Dieses Album des Schlager-Allrounders G.G. Anderson erschien 1992 und dies erklärt schon einiges für den Stil des Werks. Zu jener Zeit hatte er nämlich Riesen-Erfolg als Produzent, Texter und Komponist für die „Wildecker Herzbuben" und „Herzilein" wurde rauf- und runtergespielt. Grund genug für G.G., auch einmal tief in die Volksmusik hineinzuschnuppern. Mit „Weiße Rosen schenk' ich Dir", dem Titelsong gelang dies noch in erträglicher Art und Weise. Mit dem Titel gewann er zweimal hintereinander die ZDF-Hitparade, bis heute sein größter Erfolg in dieser Sendung. Mit Geigenmusik angereichert, schmalzig, eingängig, romantisch. Heute noch für jede Hochzeit geeignet. Auch „Rosalie" ist zwar voll auf der „Volksmusi-Welle", hat aber wenigstens noch einen Mitgröhl- und Schunkeleffekt. Bedingt partytauglich. Aber - und das sage ich durchaus als Fan - die Mehrzahl der Stücke ist einfach widerlich. „Ich kann Mädchen nicht weinen seh'n, dafür sind sie doch viel zu schön", aus der Mottenkiste. „Nur der Mond vom Wolfgangsee" dürfte auch nur den Ex-Kanzler begeistert haben und für den Trash-Hit „Husch, Husch ins Körbchen" lohnt sich der Kauf der CD (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)