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Weibliche Lebenslagen und soziale Benachteiligung: Theoretische Ansätze und empirische Beispiele
 
 
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Weibliche Lebenslagen und soziale Benachteiligung: Theoretische Ansätze und empirische Beispiele [Taschenbuch]

Veronika Hammer , Ronald Lutz
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 383 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (13. Mai 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593369249
  • ISBN-13: 978-3593369242
  • Größe und/oder Gewicht: 21,3 x 15,1 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Von allein erziehenden Müttern bis zu Straßenkindern oder arbeitslosen Frauen - besondere Lebenslagen und soziale Benachteiligung sind nicht unabhängig vom Geschlecht. Die Beiträge dieses Bandes diskutieren den Lebenslagenansatz aus Sicht der Frauenforschung sowohl theoretisch als auch anhand konkreter Untersuchungen zu Situation und Handlungsmöglichkeiten von Frauen in besonderen Lebenslagen.

Der Verlag über das Buch

Soziale Benachteiligung als Geschlechtskategorie Allein erziehende Mütter, Mädchencliquen, wohnungslose Frauen – besondere Lebenslagen und soziale Benachteiligungen sind nicht unabhängig vom Geschlecht. Der Sammelband diskutiert den Lebenslagen-Ansatz theoretisch und empirisch aus Sicht der Frauenforschung. In den Medien kursiert zunehmend die These um angeglichene Geschlechterverhältnisse in Zeiten der Individualisierung. Aktuelle empirische Forschungsergebnisse belegen hingegen erneut ein deutliches Ungleichgewicht in den verschiedenen Lebenslagen von Männern und Frauen. Soziale Benachteiligungen von Frauen in ihren besonderen Lebenslagen zu thematisieren, ist für die weitere Erforschung der Kategorie ‚Geschlecht' sowie für die Entwicklung sozialpolitischer Konsequenzen nicht nur notwendig, sondern grundlegend. Die von Veronika Hammer und Ronald Lutz herausgegebene Textsammlung berücksichtigt relevante weibliche Lebensbereiche und schärft den Blick für prekäre frauenspezifische Lebenssituationen sowohl in theoretischer wie auch empirischer Sicht: Theoretische Ansätze der Lebenslagenforschung und Geschlechtersoziologie werden mit empirischen Nahperspektiven weiblicher Lebenslagen konfrontiert. Die AutorInnen des Bandes diskutieren so konkrete weibliche Lebenslagen und Alltagswelten wie z.B.: Allein erziehende Frauen in Ostdeutschland, Mädchencliquen in öffentlichen Räumen, Restriktionen und Spielräume von Migrantinnen, weibliche Körperlichkeit, gesundheitliche Belastungen von Frauen, Frauen im Erwerbsleben, wohnungslose Frauen. Der Band belebt den Diskurs um geschlechterspezifische Ungleichheiten und gibt neue Anregungen zu einer zeitgemäßen Realisierung von Art. 3 Abs. 2 GG »Männer und Frauen sind gleichberechtigt«.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Um es gleich vorwegzunehmen: Der vorliegende Sammelband unterscheidet sich wohltuend von vielen seiner Art. Er vermeidet die oft ermüdende und zusammenhanglose Abfolge von Einzelbeiträgen, die ihre LeserInnen bekanntlich nur allzu oft ratlos zurücklassen mit der Frage "Was haben die Beiträge eigentlich miteinander zu tun?".
Anders hier. Den HerausgeberInnen und AutorInnen gelingt aus der Gender-Perspektive eine kluge Verknüpfung zwischen theoretisch anspruchsvollen, über herkömmliche Lebenslagenansätze hinausgehenden Konzeptentwürfen zu einer ganzheitlichen Analyse weiblicher Lebenslagen im 1. Teil, die dann auf ausgewählte Dimensionen des lebensweltlichen Alltags von Frauen im 2. Teil angewendet werden - dem Grundsatz folgend, dass eine gute Theorie auch praktisch sein muss.
Die AutorInnen der theoriegeleiteten ersten fünf Aufsätze widmen sich ausgehend von der Identifizierung der Erklärungsstärken bzw. -schwächen traditioneller Ungleichheits- und Lebenslagenforschung der konzeptionellen Weiterführung von Theorieansätzen zur Analyse von sozialer und geschlechtlicher Ungleichheit.
Der 2. Teil des Sammelbandes umfaßt insgesamt zehn Aufsätze, die spezifische weibliche Lebenslagen aus der Nahperspektive beleuchten.

Wegen der gebotenen Kürze der hier veröffentlichten Rezension werden im Folgenden kurz die AutorInnen und die entsprechenden Titel der Beiträge genannt:

Dr. Uta Enders-Dragässer / Dr. Brigitte Sellach: "Weibliche Lebenslagen und Armut am Beispiel von allein erziehenden Frauen"
Dr. Katrin Schäfgen: "Ungleichheit und Geschlechterverhältnis"
Prof. Dr. Verena Mayr-Kleffel: "Netzwerkbeziehungen und weibliche Lebenslagen"
Prof. Dr. Michael Klein: "Stadt, Geschlecht, soziale Ungleichheit"
Dipl.-Soz.päd. Petra Elis: "Lebenslagen-Ansatz und biographisches Konzept"
Dr. Petra Drauschke: "Allein erziehende Frauen in Ostdeutschland"
Dipl.-Soziologin Veronika Hammer: "Eingeschränkte Möglichkeitsräume allein erziehender Frauen - Inspirationen gegen eine Kultur der Ausgrenzung"
Dipl.-Soziologin Dagmar Brand: "Weibliche Lebenslagen und Biographien: Alleinerziehende"
Prof. Dr. Birgit Bütow / Dr. Nentwig-Gesemann: "Mädchen - Cliquen - öffentliche Räume"
PD Dr. Carola Kuhlmann: "Sind Mädchen heute noch benachteiligt? Zum Diskurs von gleichen Chancen und benachteiligten Lebenslagen in der Jugendhilfe"
Prof. Dr. Gudrun Cyprian / Soziologin Marissa Pablo-Dürr: "Zur Lebenslage von Migrantinnen: Restriktionen und Spielräume"
Dr. phil. habil. Anke Abraham: "Weibliche Lebenslagen im Spiegel der Körperlichkeit"
Dr. Anja Jesse: "Gesundheitliche Belastungen von Frauen"
Dipl.-Soziologin Martina Kattein: "Geringfügige Beschäftigung und die Gesetzesreform - Ambivalenz zwischen Förderung und Eindämmung einer prekären Beschäftigungsform"
Prof. Dr. Ronald Lutz: "Wohnungslose Frauen - Zur gesellschaftlichen Konstruktion 'besonderer Lebenslagen'"

Der vorliegende Sammelband legt eindrücklich Zeugnis davon ab, wie notwendig es ist und bleibt, den "weiblichen Blick" quer durch alle Lebensbereiche forschungsprogrammatisch und forschungspraktisch zur Geltung zu bringen. Und zwar ganz im Sinne des politischen Handlungsprinzips von Gender-Mainstreaming als einer Doppelstrategie: Chancengleichheit für beide Geschlechter und die Herstellung der Gleichwertigkeit von weiblich und männlich konnotierten Erfahrungen, Aktivitäten und Handlungsfeldern. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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