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Weiskerns Nachlass (suhrkamp taschenbuch)
 
 

Weiskerns Nachlass (suhrkamp taschenbuch) [Kindle Edition]

Christoph Hein
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Rüdiger Stolzenburg, 59 Jahre alt, hat seit 15 Jahren eine halbe Stelle als Dozent an einem kulturwissenschaftlichen Institut. Seine Aufstiegschancen tendieren gegen null, mit seinem Gehalt kommt er eher schlecht als recht über die Runden. Er ist ein prototypisches Mitglied des akademischen Prekariats. Dieser »Klasse« fehlt jede Zukunftshoffnung: Die selbst gesetzten Maßstäbe an die universitäre Lehre lassen sich nicht aufrecht erhalten; die eigene Forschung führt zu keinem greifbaren Resultat. Für das Spezialgebiet des Rüdiger Stolzenburg, den im 18. Jahrhundert in Wien lebenden Schauspieler, Librettisten und Kartografen Friedrich Wilhelm Weiskern, lassen sich weder Drittmittel noch Publikationsmöglichkeiten beschaffen. Und dann erweist sich das angeblich sensationelle neue Material aus dem Nachlaß von Weiskern auch noch als Fälschung. Seine Bemühungen, eine ihn ruinierende Steuernachforderung zu erfüllen, machen ihm endgültig deutlich: die Welt, die Wirtschaft, die Politik, die privaten Beziehungen – alles ist prekär. Sie zerbrechen, sie setzen Gewalt frei, geben in großem Ausmaß den Schein für Sein aus. Christoph Hein hat mit Rüdiger Stolzenburg eine Figur geschaffen, in der sich prototypisch die Gefährdungen unserer Gesellschaft und unserer Zivilisation am Ende des ersten Jahrzehnts des zweiten Jahrtausends spiegeln. Christoph Hein ist damit der aktuelle, realistische, literarisch durchgeformte Gesellschaftsroman gelungen.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren. Nach Kriegsende zog die Familie nach Bad Düben bei Leipzig, wo Hein aufwuchs. Ab 1967 studierte er an der Universität Leipzig Philosophie und Logik und schloss sein Studium 1971 an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Hein als Hausautor an der Volksbühne Berlin. Der Durchbruch gelang ihm 1982/83 mit seiner Novelle Der fremde Freund / Drachenblut.
Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und Stefan-Heym-Preis.


Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1150 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 321 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (12. September 2011)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B006M9TR3Y
  • X-Ray:
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #47.228 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Moral in den Zeiten der Gier 7. Februar 2012
Von dadaxel
Format:Gebundene Ausgabe
Stolzenburg ist ein Wissenschaftler vom alten Schlage, einer, der für sein Fachgebiet brennt, der lehren und forschen möchte. Er selbst würde sich in dieser braven Rolle im Elfenbeinturm auch genügen, aber um ihn herum ist nichts, was noch genügsam wäre. Er hungert im Universitätsbetrieb auf einer halben Stelle, sieht sich von der Oberflächlichkeit der Studenten und der berechnenden Geilheit der Kollegen umgeben. Und während er sich mit Vorträgen und Artikeln über Wasser zu halten sucht, torpediert ihn das Finanzamt mit einer Steuernachforderung. Mit 59 Jahren hat er keine gesicherte Existenz, keine klare soziale Bindung und kein erstrebenswertes Lebensziel. Nur einen Traum: Eine Ausgabe der Werke Weiskerns.

Das durchgängige Thema von Christoph Heins Roman "Weiskerns Nachlass" ist Moral: Wie kann man sich in unserer Zeit allgemeiner sittlicher Verwahrlosung ein Mindestmaß von Anstand und Stolz bewahren? Hein lässt seinen Protagonisten eine Vielzahl Herausforderungen erleben, die nur bei oberflächlicher Betrachtung zusammenhanglos und konstruiert wirken. Eine prügelnde Mädchenbande, ein Deal mit dem Finanzamt, ein Umzug der Eltern ins Altersheim, ein kaum verstecktes eindeutiges Angebot einer Studentin oder gar kriminelle Machenschaften - in jeder dieser Situationen stellen sich Stolzenburg grundlegende moralische Fragen. Das Spektrum wird von Hein bewusst weit gespannt, um dem Leser zu verdeutlichen, dass die Frage der Moral sich uns im Kleinen wie im Großen stellt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Rüdiger Stolzenburg heißt der Protagonist des neuen Romans von Christoph Hein. Er ist 59 Jahre alt und hat seit undenklichen Zeiten eine halbe Planstelle als Dozent für Kulturwissenschaften in Leipzig inne. Lange hat er die Hoffnung gehabt, wenigstens als Akademischer Rat auf eine ganze Stelle berufen zu werden, doch langsam muss er diese Hoffnungen begraben, denn das Kulturwissenschaftliche Institut ist von massiven Mittelkürzungen betroffen. All die Jahre hat er sich mit zusätzlichen freiberuflichen Aufträgen über Wasser gehalten. Er hat Vorträge gehalten, viele auch mehrmals, Artikel und Rezensionen verfasst, doch in den letzten Jahren nehmen die Aufträge dramatisch ab. In den Zeitungen und Radiostationen arbeiten jetzt jüngere Leute, die Stolzenburg nicht mehr kennen und die auch keine Wertschätzung mehr haben für seine gediegene und anspruchsvolle Art zu arbeiten.

