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Eine einzigartig harmonischer Klang und emotionale Pop-Kreationen prägten die bisherigen Veröffentlichungen und Touren von Marshall & Alexander. Ihre klassischen Wurzeln bewiesen sie uns jedoch spätestens auf den erfolgreich gegebenen winterlichen Kirchentourneen. wo die dargebotene Mixtur aus einem breiten Liederspektrum und besinnlichen Texten gefiel.
Damit wurde gleichzeitig das Publikumsbegehren nach einem vergleichbaren CD/DVD-Genuss immer lauter, das mit dieser CD nun endlich erhört wurde, wenngleich auch "nur" vom Ansatz her. Denn statt einem Abbild ihres auf den Kirchentouren aufgeführten Repertoires stellen Marshall & Alexander hier ein sehr klassisch-traditionell ausgerichtetes und ausschließlich deutschsprachig gesungenes Weihnachtsalbum vor. Es sind Lieder, die man von Kindesbeinen an kennt.
Auf diesem Album spürt man eines ganz deutlich: Marc Marshall und Jay Alexander haben sich hier voll und ganz eingebracht und diese Mühe hat sich zweifellos gelohnt:
Jay Alexanders Tenor strahlt unbeschwert in einem wunderbar klaren Glanz und Esprit und mir geht dabei ungeachtet der anderen Stimmfärbung sein persönlich bekundetes großes Vorbild nicht aus dem Sinn: Fritz Wunderlich. Marc Marshall, von seiner stimmlichen Anlage und den bisher offenbarten musikalischen Ambitionen her anders als sein Partner eigentlich mehr dem Pop/Jazz als Klassik verbunden, ist gerade in dieser Hinsicht an der Arbeit zu diesem Album zweifellos sängerisch weiter gewachsen. Sein „anheimelnder“ Bariton und ausgesprochen viel Liebe zum Detail stehen dazu dem von Jay Alexander dargebotenen exzellenten Können in nichts nach. Über all dem schwebt zudem eine dual-harmonisch ausgeprägte Sanges- und Lebensfreude. Sie vermitteln dabei eine Nähe, die die Fantasie des Zuhörers mitunter regelrecht in das Geschehen hineinsaugt.
Die musikalische Ausführung bietet dem Hörer direkt live zum Orchester eingesungene Stimmen und ursprungsnahe, sehr einfühlsame Arragements. Es entstanden voluminante wie zarte Klangbilder, die vom Deutschen Filmorchester Babelsberg hervorragend umgesetzt und durch instrumentale Soloparts (Harfe, Zither, Gitarre) ergänzt wurden. So ist Klaus Jäckle dabei, auf dessen Arrangements und solistische Virtuosität auf der Gitarre sich die beiden Sänger bereits bei den Kirchentouren stützen durften. Der ebenfalls mitwirkende GewandhausKinderchor Leipzig besticht durch eine formidable Qualität - glockenhell wie eine Heerschar Engel, wie anders sollte man diesen Klang bezeichnen.
Für mich ein absolut rundum gelungenes Album mit von Sentimentalitäten freiem Gefühl. Alles atmet zutiefst Weihnachten - besinnlich, ja sinnlich, innig wie kraftvoll und glückselig machend. Es ist einfach wunderschön. Ich habe viele Weihnachtsalbem im Regal, auch klassische mit Weltstars, aber keines verströmt nach meinem Empfinden so viel Herzenswärme wie dieses. Was gibt es Besseres als anderen eine Freude damit zu bereiten!?
Wünsche sollen in der Weihnachtsnacht in Erfüllung gehen: Wünschen wir uns also auch in dieser Musikrichtung noch mehr von diesem erstklassigen Duo.