Pressestimmen
Einerseits ist „Weiße Schatten“ ein drauflos geschriebener Reißer über bitterböse Juristen, über erotische Anziehungskraft und mit einem durchaus dubiosen Frauenbild. Zugleich aber lässt Nkosi den Verurteilten die Geschichte einer lebenslangen Demütigung erzählen. Das sind Dinge, die vor Ort lange noch nicht abgeschlossen sein werden, und das ist ein Buch für Menschen, die Südafrikas bitterste Seite nicht gleich wieder vergessen wollen.
Wenn man nicht an Apartheid und an das böse Ende denkt, liest sich der Roman wie eine erotische Länderkunde.
Lewis Nkosis so beklemmender wie aufregender Gefängnisroman von 1986 gehört zu den eindringlichsten literarischen Anklagen gegen den Rassismus.
Lewis Nikosis Gefängnisroman von 1986 gehört zu den eindringlichsten Anklagen gegen den Rassismus.
“Weiße Schatten“ lässt sich nicht auf eine erregend-vibrierende Sex-and-Crime-Geschichte reduzieren. Der Prozess entwickelt sich zu einer politischen Farce, in der die Ankläger an ihrem eigenen System scheitern und Sibiya stolz seine Würde bewahrt. In seinen letzten Stunden versteht er die Freiheitslieder seiner Mithäftlinge. Ein Gesang, den niemand verbieten kann.
Kurzbeschreibung
Die kurze Lebens- und Liebesgeschichte des schwarzen Südafrikaners Sibiya, der angeklagt ist, eine weiße Frau vergewaltigt zu haben.
Nachdem sich ihre Augen schon getroffen hatten, begegnen sie sich eines Tages zufällig in einem Tabakladen. Sibiya und Veronica hatten sich bereits am Strand entdeckt, doch dort trennte sie das Schild »Whites only«. In jedem anderen Land wäre ihre Begegnung der Beginn einer menschlichen Beziehung. Hier, in Südafrika, ist es der Anfang einer Katastrophe …
Die kurze Lebens- und Liebesgeschichte des schwarzen Südafrikaners Sibiya, der angeklagt ist, die weiße Stripperin Veronica Slater vergewaltigt zu haben. Im Bewußtsein des nahen Todes erzählt der Verurteilte einem Schweizer Psychoanalytiker seine Geschichte. Am Ende wird klar: Sibiyas Vergehen besteht darin, als Mensch gedacht, empfunden und gehandelt zu haben, statt auch noch seinen Kopf und seine Sinne der Apartheid zu unterwerfen.