Spätestens seit Walt Disney Charles Dickens berühmteste Erzählung mit Mickey Maus verfilmte, ist die Geschichte vom Scrooge und den vier Geistern hinlänglich bekannt. Doch das "Weihnachtslied" einmal zu lesen, lohnt allemal. Die hier vorliegende Ausgabe beinhaltet zur bekannten Geschichte sparsame Zeichnungen von Tatjana Hauptmann, leider nur in schwarzweiß, und ein überaus aufschlussreiches Essay von John Irving im Anschluss des Buches, aus dem Englischen von Richard Zoozmann übersetzt.
Charles Dickens "Weihnachtslied" ist seit seiner Entstehung 1843 längst zum Klassiker avanciert. Humorvoll und mit der richtigen Portion Unheimlichkeit wird "Eine Gespenstergeschichte" erzählt: Der alte Geizhals Ebenezer Scrooge schert sich nicht um Weihnachten und sitzt am Heiligen Abend in seinem Büro in London. Wie immer ist er herzlos und boshaft zu seinem ärmlichen Schreibgehilfen Bob Cratchit. Als Scrooge später am späten Abend nach Hause zurückgekehrt ist, bekommt er Besuch von vier Geistern: Dem Geist Marleys, seines ehemaligen Geschäftspartners, und von den Geistern der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnachtsfeste. Sie zeigen ihm das Glück, das er durch seine Habgier und Selbstsucht versäumt hat, aber auch die Einsamkeit, in der er sterben wird, falls er sein Leben nicht ändert. Zutiefst von den Ereignissen in dieser Weihnachtsnacht betroffen, führt der Besuch der vier Geister dazu, dass Scrooge sich umgehend ändert und aus dem egoistischen kalten Mann ein liebevoller, großzügiger Mensch wird.
"Weihnachtslied" ist eine zutiefst berührende, wundervoll poetische Weihnachtsgeschichte, die zu jedem Fest dazu gehören sollte!
(c) Steffani Lehmann von Literaturtipp.com