Wenn man, wie ich, schon viele Newbie-Bücher durchgeschmökert hat und etwas weiter ist in der Magie sieht man vieles immer etwas kritischer und von einem anderen Winkel. Und was Eric´s Buch angeht halte ich es für neue Pfadwanderer für absolut ungeeignet. Warum? Da gibt es viele Gründe, der einfachheit halber mal in Stichwörtern:
* Man merkt dem Autor an, das er nur Infos zusammengetragen hat und selber nicht praktiziert. Das ist nicht schlimm, versteht mich da nicht falsch, aber im Buch gibt es keine Grundordnung, die Reihenfolge erscheint mir eher zufällig und das macht das Buch unübersichtlich.
* In manchen Absätzen verliert er sich im unwesentlichen Kleinigkeiten, aber bei wichtigen Infos versagt er. Etwas amüsiert las ich, was er zu den Altar und Gerätschaften schrieb. Die Athame umschreibt er z. B. als ein "schwarzes Messer" und es gibt auch eines mit einem weißen Griff. Warum fällt es ihm schwer, die Athame Athame zu nennen und das "weiße Messer" Boline. Junge das ist Grundwissen, nenne das Kind beim Namen! Wenn du nicht als Autor Neulinge aufklärst, wer sonst?!
* Wer ausschließlich nur weiße Magie - wie der Titel des Names ja auch schon verrät - erwartet hat auf Sand gebaut. Speziell in den Rezepten vom Liebeszauber die er abdrucken lies sind so manche dunkleren Zauber dabei, z.B "Einen abtrünnigen Liebhaber zurückgewinnen" und alle Zauber, in denen die Gefühle eines bestimmten Menschen sich ändern sollen. Du greifst ungefragt in das Gefühlsleben anderer ein, versuchst sie in etwas hineinzuzwingen, was sie vielleicht selber garnicht möchten. Und das meine Lieben ist KEINE weiße Magie und kann ich auch nicht so durchgehen lassen. *mal-ausnahmsweise-sehr-ernst-bin*
* die Rezepturen sind teils schwer zu beschaffen (z. B. einige Tropfen Katzenspucke :) ) und zu manchen gibt es keine weitere Erklärung (in einem Rezept wird gesagt, das man Schutzpulver benutzen soll. Das Rezept bleibt Eric uns schuldig)
* Dem Autor ist es anscheinend entfallen, in welcher Richtung man den Schutzkreis zieht. Ein Detail, das man nicht unter dem Tisch fallen lassen darf, aber ihm wohl nicht so wichtig war. Das ist immer so der Punkt, weshalb ich lieber Bücher von Autor/Innen lese, die mit der Materie vertraut sind. Sie schreiben über die kleinen und großen Feinheiten, die einfach wichtig in der Magie sind. Und es gibt Fehler, die sich für dich evtl negativ auswirken können.
Also einfach nochmal zusammenfassend: In diesem Buch sind zuviele verschiedene Strömungen für Neulinge vereint und viele wichtigen Sachen werden unzureichend oder garnicht erklärt. Es ist ein absolut schlechtes Küchenmagiebuch. Meine Empfehlungen für Interessierte: Lest etwas von Scott Cunningham (Wicca) oder Ulrike Ascher (allg. Magie). Für Rezepte & Rituale finde ich Gerina Dunwich´s Bücher sehr schön und klar geschrieben. Claudia van der Sluis Buch "Alte Traditionen, moderne Hexen" ist ebenfalls herrlich zu lesen.