Am Bahndamm stehend und die E50 mit ihrem schweren Güterzug beobachtend, schweifen die Gedanken ab, erfinden Rad und Holzbahn, und beobachten Stephenson beim Bau der ersten Eisenbahnen.
Es ist eine wahre Freude in diesem Buch zu Lesen. Die Begeisterung des Autors für die Eisenbahn ist in höchstem Maße ansteckend. Es ist ein Technik-Geschichtsbuch. Geschichte verpackt in Geschichten könnte man sagen. Plaudernd rollt Maedel die Vergangenheit der Eisenbahn auf und versteht es, dem Leser auf plastische und kurzweilige Art die Fallstricke und Sackgassen des frühen Bahnbau darzulegen.
Man liest von Spurbreitenkämpfen in England, Eisenbahnpionieren in den USA, von Schiff- und Spannbetonbrücken, warum Pullmann ebendiese Wagen gebaut hat, von der Entwicklung der Bremsen und auch den Zahnradbahnen ist ein Kapitel gewidmet, um nur einige Themen zu nennen.
Das letzte Kapitel ist mit „Eisenbahn heute" überschrieben. Dazu muss man wissen dass die Erstauflage 1965 erschienen war. Interessant zu lesen, welche Visionen man vor 40 Jahren hatte. Erste 200 km/h-Versuche liefen gerade, dafür wurden verschiedene Möglichkeiten der Zugsicherung diskutiert.
Illustriert wird das Buch durch zahlreiche Abbildungen und Tabellen. Auch diese sind von 1965. Dies sollte man vor allem bei den Daten in den Tabellen beachten, die oft nicht mit den heutigen Werten übereinstimmen.
Lesen Sie das als Reprint wieder erschienene Buch „Weite Welt des Schienenstrangs" und nehmen Sie Platz zu einer Reise von den Anfängen bis in die Gegenwart und durch die ganze Welt.