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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein herber Stilbruch, der aber trotzdem begeistern kann,
Rezension bezieht sich auf: Welcome to the Monkey House (Audio CD)
Das musste ich erstmal verdauen. Nachdem ich Tage und Nächte mit dem Hören von "Thirteen Tales From Urban Bohemia" verbracht habe, konnte ich es kaum erwarten, bis die Dandys endlich ein neues Album am Start hatten. Die Vorabsingle "We Used To Be Friends" war erst mal ungewöhnlich elektronisch und klang so als würde sie direkt aus den Achtzigern kommen, das Jahrzehnt mit dem ich musikalisch auf Kriegsfuß stehe. Aber der eingängige Refrain konnte mich dann doch noch umstimmen.Und mit dem Album muss eben der gleiche Prozess durchgemacht werden: Am Anfang trauert man den Gitarren wirklich nach und das Album verflucht man, doch ein guter Songwriter ist ein guter Songwriter und bleibt ein guter Songwriter. Die Handschrift Courtney Taylors schimmert immer durch, ganz egal, ob jetzt schwere Gitarren oder leichtfüßige Keyboardklänge im Vordergrund stehen. Auch wenn mir ersteres lieber gewesen wäre. Dass man Längen wieder nicht vermieden hat, ist woh auch ein Markenzeichen der Dandy Warhols: "The Dope (Wonderful You)" oder "You Come In Burned" hätte weniger Spielzeit gut getan. Und "Insincere Because I" hätte man nicht vermisst. Doch die Haben-Seite ist bei weitem voller. Da steht zum einen die Leichtfüßigkeit, ja, Naib#vität von Songs wie "Plan A" oder "I Am Sound", sowie die Energie von "Heavenly" oder "We Used To Be Friends". Und "You Were The Last High" ist die Hymne für laue Sommerabende (die jetzt in weiter Ferne sind...). Alte Fans werden sich an die Elektronik gewöhnen müssen, und "...Monkey House" ist sicher kein zweites "Thirteen Tales...". Aber ein spaßiges und unterhaltsames Album ist doch dabei herausgekommen. Und das Albumcover des Jahres sowieso. Highlights: Welcome To The Monkey House; We Used To Be Friends; You Were The Last High; Heavenly Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gewöhnungsbedürftig...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Welcome to the Monkey House (Audio CD)
Zunächst mal ein großes Kompliment an die Dandys mit dem neuen Album nicht auf Nummer sicher zu gehen und die Fortsetzung zu "13 Tales" mit straighten Gitarrenrocknummern zu produzieren.Veränderung und Weiterentwicklung sind immer begrüßenswert. Aber... Man darf es auch nicht zu weit treiben. Nun - auf dem neuen Album erkennt man die Band in der Tat kaum wieder. Die einst vorherrschenden Gitarren muss man wirklich wie die sprichwörtliche Nadel suchen. Statt dessen wird auf Elektronik gesetzt und zum Teil zu Sprechgesang gegriffen. Das Album erinnert je öfter man es hört unweigerlich an die 80er, was zum Großteil auf die Produktion durch Nick Rhodes(Duran Duran)zurückzuführen sein dürfte. Das Album wächst mit der Zeit und hat neben dem hervorragenden Titelstück auch 2,3 weitere sehr starke Songs an Bord. Ich würde trotzdem jedem stolzen Besitzer der Vorgängeralben tunlichst raten, hier nicht blind zuzugreifen. Denn diese Schiene dürfte einigen Alt-Fans sicherlich deutlich zu weit gehen. Und wer hier ein zweites "Bohemian like you" oder "Everyday should be a Holiday" vermutet, dürfte bitter enttäuscht werden. Also einfach mal ganz in Ruhe antesten. Für mich eine solide Platte, die aber nicht ganz meinen Geschmack trifft. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kind of generationsvereinend.,
Von Andreas (Leipzig Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Welcome to the Monkey House (Audio CD)
Jetzt geht's los. Nachdem bei den letzten Alben der Dandy Warhols die Gitarren aus jeder Pore der Musik krochen, nun ein Album mit Hip Hop Beats und 80er Jahre-Synthesizern.Willkommen im Affenhaus. Was gibt's zur Begrüßung? Eine Banane mit Reißverschluß. Doppelter Verweis auf Popkultur. Dann mal her damit. Mitproduziert von Nick Rhodes(Duran Duran-Keyboarder), teilweise mitgeschrieben von Evan Dando und David Bowie. Inspiriert von Dr. Dre und OutKast. Viele Köche verderben den Brei? Mal hören. „Welcome To The Monkey House" erweitert das musikalische Spektrum der Dandy Warhols um sagen wir mal mindestens 60 Prozent. Der gleichnamige erste Track beginnt mit nöliger Stimme und kratzender Gitarre. Mehr nicht. Da erwartet man noch den großen Knall, die überlebensgroße Gitarrenwand nach 1:30. „Come on, come on! You Monkeys!" Aber was bekommt man? Scratching, Keyboards und - ja doch - ein paar Gitarrenriffe im Refrain: „We used to be friends" - formidable Vorabsingle des Albums. Sie sind noch da, die Gitarren. Aber leiser, im Hintergrund, nicht mehr so süffig, so überall wie auf „13 Tales From Urban Bohemia". Und - gleich mal mit angefügt - es gibt auch kein zweites „Bohemian Like You". Trotzdem mindestens eine ganze Hand voll eingängiger Melodien in verführerischen Gewändern. Im dritten Song offenbaren die Dandy Warhols ihren „Plan A". Der besteht aus einer mantramäßig dahingemurmelten Zeile „All of us sing about it" und darin, dass Courtney Taylor-Taylor seine Stimme um eine Oktave nach oben schraubt, dabei jedoch bei weitem nicht so klingt, wie wenn man versucht, wie eine Frau zu singen. Das passiert im Laufe des Albums noch einige mal. Bringt ein bisschen Soul, ein bisschen funkieness. „The Dope(Wounderful You" bringt dann zu ersten mal die etwas tieferen Beats, die dominanten Baßläufe, die gut die Hälfte von "Welcome To The Monkeyhouse" ausmachen. Das erinnert ein bisschen an Michael Jackson, auf den im ersten Song auch angespielt wird. „I Am A Scientist" verbindet Hip Hop-Grundstrukturen mit 70s-Glamrock-Attitüde. Co-written by David Bowie. Überall hauchen und stöhnen oder schreien Stimmen kurze Begeisterungsschreien: „Ah" oder „Huh". Dann die besten Songs. „The Dandy Warhols Love Everyone", wieder mit vorgemachter Falsett und betörender Mitwipp-Melodie. „Insincere Because I" verliert sich ein wenig in seinen Keyboard-Flächen. Aber dann: „You Were The Last High". Definitiv die nächste Single und der beste 80er Jahre-Song des noch jungen Jahrtausends. Klingt nach Duran Duran, nach Lightning Seeds und ist so charmant einlullend - darum definitiv ein Hit. Und fast gitarrenlos. Da vereinen die Dandy Warhols also mal eben drei Jahrzehnte auf „Welcome To The Monkeyhouse". 70er Jahre Rockattitüde plus 80er Keyboard-Geschwurbel plus aktuelle Hip Hop-Beats. Das alles funktioniert. Eine gefällige Sommerplatte mit Mitpfeifanreizen und erhöhtem Suchtpotential. Fluffig, wenn man das sagen darf. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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