Über eine lange Zeit war Rüdiger Stolzenburg stolz darauf, dass er, anders als alle andere Kollegen am Institut, jede seiner Vorlesungen und Lehrveranstaltungen neu entwickelte und vorbereitete und nie einen Text mehrmals in einer Vorlesung benutzte. Lange wurde er deshalb von den Kollegen geschnitten, doch in der letzten Zeit hat er sich dabei ertappt, dass er des Öfteren zum Semesterbeginn zu einem alten Text greift und zu einem für ihn schon abgelutschten Thema, weil er einfach keine Zeit, aber wohl auch keine wirkliche Energie mehr aufbringen konnte für etwas Neues.

Dies hängt auch zusammen mit seiner Faszination über sein Lieblingsthema, für das sich aber sonst niemand zu interessieren scheint, und für das er auch keinerlei Fremdmittel aquirieren kann.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unsere schöne neue Welt 6. Januar 2012
Von Dieter Drewitz TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Dozent Rüdiger Stolzenburg reist in einem Billigflieger zu einem Vortrag. Niemand außer ihm scheint zu bemerken, dass das Flugzeug abstürzen wird. Die Propeller bewegen sich nicht mehr. Er ist von Angst gelähmt.
So beginnt Christoph Heins neuer Roman. Erst viel später erfährt der Leser, dass Stolzenburg in einer mit modernen Strahltriebwerken angetriebenen Maschine sitzt. Es war seine Wahnvorstellung, die auf sein Grundproblem hindeutet. Alles im Leben des neunundfünfzigjährigen Kulturwissenschaftlers scheint aus der Bahn zu laufen. Seit fünfzehn Jahren wartet er darauf, dass seine halben Stelle an der Universität Leipzig zu einer Vollzeitstelle wird. Nur mit Vorträgen und Artikeln kann er sich finanziell einigermäßen über Wasser halten. Er hadert mit dem Altern, ist seit Jahren geschieden. Den Kontakt zu seiner Ehefrau hat er ganz abgebrochen, seine Tochter ist ihm fremd geworden. Seit einem halben Jahr hat eine feste sexuelle Beziehung. Sein alles beherrschende Hobby, den Nachlass des Librettisten, Schauspielers und Topographen Weiskern als Werkausgabe zu veröffentlichen, kostet ihn nur Geld und Lebenszeit, wird aber nicht als Forschungsprojekt anerkannt. Die verzweifelte Suche nach einem Verleger bleibt erfolglos. Als Dozent hat er einen großen Teil seines Berufsethos aufgegeben. Seine Vorlesungen und Seminare sind, wie die vieler anderer Kollegen, zu Ritualen erstarrt. Letztlich wird er sich auch nicht mehr vor den Bedrohungen des Alltags schützen können. Christoph Hein hat, um es zurückhaltend auszudrücken, eine Vorliebe für Charaktere, die den Leser gleichermaßen anziehen und abstoßen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Gut geschrieben, enttäuschendes Ende
Dies ist eines der Bücher, das sich einfach angenehm lesen lässt. Die Handlung ist völlig unaufgeregt und dreht sich um die Alltagserlebnisse eines... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von E.W. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolles Werk
Ich habe dieses gute Buch sehr gerne in kurzer Zeit gelesen. Obwohl es kein Thriller oder Action Roman ist, hat der
Autor es verstanden, immer wieder eine gewisse Spannung in... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von christoph018 veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Gut lesbar, aber ...
Um es gleich zu dagen: das Buch habe ich gern und ein bisschen auf Action rasch wegggelesen. Ein bisschen Actionroman, ein bissxchen Thriller ist es ja (man denke an die... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Zezinho veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Basel einfach
Ein Roman für mündige Leser, ohne Katastrophe und ohne Happy end. Stolzenburg ist einer dieser typischen Hein-Helden, im täglichen Kampf zwischen Anpassung,... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Ostblogger veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolle Story
Ch.Hein zählte schon zu DDR-Zeiten zu meinen Lieblingsautoren. Jetzt habe ich ihn nach langer Ruhezeit wiederentdeckt. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Katrin Püsche veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Lebensumstände des kreativen Prekariats
Christoph Hein war mir zuvor als Autor nur flüchtig geläufig; als ich das Buch zur Hand nahm, vermutete ich “hohe” Literatur, die wohl kunstvoll formuliert ist, aber... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Benedikt Hotze veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein unterhaltsames Buch
Mir hat das Buch gefallen. Es ist mit einem flüssigen und natürlichen Stil geschrieben. Dass es Altherrenliteratur ist, habe ich nicht empfunden. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Honoré veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnete Lektüre, Tragik des Helden Rüdiger...
In einer Zeit, in der nun ebenso Gelehrte - wie alle anderen - vom Fall ins „(akademische) Prekariat“ betroffen sind, berührt diese Geschickte auf besondere Weise. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Dr. Rüdiger Grimm veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der Ehrliche ist der Dumme
Stolzenburg, die Hauptfigur des Romans, ist nicht dumm. Er ist Akademiker und Moralist in einer Zeit und Gesellschaft, in der Wissen immer weniger mühsam erworben und... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von ukbus veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Wer anderen ans Bein pinkeln will...
Der Protagonist dieses Romans namens Rüdiger Stolzenburg ist ein hochqualifizierter Gelehrter, der mit 59 Jahren immer noch auf einer prekären halben Stelle in einem... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Lothar Müller-Güldemeister veröffentlicht
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