Nach "Und ewig seid ihr mein" (rororo 24106) und "Code Freebird" (rororo 24395) ist "Weiß wie der Tod" (rororo 24604) der dritte Krimi von Roman Rausch mit dem Profiler Balthasar Levy. Eine zweifelhaften Fortschritt macht Levy diesmal insofern als er sich vom Alkoholiker zum Drogensüchtigen weiterentwickelt. Diesmal hat es die Hamburger Kriminalhauptkommissarin angesichts eines von den britischen Inseln herannahenden Unwetters mit drei Toten Männern zu tun, die alle offenbar zuerst mit Dutzenden Schlägen verwundet und danach getötet wurden. Das ist für sie ein Grund, Levy zu bitten, den Kriminalisten Hinweise auf mögliche erfolgversprechende Ermittlungsrichtungen zu geben. Bald stellt sich heraus, daß alle drei Toten selbst Gewalttäter insbesondere gegen Frauen waren und offenbar jemand mit den ihm vorliegenden Informationen einerseits verurteilte und nach Absitzen ihrer Strafe wieder freigelassene Täter und andererseits bislang der Polizei unbekannte Gewalttäter hinrichtet. Doch wer ist dieser selbsternannte Richter und Henker in einer Person, dem es gelingt drei gestandene Verbrecher sichtbar ohne Widerstand zu prügeln und zu töten. Die Auflösung erfolgt auf den letzten der 295 Seiten, wobei unbefriedigenderweise unklar bleibt, wie es mit dem Täter/den Tätern weitergeht. Parallel mit dem Fortschreiten der Story wird der Leser mit der Sucht des Profilers Levi, die auf ein Trauma zurückgeht, das mit seinem Bruder, einem Gewalttäter der gerade vor Gericht steht, vertraut gemacht. Welche Suchtmittel wird er wohl im nächsten Buch von Roman Rausch mit ihm nehmen?