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Weitlings Sommerfrische: Roman [Gebundene Ausgabe]

Sten Nadolny
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

14. Mai 2012
Wie wäre es, in die eigene Vergangenheit zu reisen? Sten Nadolny versetzt seinen verblüfften Helden zurück in dessen Jugend – und öffnet ihm nicht nur die Augen über sich selbst, sondern greift auch in seinen scheinbar vorgezeichneten Lebenslauf ein. In einem Sommergewitter kentert das Segelboot des angesehenen Berliner Richters Wilhelm Weitling. Er kommt nur knapp mit dem Leben davon, muss aber feststellen, dass ihn sein Unfall fünfzig Jahre in die Vergangenheit zurückgeworfen hat. Neugierig, aber auch mit sanfter Kritik begleitet er den Jungen, der er einmal war, durch die Tage nach dem Sturm. Wer ist er damals gewesen? Und wie konnte aus diesem Menschen der werden, der er heute ist? Muss er die Erinnerung an seine Eltern, seine erste Liebe, seine Berufswahl, sein ganzes Leben revidieren? Und wird er zu seiner Frau und in sein altes Leben zurückkehren dürfen?Sten Nadolny entführt uns auf eine philosophische Zeitreise, die seinen scharf beobachtenden Helden zu unverhofften Erkenntnissen führt.

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Weitlings Sommerfrische: Roman + Die Entdeckung der Langsamkeit + Ein Gott der Frechheit: Roman
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 6 (14. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492054501
  • ISBN-13: 978-3492054508
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 39.153 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»(...)ein gedanken- und perspektivenreicher Roman über Jugend und Alter, einfühlsam, gelassen und sprachmächtig erzählt - unbedingt lesenswert.«, Rheinische Post, 03.09.2012

»Sten Nadolny schildert seinen Weitling liebevoll mit subtilem Humor und vielen autobiografischen Zügen.«, Nürnberger Nachrichten, 22.07.2012

»Ein kluges, schönes Buch.«, Inforadio, 03.06.2012

»Ein reizvolles Experiment, das schön und mit philosophischem Tiefsinn erzählt ist(...)«, Welt Online, 18.05.2012

»Kühn konstruiert, elegant erzählt.«, Die Zeit, 14.06.2012

»Ein Buch über die verlorene Identität und eine poetische Zeitreise durch das Leben des Autors als multiple Persönlichkeit.«, Radio Bremen, Literaturzeit, 08.10.2012

»Ein Roman, der Ferien vom Ich macht, so erfrischend wie ein sommerlicher Segeltörn.«, Westfälische Rundschau, 22.05.2012

»Schön und mit philosophischem Tiefsinn erzählt.«, Fuldaer Zeitung, 19.05.2012

»(...) ein altersweises Stück Literatur, das still und heiter die Versöhnung mit dem Leben feiert.«, Badische Zeitung, 23.06.2012

»Sten Nadolny wirft (...) viele tiefgründige Fragen über Identitäten, Lebensläufe und Alternativen auf. Aber wie es seine Art ist, tut er dies behutsam, leicht und lesefreundlich.«, Westfalenpost, 27.09.2012

»Einfühlsam, detailgenau, auch vergangenheitssehnsüchtig.«, SZ-Extra, 10.05.2012

»Warum er Schriftsteller geworden ist? Sten Nadolny hat mit dem Roman 'Weitlings Sommerfrische' eine witzig-ironische Antwort darauf gegeben. Eine Art literarische Autobiographie und ein philosophisches Gedankenexperiment.«, Die Presse, 09.06.2012

»'Sommerfrische' ist ein Juwel.«, Handelsblatt, 18.05.2012

»Sten Nadolny schreibt mit sanftem Witz und versteckter Verve, mit Blicken auf Details, die zusammengenommen das große Ganze darstellen, das Leben genannt wird.«, Nürnberger Nachrichten, 11.06.2012

»Diese philosophische Lebensreise ist ein inhaltlicher und sprachlicher Genuss. Unbedingt lesen!«, Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 05.07.2012

»Dieser charmant verspielte Roman ist tiefsinnig, ohne verblasen zu sein, ist tröstlich ohne jeden Anflug von Kitsch.«, FAZ, 15.05.2012

»Als Romancier ist Nadolny ein glänzender Stilist. Der Aufbau der Romane ist wohl durchdacht, die Sätze sind fein ziseliert, leichtfüßig. Was auf den ersten flüchtigen Blick beschaulich wirken mag, ist Ausdruck literarischer Könnerschaft und letztlich auch wieder nur ein raffiniertes Spiel mit unseren Leseerwartungen. Understatement als rhetorischer Bluff.«, Süddeutsche Zeitung, 28.07.2012

Über den Autor

Sten Nadolny, geboren 1942 in Zehdenick an der Havel, lebt in Berlin und am Chiemsee. Für sein Werk wurde er unter anderen mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 1980, dem Hans-Fallada-Preis 1985, dem Premio Vallombrosa 1986, dem Ernst-Hoferichter-Preis 1995 und dem Weilheimer Literaturpreis 2010 ausgezeichnet. Nach seinem literarischen Debüt »Netzkarte« erschien 1983 der Roman »Die Entdeckung der Langsamkeit«, der in alle Weltsprachen übersetzt inzwischen zum modernen Klassiker der deutschsprachigen Literatur geworden ist. Danach veröffentlichte Sten Nadolny die Romane »Selim oder Die Gabe der Rede«, »Ein Gott der Frechheit«, »Er oder ich«, den »Ullsteinroman« und zuletzt der gemeinsam mit Jens Sparschuh verfasste Gesprächsband »Putz- und Flickstunde«.

