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Weißt du, was ich glaube, Paps?: Über Gott und die Welt und die gottverdammte Liebe
 
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Weißt du, was ich glaube, Paps?: Über Gott und die Welt und die gottverdammte Liebe [Gebundene Ausgabe]

Lilian Kähler , Richard Christian Kähler
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Rowohlt (17. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498035568
  • ISBN-13: 978-3498035563
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 607.222 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Entdecken Sie «Lillys Welt» Obwohl er selbst entschieden hat, dass seine Tochter ohne Religion und Kirche aufwachsen soll, ist Lillys Vater schockiert, als sie ihm sagt, dass sie nicht an Gott glaubt. An wen oder was soll seine Tochter sich denn nun in Momenten größter Not wenden? An welchen Werten, an welchem Glauben soll sie sich so in Zukunft überhaupt orientieren? Und: Gibt es denn wirklich keinen «Gott»? Lillys Vater zumindest – obwohl alter Rockmusiker, Motorradfahrer und Satiriker – muss an sich feststellen, dass er in letzter Zeit doch öfter mal wieder betet. Und sei es nur bei einem Flugzeugstart. Und weil es so schwer ist, über sein Innenleben zu reden, schreibt Richard Christian Kähler seiner Tochter Lilly eine Mail mit der Frage: «Warum glaubst du nicht an Gott?» Und ja, auch sie hätte da noch ein paar wichtige Fragen an ihren «Paps» ... Ein ganz besonderes Vater-Tochter-Gespräch, wie es eigentlich alle Eltern und Kinder miteinander führen sollten.

Über den Autor

Lilian Kähler, Jahrgang 1990, macht gerade ihr Abitur und möchte danach Graphikdesign studieren. Sie liebt Kirschblüten, Snowboarden, japanische Comics und Schnorcheln.

Richard Christian Kähler, geboren 1951, lebt als freier Autor in Hamburg und schreibt regelmäßig für die «Titanic» und die «Süddeutsche Zeitung». Er verfasste Kolumnen für den «Stern» und arbeitete als Fernseh-Autor u. a. für Thomas Gottschalk und Olli Dittrich.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lillys Welt 18. September 2010
Puh! Hab heute dieses Vater-Tochter-Briefwechselbuch in einem Rutsch durchgelesen. Gefällt mir ausgzeichnet, denn ich habe mich gut unterhalten und viel gelernt. Hätte ruhig noch ein wenig weitergehen können; ich hätte gern noch mehr erfahren von Paps und Lilly und über die Kunst des Lebens und der Liebe. Zunächst war ich skeptisch, denn "Sofies Welt" mochte ich nicht, aber mit Lillys Welt bin ich schnell warm geworden (der berühmte Funke sprang über), und ich hab weitergelesen wie ein Weltmeister. Jetzt bin ich durch. Manchmal klingen die Briefe wie ein Ratgeber und dann gleichzeitig wie eine Parodie darauf. Aber steht alles drin, worauf es ankommt. Eigentlich ein Jugendbuch, das auch und vor allem Erwachsene lesen sollten. Glänzend geschrieben und extrem lehrreich. Hab zum Beispiel zum ersten Mal die gute alte Quantenmechanik verstanden. Und am Ende war ich auch mit »Gott« versöhnt, denn »Gott« ist ja die Urkraft, die uns am Leben hält. Fazit: Ein außergewöhnlich anregender Vater-Tochter-Dialog über die wirklich wichtigen Dinge im Leben.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Franz
Ich weiß nicht so ganz, was ich von diesem Buch halten soll. Das Erste was mich beim Lesen etwas störte ist, dass es nicht wirklich in Dialog ist, dem man hier folgt. Vielmehr hat man über weite Strecken das Gefühl, dass Herr Kähler ein schlechtes Gewissen hat, dass er seine Tochter nicht schon vor ihrem 18. Geburtstag auf die Fragen von Gott, Glauben, etc. angesprochen hat. Dies zeigt sich z. B. darin, dass er seine Tocher seitenweise regelrecht zutextet.

Über weite Teile des Buches geht es allerdings nicht um das Verhältnis zu Gott, sondern um betrügerische Esoteriker, die bösen Medien oder um die Liebe allgemein. Die Mehrzahl dieser Darstellungen langeweilen jedoch. So z.B. wenn Herr Kähler seiner Tochter klar machen möchte, dass sie sich unbedingt selbst verwirklichen muss und dabei sich niemals das Denken abnehmen lassen sollte, wie so viele andere. Diese Ausführungen erscheinen einerseits überflüssig und zum andern irritiert dabei die Herabsetzung von anderen Menschen, die nur aufgrund bspw. einer Kirchenzugehörigkeit per se fremdbestimmt sein sollen.

Entsprechend gestalten sich auch die theologischen Ausflüge. Der Weg dürfte Belesenen sehr bekannt vorkommen: Gott ist natürlich nicht der Gott der Kirchen, sondern er ist allgemein die Liebe und steckt eigentlich in allem. Auf diese Art macht Kähler dann aus seiner ungläubigen Tochter flugs eine Gläubige, da sie sich ja auch nach Liebe zu Gemeinschaft sehnt. Die Widersprüche dieser Weltanschauung scheinen dabei jedoch an keiner Stelle auf und so führt Herr Kähler nicht einen einzigen Beleg für seine theologischen Aussagen an. Dafür benutzt er aber Unmengen von Zitaten der verschiedensten Leute. Dies jeoch widerspricht ein bisschen seiner Aufforderung zum Selberdenken und zum andern scheint nicht nur an dieser Stelle durch, dass viele seiner Auffassungen auf Google gebaut sind.

