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Weibliche Perversionen. Das Buch zum Film 'Female Perversions'.
 
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Weibliche Perversionen. Das Buch zum Film 'Female Perversions'. [Taschenbuch]

Louise J. Kaplan , Sabine Schulte
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 601 Seiten
  • Verlag: Goldmann (1991)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442124220
  • ISBN-13: 978-3442124220
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,7 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 362.575 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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17 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Louise J. Kaplan legt ihrer Studie die These zugrunde, dass Perversionen sich zum größten Teil aus den festgelegten Geschlechtsstereotypen ableiten lassen.
Ihr Ansatz, von den Perversionen auszugehen und sich von dort aus dem sogenannten Normalen zu nähern und es auf mentale Strategien zu untersuchen, die auf versteckte Perversionen hinweisen, eröffnet eine Betrachtungsweise, die es erlaubt, die Realität und Angepasstheit an gesellschaftliche Konventionen -hinsichtlich der Geschlechteridentität- kritisch zu hinterfragen.

Sie beginnt mit der Beschreibung männlicher Perversionen, um die weiblichen deutlich von diesen abzugrenzen. Das Ziel dieses Vorgehens liegt darin begründet, Weiblichkeit nicht am männlichen Maßstab zu messen.

Männliche Perversionen gehorchen ihren eigenen Gesetzen und haben ihren Ursprung in der männlichen Sozialisation und dem Umgang mit den Forderungen der gesellschaftlichen Stereotypen.

Weibliche Perversionen können daher nur spezifisch weibliche Strukturen und Probleme abbilden und auf die Pathologie gesellschaftlicher Stereotype der Weiblichkeit verweisen.
Die mentale Strategie der Perversion markiert den Weg zu der Aufdeckung solcher Pathologien.

Weibliche Perversionen manifestieren sich in einem Verhalten, das Idealvorstellungen von Weiblichkeit -wie Unschuld, innerlichkeit, Unterwürfigkeit- verkörpert und karikiert. Weiblichkeit wird in einem Prozeß der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konventionen auf der Basis familialer Erfahrungen herausgebildet. Dieser Prozeß geht auch mit Schmerzen und Konflikten einher. Die Perversion verweist auf eine Lösungsstrategie im Umgang mit diesen Schmerzen und Konflikten. Diese Lösungen sind zumeist Scheinlösungen und verweisen auf "krankhafte" oder krankmachende Erlebnisse im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Forderungen.

Die Grenze zwischen den Attributen gesund und krank ist als fließend anzusehen.Zudem meinen die Begriffe Perversion und Pathologie nicht die psychiatrisch-medizinischen Termini der Kategorisierung.
Kaplan untersucht auch normal erscheinende Phänomene um zu zeigen, wie sich auch in Alltäglichkeiten (z.B. Schönheitspflege)perverse Strategien offenbaren.

Ein Buch das neue Wege und Einsichten in der kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlich geprägten Konzepten der Weiblichkeit verspricht.

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23 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verschwendete Arbeit 28. März 2000
Von Ein Kunde
Leider basiert der ganze 600-Seiten-Wälzer auf falschen Voraussetzungen. Louise Kaplan geht von der unhinterfragten und empirisch längst nicht mehr haltbaren These aus, dass die "männlichen" Perversionen wie Sadomasochismus oder Fetischismus bei Frauen nicht auftreten. Ein Irrglaube, dem die gesamte Psychoanalyse anzuhängen scheint. Sie belegt diese Behauptung auch nicht weiter, sondern erwähnt sie gerade mal nebenbei - was fatal ist, schliesslich basiert die Grundannahme ihrer ganzen Arbeit darauf. Entsprechend wertlos sind alle Schlussfolgerungen, zu denen Kaplan kommt. Aber Psychoanalytiker lassen sich ja generell ungern durch ordinäre Empirie von ihren Lieblingstheorien abbringen ... dazu müsste man sich ja vom Schreibtisch wegbewegen.
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