"Das Buch verdient, unbedingt gedruckt zu werden," schrieb der große Arno Schmidt dem sehr geehrten Herrn Keel vom Diogenes Verlag. Und stellte nach Erscheinen noch eine grössere Rezension in Aussicht. Das hat Arno nur bei wenigen unbekannten neuen Autoren getan. Er hatte den richtigen Riecher. Drei Jahre nach dem Erscheinen bei Diogenes gab es schon eine Ausgabe in der Reihe der Fischer Taschenbücher. Es gab mehr als wohlwollende Rezensionen. Martin Walser lobte es, und Erich Kästner schrieb "Das Buch des jungen Autors hat viele Vorzüge: zahlreiche prächtige Sonderlinge, ironische Zeitnähe und deftige Sprachkraft." Was soll man mehr sagen? Das "westpfählische Sittenbild" greift hinein ins volle Menschenleben und schreibt in 34 Kapiteln Westfalen auf die Landkarte der deutschen Literatur. Genauer, einen fiktiven Ort namens Angelmodde, in dem der Held Kindheit und Jugend erlebt. Keine dörfliche Idylle, voller gezielter Bosheiten gegen die Region und gegen die Zeit. Aber es hat nach 45 Jahren immer noch nichts von seiner Originalität verloren.