Im Untergrund des Buches schwelt zusätzlich ein leichter Antikatholizismus, nach dem vor allem die katholische Kirche besonders schlecht ist. Man merkt darüber hinaus aber auch, dass Herr Kähler nur noch wenig über seine ehemalige evangelische Kirche weiß. So verwechselt er bspw. das Abendmahl mit der Konfirmation.

Kählers Ablehnung des christlichen Credos überzeugt demgegenüber gar nicht. Dies liegt nicht nur daran, dass er sich auf überholte Hypothesen der historisch-kritischen Bibelexegese stützt, sondern vor allem daran, dass die Kernpunkte christlichen Glaubens (Gott als handelnde Person, jeder Mensch als einzigartig (z. B. im Gegensatz zur Reinkarnationslehre), etc.) überhaupt nicht erörtert werden. Er stellt lediglich in den Raum, dass er diese nicht mehr teilen könne.

Auf der andere Seite leistet sich Herr Kähler aber erstaunliche Ausschläge: So muss der Versuch, den eigenen Pantheismus durch die Gnosis und das Thomasevangelium zu rechtfertigen doch sehr verwundern. Immerhin widersprechen die frauenfeindlichen Passagen des Thomasevangeliums sehr deutlich Herrn Kählers sonstigen Intentionen. Auch bei anderen Passagen zu diesem Thema reagiert man erstaunt. So predigt Herr Kähler seiner Tochter am Ende des Buches bspw. allen Ernstes, sie müsse nach ihrer gescheiterten Liebesbeziehung an sich arbeiten, damit sie zum nächsten Mann besser passen würde. Verblüfft fragt man sich, wo da die Selbstbestimmung sein soll?

Alles in allem wirkt das Buch durch alle diese Punkte eher wie eine gegenseitige Selbstbestätigung eines gealterten 68ers und seiner Tochter, die beide darunter leiden, dass ihnen das Materielle allein zu wenig ist, sich aber auch nicht entscheiden können, einen weltanschaulich festen Standpunkt einzunehmen und sich zu einer konkreten Gottesvorstellung zu bekennen. Sie hängen sich deshalb an ein diffuses Gottesbild, das im Wesentlichen mit ihren Gefühlen identifiziert wird. Dadurch bleiben am Ende allerdings nur schlichte Allerweltsweisheiten wie "Alles fließt" und dass man eben lieben müsse, damit alles gut werde.

Insgesamt ist mit diesem Buch damit eine große Chance vertan worden. Interessant wäre gewesen ein offenes Gespräch zwischen Vater und Tochter zu lesen. Stattdessen sieht man einen Vater mit "Mission", dessen größte Angst zu sein scheint, dass seine Tochter eine esoterische Polygamistin wird oder gar den christlichen Gott für sich entdeckt. Die Argumente, die gebracht werden, wirken aber sehr überholt und werden von der Tochter auch nur vereinzelt aufgenommen, da sie ganz andere Schwerpunkte hat, als ihr Vater.

Somit ist das ganze Buch eine gute Grundlage, um sich selbst zu befragen, wie man sich zu den entsprechenden Thesen stellt und über viele Passagen hinweg auch sehr amüsant zu lesen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Als ich die ersten Erwiderungen von Vater und Tochter las, ging mir zunächst der Song von Cat Stevens "Father And Son" durch den Kopf mit der Genugtuung, dass eine Generation später es möglich ist, miteinander per mail zu reden. Bei Stevens klagt der Sohn:" From the moment I could talk I was ordered to listen." Das machte die Beziehung schließlich unerträglich. Hier erleben wir einen Vater, der fast in das Alter von Cat Stevens passt, wie er mit seiner Tochter Gedanken austauscht, die beide ein Stück in ihrer Welt weiterbringen und sich aufeinander beziehen. Das Medium email erweist sich dabei als außerordentlich hilfreich, weil beide sich Zeit zum Überlegen lassen. Im persönlichen Gespräch wäre dazu kaum Gelegenheit gewesen. Womöglich wären auch andere Hinderungsgründe eingetreten, die die Vielzahl und die Tiefe der Gedanken in andere Bahnen gelenkt hätten. Besonders erfreulich ist der natürliche Schreibstil der Beiden. Die Authentizität der Aussagen kommt beim Lesen gut rüber, man spürt geradezu, wie sich Vater und Tochter ernst nehmen und einander zulesen. Im Gegensatz zu sehr vielen Eltern/Kinder-Beziehungen, die so verhärtet sind, dass man sich nur gegenseitig anschreit und einander Vorwürfe über den Lebensstil und -weg des Gegenüber macht, zeigt dieser Dialog in erfrischender Weise auf, dass Gelassenheit des Alters und Sturm und Drang der Jugend miteinander vereinbar sind und den Beteiligten die Möglichkeit eröffnet, neue Welten zu erschließen. Ich bin gespannt, was uns die Beiden in 10 Jahren mitteilen können....
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