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50 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Philosophischer Zeitreiseroman 30. Mai 2012
Von Tom Kadi VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Zugegeben: Ich mag Romane, die mit dem Thema Zeitreise spielen (so z.B. "Die Frau des Zeitreisenden") und so bekommt dieses Buch vielleicht einen Sympathiestern zuviel. Aber Nadolny spielt gleichwohl auf eine sehr originelle Weise mit diesem Thema, indem er seine Hauptfigur - einen pensionierten Berliner Strafrichter - auf dem Chiemsee bei einem Segeltörn tödlich (?) verunglücken lässt. Nach einer Ohnmacht erwacht Weitling als ein Gespenst, das an sein eigenes sechzehnjähriges Ich gekettet ist. Solange der junge Wweitling wach ist, muss er mit dessen Augen sehen und hören - doch wenn er schläft, kann er sich von ihm lösen, z.B. durchs Schlüsselloch entweichen und sich frei bewegen. Er kann Kontakt zu denen aufnehmen, die die Geisterstimmen verstehen - den Betrunkenen und Verwirrten, wie seinem dementen Großvater, einem Kunstmaler. Er erfährt, dass es nicht allein ihm so ergeht, dass durchaus noch der eine oder andere für kürzere oder längere Zeit auf "Sommerfrische" geht, bis es ihm erlaubt wird, in sein früheres Leben zurückzukehren. Nach einer gewissen Zeit beginnt sich die Gegenwart, in der er jetzt gefangen ist, zu verändern: Ganz im Gegensatz zu seinen Erinnerungen gelingt seinem Vater, einem mäßig erfolgreichen Schriftsteller, in diesem Herbst des Jahres 1958 nicht der große Durchbruch. Stattdessen steht ein Familienroman seiner Mutter, die eigentlich nie geschrieben hat, kurz vor der Veröffentlichung. Weitling ist beunruhigt. Wie wird sein Leben als alter Mann aussehen, wenn er wieder zu ihm zurückkehrt?
Nadolny hat diese Geschichte genutzt, um eine ganze Menge kluger Gedanken wohl formuliert hineinzupacken. Ein Beispiel gefällig? "Was ist ein Freund? Einer, der einem Geld leiht. Aber von da an ist er es nicht mehr, denn er will es zurück" (S. 70). Man sollte sich also beim Lesen Zeit lassen und nicht nur die durchaus spannende Handlung in sich hineinfressen. Gleichwohl handelt es sich hier nicht um schwere Kost. Ich habe diesen wunderbar leichten Roman an einem ruhigen Pfingstwochenende hintereinander mit großem Vergnügen gelesen.

