Kurzbeschreibung
Im vorliegenden Band stellen die Autoren zwei Weinländer vor, deren Anbaugebiete geographisch gesehen zusammen gehören. Auch die Sorten sind weitgehend die gleichen. Zudem verbindet Österreich und Ungarn eine lange Geschichte. In beiden Ländern durchlitt die Produktion eine Lähmung nach dem Zweiten Weltkrieg. Österreich erlebte einen heilsamen Schock durch den Glykolskandal 1985, Ungarn den Niedergang des Ostblocks 1989. Heute produzieren mehrere Kellereien beider Länder Weine, die bei den wichtigsten Blindverkostungs-Wettbewerben in Bordeaux und Paris regelmäßig mit Silber- und Goldmedaillen ausgezeichnet werden. Die 100 porträtierten Winzer und ihre Familienbetriebe sind auch im Weltmaßstab bemerkenswert. Sie werden im eigenen Land geschätzt, ja verehrt. Die Tatsache wiederum, dass hierzulande wenige der hervorragenden österreichischen und die großartigen ungarischen Weine gar nicht zu haben sind, hat drei Gründe: Die Weingebiete sind insgesamt verhältnismäßig klein. Die Betriebe sind Manufakturen. Und die Menschen sind in beiden Ländern chauvinistische Weintrinker. Sie trinken die guten eigenen Weine selbst. Man muss also hinreisen, um sie zu entdecken. Eine Reise, die sich lohnt.
Über den Autor
Peter Meleghy ist 1939 in Budapest geboren, wuchs dort mit Mutter, Bruder und einer grandiosen Köchin auf, die bis zur Schließung der Klöster durch die kommunistische Regierung Küchenchefin einer Abtei gewesen war. Der Autor lebt seit 50 Jahren in Deutschland. Nach verschiedenen Studien und Zeitungsvolontariat ist er seit über 30 Jahren freier Journalist und Mitarbeiter der führenden kulinarischen Zeitschriften unter anderem. Er besucht Ungarn häufig und berichtet über Kunst, Architektur, die Thermen, Hotels, Restaurants, Küche und Keller. Sein Credo: Gut essen und trinken ist die wahre Metaphysik des Lebens. Wohlgemerkt: Nicht teuer essen und trinken.