als Liveaufnahme auf dem Album "Lotus" kannte. Eine sehr engagiert gespielte und warm klingende Version, die mir besonders gut gefällt und sich nahtlos in das Album einreiht. Allein dieser Track macht eine Neuanschaffung für Fans absolut lohnend.
Einer davon war Carlos Santana. Was unter "Caravanserai" mit Titeln wie "Krawane der ewigen Wiederkehr" begann als Stil kommt bei "Welcome" reif zur Vollendung. Heute ist die Platte fast vergessen.
Das Intro ist ein kirchenartiges Keyboard, das in die "ernste" Stimmung der weiteren Titel wie "Love Devotion and Surrender" einführt. Man muß sich nicht mit den Texten oder dem Guru von Carlos und John Mac Laughlin beschäftigen um diese Musik zu mögen. Am besten gefallen mir die ruhigen Titel "Welcome" (eine John Coltrane Komposition) und "Mother Africa". Beide sehr meditativ. Auf der Platte gibt es (außer einem Track) keine langen Gitarrenimprovisationen, wie auf Caravanserei. Pochende und blubbernde Percussions, die Gesangsparts, der Schlagzeuger (noch der von Woodstock) und die Gitarre sind wunderbar aufeinander abgestimmt. "Going home" ist ein Arrangement von Alice Coltrane. "Flaming Sky" hat ein Gitarrenduo mit John Mac Laughlin, es gibt ein schönes Sopran-Solo von Wayne Shorter. "Yours is the light" wird von Flora Purims Gesang getragen, damals groß herausgekommen mit der Bestseller Jazz LP "Return to forever". Reif und emotional klingt auch der Vocal auf "When I look into your eyes".
Die Platte ist bei dieser Besetzung auch für Jazz-Freunde interessant, wer sie mag, sollte sich noch "Caravanserai" und die ebenfalls ruhige (und zugängliche "Borboletta" (mit dem Schmetterlingscover) die 1974 nach "Welcome" erschien.
Wer bei Santana an lateinamerikanische Percussion denkt, liegt nicht falsch. Wer an gute Rockmusik denkt, liegt auch nicht falsch. "Welcome" enthält diese Elemente, ist aber gleichzeitig viel mehr, nämlich intensive Jazzfusion. Wie fast jede Santana-Formation ist die hier spielende eine vorübergehende, aber was für eine! Am Schlagzeug Michael Shrieve, von Anfang an bei Santana. Percussion: Armando Peraza (bekannt u.a. von Charlie Parker, Tito Puente, Mongo Santamaria) und Jose Chepito Areas. An den Keyboards Tom Coster und Richard Kermode. Am Bass Doug Rauch. Flöten gespielt von Bob Yance, Mel Martin und Joe Farrell. Stimmakrobaten sind Leon Thomas und Wendy Haas, Flora Purim (in "Yours Is The Light") und Carlos selbst. Des weiteren Jules Broussard am Saxophon (in "Mother Africa"), Tony Smith am Schlagzeug (in "Samba De Sausalito"), Streicher in "Light Of Life" und last but not least John McLaughlin an der Gitarre in "Flame-Sky".
Mit viel Hingabe scheint dieses Album eingespielt. Optimistisch und beschwingt reihen sich die abwechslungsreichen Stücke aneinander. Und wie bei "Borboletta" bildet auch hier ein besonders langes Stück den Höhepunkt. Immerhin für elfeinhalb Minuten brennt in "Flame-Sky" der Himmel, und jede einzelne Sekunde davon ist Genuss pur.
Lassen Sie sich diese fantastische CD nicht entgehen. Sie erweitert den Horizont des aufmerksamen Zuhörers - und wer sich in diese schöne Musik hineinversenken kann, wer sich von ihr treiben lässt, dem erweitert sie obendrein völlig ohne Nebenwirkungen das Bewusstsein.
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