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Weiße Göttin der Wangora.
 
 
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Weiße Göttin der Wangora. [Taschenbuch]

Meg Gehrts
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Dtv (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423206950
  • ISBN-13: 978-3423206952
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.114.761 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Hamburgerin Meg Gehrts, 22 Jahre alt, erlebt das Abenteuer ihres Lebens: Mit dem Afrikaforscher und Filmemacher Hans Schomburgk geht sie 1913 auf eine Expedition nach Togo, damals deutsche Kolonie. Die beiden drehen dort Dokumentarfilme und, erstmals in der Geschichte des noch jungen Kinos, Spielfilme, mit Meg als Hauptdarstellerin.

In ihrem Reisebericht "Weiße Göttin der Wangora", der 1914 in London veröffentlicht wurde und erst 85 Jahre später auf deutsch erschien, erzählt die Autorin mit erfrischender Offenheit von den ungewöhnlichen Dreharbeiten und von ihrer Neugier auf die Menschen in Afrika, besonders die Frauen, deren Leben sie mit einer für die damalige Zeit bemerkenswerten Aufgeschlossenheit schildert.

Der Verlag über das Buch

»Nicht nur ein spannendes, unterhaltsames Buch über Afrika. Es verrät auch viel über die damalige europäische Gesellschaft, ihr koloniales Denken und ihren unterschwelligen Rassismus. Neben den schillernden, detailreichen Beschreibungen des schwarzen Kontinents sind es gerade die Reflexionen über ihre eigene Heimat, die faszinieren.« Marion Meyer in der ›Westdeutschen Zeitung‹

»Ein erstaunliches Buch. Denn der koloniale Zungenschlag bleibt eine Begleitmelodie im Hintergrund, im Vordergrund entfaltet sich eine fast unbefangene Neugier und Beobachtungsgabe.« Reinhard Osteroth in der ›Zeit‹

»Meg Gehrts ist mit ihren 22 Jahren eine noch unfertige, aber sehr eigenwillige Persönlichkeit – das macht den Reiz dieses Reiseberichts aus. Mit dem Blick für Situationskomik, einem starken Willen und gesundem Menschenverstand meisterte sie auch schwierige Situationen.« Roswitha Buddeus-Budde in der ›SZ‹


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Amüsante Einblicke in ein frühes Afrika, 23. Juli 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Weiße Göttin der Wangora. (Taschenbuch)
Dieses "alte" neue Buch der jungen Meg Gehrts, liest sich insbesondere vor dem Hintergrund spannend und erfrischend, dass zu Beginn dieses Jahrhunderts Afrika noch weitgehend unbekannt für die sogenannte "zivilisierte" Welt war. Häufig schmunzelt man ob der zweifelhaften, damals aber 1914 wohl akzeptierten, Wortwahl und angesichts der aus heutiger Sicht unverständlichen Naivität gegenüber der Bräuche und Gewohnheiten der Ureinwohner.

Wer allerdings einen von Deutschtum und Nationalismus angehauchten Bericht erwartet wird glücklicherweise enttäuscht. Hier schreibt eine Frau, die trotz Ihrer Jungen 22 Jahre eine erstaunliche Reife und Beobachtungsgabe zeigt. Wenn auch stets bemüht den gewohnten Luxus wenigstens ein wenig zu erhalten, so doch offen, experimentierfreudig und flexibel schlägt sich Gehrts durch dieses Buch.

Da die Bücher des großen Afrikaforschers Hans Schomburgk leider inzwischen nur noch antiquarisch zu bekommen sind, stellt dieses Buch zudem eine der wenigen Möglichkeiten dar, einen kleinen Einblick in die Forschungsreisen dieses Pioniers des Dokumentarfilmes zu erhaschen.

Kurzum: ein kurzweiliges Lesevergnügen.

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5.0 von 5 Sternen Weiße Göttin der Wangora, 17. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Weiße Göttin der Wangora. (Taschenbuch)
Ein interessantes Buch über interessante Menschen, die mitsamt des Inhalts von Weiße Göttin der Wangora" im Nichts und Nebel der Geschichte verschwunden sind... Meg Gehrts war- wenn man ihr Glauben schenkt- auf dem Weg, eine international angesehene Schauspielerin zu werden und drehte mit dem Afrikaforscher und ihrem späteren Ehemann Hans Schomburgk Dokumentar- und Spielfilm(e) in der damaligen Musterkolonie" Togo, die anfangs erfolgreich waren, dann aber durch den Ausbruch des Weltkrieges vergessen und schließlich auch verschollen waren. Nur noch wenige Bücher sind darüber zu finden und das Gros des Filmmaterials ging in den Flammen des Krieges unter- zweifelsohne ein großer Verlust für die Filmgeschichte und überhaupt Filme zu und über Afrika in ihren Anfängen. So bleibt dem Leser von heute nur noch dieses kleine Werk von Meg Gehrts, in das sich hineinversetzen leicht fällt und ein lebendiges Bild von Afrika zu Anfang unseres Jahrhunderts gibt.

Die Perspektive ist die längst vergangener Tage und doch ist Meg Gehrts überraschend offen für die fremde Kultur. Natürlich hebt sich auch die junge Schauspielerin von der Umgebung ab, spricht von Negern" und davon, dass sie beispielsweise nie aus einem Topf essen würde, den vorher ein Afrikaner benutzt hat. Aber dennoch zeigt sie sich interessiert, v.a. an afrikanischen Frauen und ihrem Leben, so dass man summa summarum nicht sagen kann, ihre Perspektive sei kolonialistisch- im Gegenteil: eigentlich ist sie recht aufgeschlossen und mag Afrika, diesen damals noch weitgehend unbekannten und unzivilisierten" Kontinent. Man muss dieses Buch also- auch wenn es erst 75 nach seiner Entstehung entdeckt und ins Deutsche übersetzt wurde- vor dem Hintergrund lesen, dass es nahezu 100 Jahre alt ist und die dargestellte Naivität der noch sehr jungen Autorin weniger von Unverständnis oder gar Rassismus als denn vom damaligen Bild über Afrika und die Kolonien herrührt.

Das Buch und sein Text geben deshalb kein Plädoyer für den deutschen Kolonialismus und Nationalismus, sondern ist ein Erfahrungsbericht einer längst vergangenen Zeit. Insofern sehr lesenwert, da es nicht nur ein Afrikabild aus vergessener Perspektive zeigt, sondern auch ein Reiseerlebnis vermittelt, das man heute kaum mehr haben wird. Empfehlenswert!
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