In einer pittoresken Ecke Österreichs, beim Eisenberg im Südburgenland, lebt und arbeitet Uwe Schiefer an einer puristischen Interpretation des Weinbaus und der Kellertechnik. Der Quereinsteiger, der den Blaufränkisch erfolgreich als "burgundisch" - korrekter als grazilen Terroirwein - interpretiert und damit Welterfolge einfährt, widmet sich dem Grünen Veltliner - von dem es nur wenige Flaschen gibt mit ebensolcher Akribie und Hingabe. Schiefers Credo kann mit "weniger ist mehr" und "naturnah" auf den Punkt gebracht werden, die Weingärten werden bio-organisch bewirtschaftet. Der Tschaterberg, unweit des Eisenberg, besteht aus Glimmerschiefer, Ton, darin eingelagerte Opale und einer sandigen Lehmauflage. Auf den süd_ötlichen und südwestlichen Hängen gedeihen 35 Jahre alte Rebstöcke, die nach der Manier von Lenz Moser in Hochkultur gezogen werden. Auf einer Briefmarken-großen Fläche von 25 Ar wird dort in mühevoller Handarbeit der Grüne Veltliner angebaut. Die Trauben werden in kleine Kisten geerntet. Das Vertrauen in natürliche Prozesse reicht bis in den Keller. Ohne Maischestandzeit wird der Seihmost spontan vergoren. Der Grüne Veltliner Tschaterberg wird zu 1/4 im gebrauchten Barrique und zu 3/4 im Stahltank ausgebaut und kommt ungefiltriert auf die Flasche.
Weinbeschreibung: Strohgelb, in der Nase Zitronen, Wiesekräuter; am Gaumen Birne, Steinmehl, Apfel, sehr würzig, ausgesprochen mineralisch bei mittlerem Körper mit gutem Zug ausgestattet. Sehr eigenständig und süffig.
<strong>Prämierungen</strong>
- Vinaria __ (von 3 Sternen) für Jahrgang 2008