Wenn man einige Bücher von Brian W. Aldiss gelesen hat, weiß man, dass dieser Autor einen wunderschönen, phantasievollen und originellen Schreibstil hat.
Komischerweise kommt davon in diesem Buch nichts rüber.
Dieses Buch schildert einen auf dem Mars gestrandeten Debattierclub, der (seltsamerweise völlig losgelöst von den alltäglichen Dingen auf dem Mars, wie z.B. Nahrungsbeschaffung, Ressourcenmanagement, Wartung der Anlagen, usw.) nichts anderes zu tun hat, als sich mit der Situation abzufinden (wieso zurück zur Erde?).
Weil man nun also unendlich viel Zeit hat, forschen alle wild drauflos (merkwürdigerweise aber ist keiner in der Lage, Verhütungsmittel zu produzieren) und ersinnen bei geselliger Runde eine "neue" Gesellschaftsform, ein Utopia auf dem Mars.
Die Menschen sind (fast) alle gut, keiner ist egoistisch oder faul, alle intelligent und daher kann ja nichts schief gehen.
Nebenbei bekommt man naturwissenschaftliche Theorien und eine esoterisch angehauchte Weltsicht um die Ohren geworfen, daß es einem Naturwissenschaftler die Schuhe ausziehen kann.
Die Story (sie hätte auf einer Seite Platz gehabt) ist konstruiert und unglaublich unrealistisch, was irgendwie im krassen Gegensatz zum Anspruch des Buches steht, philosophisch und naturwissenschaftlich fundiert zu sein.