Bei diesem Buch fragt man sich immer, ob es nun ein Krimi, eine , ein Emanzipationsthriller oder eine psychologische Studie ist. Ein bißchen von allem ist auf jeden Fall drin.
Die Hauptfigur ist eine Anwältin, die ihrerseits durch ein Gewaltverbrechen einen gewaltigen Knacks weg hat. Nix Superfrau, nix Überfliegerin - die Heldin ist zerbrechlich und gefährdet, und man bangt die ganze Zeit mit ihr, ob sie die Kurve kriegt. Ausgerechnet in dem nordschwedischen Dorf, aus dem sie ursprünglich herstammt, soll sie sich erholen, und dabei nebenher vielleicht noch den Mordfall aufklären.
Es gibt dort Menschen, die schweigen und es nicht gern sehen, daß ihre Geheimnisse ans Tageslicht gezerrt werden. Und es gibt Menschen, die voller Haß und Vorurteilen stecken.
Hineingeflochten in den Krimi ist die Geschichte einer Wölfin (Gelbbein), deren Leben und Schicksal - vielleicht - auch für das der Heldin des Romans stehen.
Fazit: lesenswert und unterhaltend. Für Frauen, die Krimis mit Anspruch mögen, Krimis, in denen es um alltägliche und/oder gesellschaftliche Probleme geht. Aus Schweden gibt's ja glücklicherweise immer wieder Autorinnen udn Autoren, die das schaffen!