Der Autor über sein Buch
Abstract der ArbeitIn der Studie wird die Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen unter besonderer Berücksichtigung peripher Beschäftigter problematisiert. Dies erfolgt hinsichtlich wachsender Ansprüche an funktionale wie extra-funktionale Kompetenzen. Durch die Flexibilisierung werden viele Erwerbstätige quasi von betrieblicher Weiterbildung ausgeschlossen. Mit der Ableitung eines Flexibilitäts-Stabilitäts-Dilemmas wird darauf hingewiesen, dass dies auf lange Sicht für Unternehmen wenig effizient wirkt, da die qualifikatorische Spanne zwischen internen und peripheren Arbeitskräften wächst und letztlich das Reservoir an unmittelbar einsatzfähigen und einsatzbereiten Personen schrumpft. Die Situation wird für entsprechend agierende Unternehmen mittelfristig problematisch, wenn die Konzentration auf numerisch-quantitative Flexibilität zu einer Segmentation infolge selektiver Qualifikationsförderung führt. Unternehmen profitieren schließlich wesentlich vom umfassenden Wissen Beschäftigter und sind auf das spezifische Wissen im Rahmen von Entwicklungsprozessen angewiesen. Eine flexibilisierte Arbeitsorganisation beschneidet in der Konsequenz Unternehmen um Wissenspotenzial und Wissenskapazität und schließlich um die eigene Entwicklungsfähigkeit, wenn Wissen nicht ausgebildet wird, verloren geht oder nicht transferiert wird. Mit der Arbeit wird auf der Grundlage von realen Arbeitskräftepools aus organisations-ökonomischer sowie aus organisations-psychologischer und soziologischer Perspektive eine Organisationsform begründet, die durch die Koordination von Interessen in einem "kooperativ-systemischen Arbeitskräfte- und Wissenspool" eine Vereinbarung von Flexibilität und Stabilität ermöglicht. Auf regionaler Basis und unter Einbindung verschiedener Wissensträger findet hier eine koordinierte Verfolgung der Ziele Flexibilität und Stabilität zu einer FlexStAbility statt. Sie berücksichtigt mit Bezug auf Turners Liminalitätskonzept und auf den konstruktivistischen Ansatz situierten Lernens individuelle, soziale sowie unternehmerische Interessen unter besonderer Betonung der Wissensförderung im überorganisationalen Kontext.