Da staunt man. Das sollen The Connells sein, die uns vor ein paar Jahren noch mit "'74-'75" eingelullt haben, denen wir für diesen Song dankbar waren und die wir dann wohlwollend wieder vergaßen? Unmöglich. Solche Stimmen mag man zu diesem Album nur hören, doch wenn man sich das Gesamtwerk der Connells (inzwischen immerhin 7 Alben) zu Gemüte führt, stellt man fest, daß nicht WFAD einen Ausbruch aus ihren gewohnten Bahnen darstellt, sondern vielmehr "'74-'75" und das ganze Album "Ring" selbst, auf dem "'74-'75" nun wirklich kein Kracher ist. Bei WFAD besann man sich darauf, seine eigene Musik zu spielen, wie man es bei den "Ring" vorangehenden 4 Alben schon getan und dabei jeweils für die jeweiligen Zeiten ungewöhnliche und ungewöhnlich gute Werke produziert hatte. Nun sind die Connells nach ihrem Ausflug in die seichte Welt des Soften, der nun wirklich auch kein Fehler war, zurückgekehrt und sind abgeschrofft, wie man ganz deutlich hört. Auch diese CD ist wieder ein Meisterwerk. Die Melodien und der Rhythmus sind griffig und prägnant. The Connells selbst sehen ihr Album mehr als Ausrutscher, aber ihnen scheint ihre eigene Leistung gar nicht bewußt zu sein: Sie schaffen es, den Hörer in eine Stimmung zu versetzen, die man nicht gut beschreiben kann, und gerade das macht den Reiz aus. Die kraftvollen Songs (hier vor allem zu nennen: "Start" und "Pretty Rough") erfüllen den örer einfach mit diesen unbeschreibbaren Stimmung. Auch wenn man die Songs "Adjective Song" und "Let It Go" getrost hätte weglassen können, ist diese CD nicht anders zu nennen als 'Meisterwerk'.