90 Minuten lang Ausweglosigkeit und Brutalität im minimalistischem Raum: Holzstämme kreuz und quer auf der Bühne, die Schauspieler turnen darauf herum, von der Bühnendecke hängen Neonröhren. Ein Entrinnen ist nicht möglich. Der Autor, Karl Schönherr, dürfte heute vergessen sein. Zum Regisseur Martin Kusej und zur einzigartigen Hauptdarstellerin, Birgit Minichmayr (die häufig in Großaufnahme zu sehen ist), passt er.
Diese Großaufnahmen der Theateraufführung springen als sofort erkennbarer Unterschied zum Theaterbesuch ins Auge. Selbst die regelmäßigen Erste-Reihe-Sitzer (im Theater) haben diese Sichtperspektiven nicht.
Die "Weibsteufel-Inszenierung" kann ein Klassiker werden, in Wien, und seit Herbst 2011 auch in München am Residenztheater.