"Weit im Norden" von Marcel Theroux, ein Buch welches 2010 mit dem renommierten AthurC.Clarke Preis nominiert wurde, führt dem Leser eine düstere Zukunfsvision vor Augen, die mich über die Dauer dieses Buches doch ziemlich deprimiert hat.
Klimakatastrophen , Kriege und der daraus resultierende wirtschaftliche Niedergang, haben die Welt, so wie wir sie kennen zerstört. Nur wenige Städte und Landstriche sind bewohnbar und die Menschen kämpfen im wahrsten Sinne des Wortes ums Überleben. Hier regiert der Stärkere, die anderen bleiben auf der Strecke.
Makepeace Hatfield ist ein junges Mädchen, dessen Eltern Quäker waren und in den Norden Sibieriens gezogen sind , um ein natürliches, von Entbehrungen gezeichneten Leben zu führen. Die Stadt in der sie lebten,ist zur Geisterstadt geworden , in der Makepeace nach dem Tod ihrer Eltern ein einsames Leben führt. Sie bewacht die Stadt vor marodierenden Banden und macht eines Tages die Bekanntschaft eines chinesischen Mädchens, dass ihren Sklavenhändlern entwischt ist. Makepeace nimmt das schwangere Mädchen auf und freundet sich mit ihr an.Als die Chinesin eines Tages stirbt ,ist Makepeace noch einsamer als vorher, hat sie sich doch an die Gegenwart eines Menschen gewöhnt. Als dann eines Tages ein Flugzeug in der Nähe der Stadt abstürzt, macht sich Makepeace auf, diesen Ort zu finden, von dem aus das Flugzeug gestartet ist. Die Erfahrungen, die sie mit den Menschen außerhalb ihres Refugiums macht, lassen sie an der Menschheit verzweifeln und sich nach ihrem einsamen Leben zurücksehnen.
Dieses Buch des Schriftstellers Marcel Theroux, das in Russland, bzw. der ehemaligen Sowjetunion spielt, läßt sich flüssig und gut lesen und hat einen sehr angenehmen Sprachstil.Die Geschichte ist interessant aufgebaut und hat schon eine gewisse Spannung entstehen lassen, da zu Anfang noch nicht ganz klar ist, worauf dieses Geschichte hinausläuft.Doch je weiter die Erzählung fortschreitet,je destuktiver und illusionsloser wird sie. Die Erfahrungen,die Makepeace macht, sind erschreckend, macht der Leser doch die Erfahrung, dass ein Menschenleben hier nicht viel gilt. Die Zivilation ist zum Erliegen gekommen, man ernährt sich von dem was man findet, oder gegebenfalls anbaut und die Menschen werden als Sklaven gehalten und in verseuchte Städte geschickt, um dort brauchbare Gegenstände zu finden, die noch weiter vewertet werden können.
Ich habe ja schon einige Zukunftsromane gelesen, doch dieses Buch, was mich zu Anfang noch gefangen genommen hat, hat mich mit seiner Trostlosigkeit doch ganz schön runtergezogen.Das Leben, das dort beschrieben wird, abgesehen von der Beschwerlichkeit, die ein Winter zu dieser Zeit mit sich bringt, war so frustrierend,dass ich das Buch zwischendurch immer wieder weggelegt habe.Man muss schon eine gute Ausgangsstimmung haben, um die Geschehnisse dieser Geschichte zu verdauen.
Sicherlich werde ich dieses Buch in Erinnerung behalten, weil es so eindinglich geschrieben wurde, aber ich hoffe, dass die Vision dieses Romans nie Wirklichkeit wird.