P.S. Im übrigen bin ich der Meinung, dass Amazon seine in Deutschland erzielten Umsätze auch in Deutschland versteuern sollte!
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück in die Zukunft 9. Juli 2012
Von Gospelsinger TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Wer von uns hat sich nicht schon einmal gewünscht, mit den Erfahrungen von heute in die eigene Jugend zurückgehen und alles viel besser und richtiger machen zu können?
Der Richter a.D. Wilhelm Weitling bekommt diesen Wunsch unfreiwillig erfüllt, als er bei einem Segeltörn auf dem Chiemsee verunglückt. Statt im Krankenhaus wacht er an den Körper seines 16jährigen Ichs gekettet wieder auf, als Geist, der sich nur vom jugendlichen Willy lösen kann, wenn dieser schläft.
Monatelang begleitet Weitling sich selbst als Halbwüchsigen und bemerkt dabei, dass sich gegenüber seinen Erinnerungen kleine Änderungen einstellen. Er bekommt es mit der Angst zu tun, ist es doch nicht sicher, dass er in seine Zeit zurückkehren kann und seine geliebte Astrid wiedersieht.
Als Weitling entdeckt, dass sein dementer Großvater ihn hören und mit ihm reden kann, erfährt er, dass eine Zeitreise, wie er sie gerade erlebt, vom Großvater Sommerfrische genannt, sehr häufig vorkommt, und was man tun kann, um in sein erwachsenes Ich zurückzukehren.
Das gelingt Weitling, aber er muss feststellen, dass die vermeintlich kleinen Abweichungen in der Vergangenheit weit größere Abweichungen in der Gegenwart verursacht haben.
Dieser Roman ist ein wunderbares Buch, das man nicht so schnell vergisst und das man sicherlich auch noch mindestens ein weiteres Mal lesen wird, denn es steckt voller kluger Gedanken, philosophischer Betrachtungen und literarischer Bezüge.
Das Buch ist hervorragend geschrieben und spielt gekonnt mit der Idee eines Paralleluniversums und der Möglichkeit, Zeitreisen durchzuführen. Dadurch eröffnet sich eine ganz andere Betrachtung der durchlebten Lebensabschnitte und der getroffenen Entscheidungen, die den weiteren Lebensweg bestimmen.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein philosophischer Trip in die Vergangenheit 21. Juni 2012
Von nicigirl85 TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Richter Wilhelm Weitling hat unheimliche Lust auf einen Segeltrip auf dem Chiemsee, den er sich gönnt, bevor seine geliebte Astrid wieder daheim ist. Voller Freude begibt er sich auf das Segelboot, bemerkt hierbei jedoch nicht, dass sich ein Sturm zusammenbraut. Erst als er schon eine Weile unterwegs ist, sieht er das Unheil auf sich zukommen, doch da hilft es auch nicht mehr die Seerettung zu rufen. Das Boot gerät in Seenot. Als Weitling erwacht, muss er feststellen, dass er sich 50 Jahre zurückversetzt vorfindet und den kleinen Willi von nun an begleitet. Er kann sein Treiben beobachten, jedoch nicht beeinflussen. Und so beginnt Richter Weitling Fragen zu stellen. Wie konnte aus diesem schüchternen Jungen der Mann werden, der er heute ist? Warum hat er viele Geschehnisse völlig anders im Kopf? Trügen seine Erinnerungen ihn sogar? Auch Mutter und Vater sieht er plötzlich mit anderen Augen und so bleibt zu fragen, ob die "Sommerfrische" nicht Auswirkungen auf sein weiteres Leben hat?

Ich mag Bücher über Zeitreisen und so fasste ich zu diesem Buch. Sten Nadolny hat eine wunderbare Art zu Schreiben. Seine Sprache ist so breit, mit Ruhe und Bedacht schildert er die Ereignisse. Es ist wirklich ein Genuss dieses Buch zu lesen und sich darin zu verlieren. Gern hätte man die beiden "Jung" und "Alt" noch eine Weile begleiten wollen.

Fazit: Ein philosophischer Roman, der viele Fragen aufwirft, denen man sich selbst einmal stellen sollte. Gelungener Roman, den ich nur zu gern weiter empfehle.
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3.0 von 5 Sternen Geister der Vergangenheit
Der Richter a.D. Wilhelm Weitling macht einen Bootsausflug auf dem Chiemsee, an dem er ein Haus besitzt, und wird von einem Gewitter überrascht. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von film-o-meter veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Altes neues Leben
Wilhelm Weitling, Richter a.D., lebt ein zufriedenes Leben in Berlin und am Chiemsee. Eines Tages hat er einen Unfall beim Segeln und findet sich plötzlich im Jahr 1958... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von serendipity3012 veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen es dauert
Irgendwie dauert es, bis man sich in das Buch eingefunden hat, ich musste mehrfach anfangen, habe es wieder weg gelegt und dann erneut angefangen, es dauert, bis der Leser gepackt... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Miriam Vorbrook veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen nicht mein geschmack
Die Idee einer Zeitreise in die eigene Jugend ist interessant und vorallem das Zurückkehren in das eigene, nun aber schon veränderte Leben ist gut durchdacht. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von hankele veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Detailfülle contra Lesevergnügen?
Die Idee, sein Leben - um Jahrzehnte zurückversetzt - noch einmal zu leben, ist nicht ganz neu. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von mario veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Raum-Zeit-Reise
Toll, wie der Richter durch sein Leben segelt und dabei sein neues Leben gewinnt. Es liest sich gut und immer besser.
Vor 3 Monaten von Ina Ure veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Schöne Sprache
berührend, regt an zum Nachdenken über die eigene Kindheit bis Erwachsen werden, schöne Naturbeschreibungen, Liebe zum Gebiet rund um den Chiemsee, spannend,... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Suzanne Brunner veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Lesenswert, kleiner Lichtblick innerhalb der Flut von Neuerscheinungen
Ein guter Einfall, der Besuch eines 68jährigen in seiner Jugend als 16jähriger!
Das Motiv ist wohl eher für ältere Menschen interessant. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Kaspar veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Fern geblieben
Die Idee ist nicht ganz neu, aber verführerisch: Man imaginiert sich ein zweites Leben. Ab einem Schlüsselpunkt, hier einem Segelunglück auf dem Chiemsee, hätte... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Rolf Busch veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen wenn der Anfang nicht stimmt...
...dann ist es für mich mühsam, den weiteren Text glaubwürdig oder interessant bzw. wertvoll zu finden. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Noffhoff veröffentlicht
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