Wer Filme mag, wird dieses Buch lieben. Christoph Dompke schreibt humorvoll und treffend und zeichnet Charakterstudien namhafter Stars - Diven, die einst eine große Karriere hatten und diese mit zumeist platten und unpassenden Filmchen beenden mußten. Dabei gibt es viel zu lachen - ob es nun um die verrutschte Perücke von Joan Crawford, den "Strickpulli-Krieg" zwischen Zsa Zsa Gabor und Elke Sommer oder die ewig lachende Lilo Pulver (Und sie lacht und lacht und lacht ...) geht, die Dompke treffend als Antipodin zur ewig weinden Maria Schell beschreibt. Wir entdecken hierin viele Perlen der Filmkunst, wobei einem der Wortteil "Kunst" häufig im Hals stecken bleibt und obwohl es sich ja zumeist um traurige Abgesänge handelt, kommt der Humor nicht zu kurz. Und das, obwohl manche Ergüsse zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches noch nicht im Kino waren (z.B. "Flashback - Mörderische Ferien" mit Elke Sommer). Schade, daß Dompke nur noch ein weiteres Buch mit ähnlicher Thematik verfaßt hat, in dem es um Kinder in Filmen geht. Man wünschte sich mehr tiefsinnige Analysen des Kinoschaffens.