Jimmy MacDonald (Dick Powell) ist ein liebenswert-harmloser Zeitgenosse in New York, der brav seiner Arbeit im Grossraumbüro nachgeht, aber grosse Träume für sich und seine Freundin Betty (Ellen Drew) hat. Er versucht immer mal wieder sich bei Wettbewerben kreativ einzubringen, so auch als die Firma Maxford Coffee medienwirksam einen neuen Slogan sucht. Derjenige, für dessen Einsendung sich die eigens eingesetzte Jury entscheidet, soll $ 25'000 gewinnen. Jimmy versucht es mit "Wenn Sie nachts nicht schlafen können, liegt es nicht am Kaffee, sondern am Bett." und kann die Entscheidung kaum erwarten. Drei seiner Arbeitskollegen, die auch in der gleichen Strasse wohnen, nehmen das als Anlass zu einem folgenschweren Scherz: sie lassen ihm ein gefälschtes Telegramm zukommen, in dem ihm die Kaffeefirma (übrigens ein Konkurrent des eigenen Arbeitgebers) zum siegreichen Slogan gratuliert und ihn zur Abholung des Siegpreises auffordert. Jimmy verkündet rasch die frohe Botschaft und stiefelt gutgläubig los, um das Geld abzuholen. Mr. Maxford ist natürlich überrascht, fällt aber auch auf den Schwindel rein und gibt Jimmy den Check über das Geld mit. Dieser lässt sich nicht lange bitten und besucht ein nobles Warenhaus und einen Juwelier, um seiner Freundin Schmuck zu schenken. Als Maxford merkt, dass seine Wettbewerbsjury immer noch über dem Slogan brütet, will er alles rückgängig, aber das gelingt natürlich nicht so schnell. Jimmy sieht seinen schnellen Aufstieg aber bald den Bach runter gehen.
Trotz der überschaubaren Länge von nur 64 Minuten DVD-Laufzeit fehlt es der satirischen Komödie Christmas in July" (Paramount Pictures, 1940) an nichts. Die Hauptrollen sind sympathisch, aber nicht frei von Fehlern. Viele Elemente des modernen Lebens werden aufs Korn genommen, die Arbeitswelt, die Geschäftswelt, die Medien, das Geld und einiges mehr. Ein Drehbuch mit gleichermassen Herz und Gift schreiben, das ist etwas, das nur wenige so gut schafften wie damals Preston Sturges. Deshalb sollte man sich diesen Film auch heutzutage noch anschauen.
Bei der Zusammenstellung der DVD ist der Anbieter Cine Qua Non seinem Rezept der anderen eigenen Preston-Sturges-Veröffentlichungen treu gelieben. Auch hier gibt es den Film altersbedingt in schwarz-weiss und im Format 4:3. Bild- und Tonqualität sind erfreulich. Die Sprachen gibt es Audio in Deutsch und Englisch, bei den Untertiteln nur Deutsch. Das Bonusmaterial ist üppiger, denn es gibt wiederum einen gut gemachten Prospekt, eine weitere Interview-Sequenz mit Hans-Chrstoph Blumenberg, eine Bildergalerie und die bekannten Trailer zu Werken von Preston Sturges und Otto Preminger. Diese Auswahl an Beigaben garniert den tollen Film auch hier mit aufschlussreichem Bonusprogramm, hat aber Defizite bei den Sprachen. Das reicht noch für vier von fünf Nachbarschaftsgeschenken und einen schönen Ausflug auf das Hochhausflachdach.