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Weiß und Schwarz - Black and White: Photos aus Deutsch-Südwestafrika / from Namibia 1896-1901
 
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Weiß und Schwarz - Black and White: Photos aus Deutsch-Südwestafrika / from Namibia 1896-1901 [Gebundene Ausgabe]

Wulf Otte , Kim Lisney
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Krebs; Auflage: 1., Aufl. (7. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • ISBN-10: 3932030397
  • ISBN-13: 978-3932030390
  • Größe und/oder Gewicht: 24,6 x 17 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 726.470 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wulf Otte
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Photographien eines Soldaten der Schutztruppen dokumentieren das Leben in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika, heute Namibia: die karge Landschaft und exotischen Tiere, Ortsansichten und Militärgebäude, Angehörige der Schutz-truppen, aber auch das alltägliche Leben von Eingeborenen in ihren Dörfern und in ihrem Kontakt zu den Weißen, daneben auch Portraits von Südwestafrikanern verschiedener Stämme.
Die 1896 bis 1901 entstandenen Aufnahmen zeigen eine scheinbar friedliche Welt. Gleichzeitig spiegeln sie Mentalitäten zum Kolonialismus im deutschen Kaiserreich. Die Bilder lassen die Konflikte zwischen Kolonialmacht und Beherrschten erahnen, die 1904 in den Herero- und Namakriegen offen ausbrachen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eindrucksvoller Bildband 22. November 2007
Format:Gebundene Ausgabe
"Weiß und Schwarz - Black and White", der Titel des Bandes, bezieht sich nicht primär auf die schwarz-weißen Fotografien, sondern vielmehr auf die Weltsicht des Fotografen und seiner Zeitgenossen. Die Bilder spiegeln sehr deutlich das Verhältnis zwischen den Kolonialherren und den afrikanischen Eingeborenen wider und stellen die Situation der Beherrschten dar. Die Bilder sind in ihrer Wirkung durchaus beeindruckend. Bedenkt man, dass nur wenige Jahre nach Aufnahme der Motive ein Aufstand der "Kolonialisierten" fast zu deren Auslöschung geführt hat, bekommt man eine Ahnung von den verschiedenen Aspekten, die in jedem dieser Bilder enthalten sind. Abseits der aus dem Schulunterricht üblicherweise behandelten historischen Inhalte bekommt man hier ein lebendiges Bild aus der Zeit des Kolonialismus.

Der 57 Seiten umfassende einführende Katalogtext wurde von dem Autor Wulf Otte verfasst. Leider kann der von ihm intendierte Diskurs nicht komplett überzeugen. Anstelle einer tieferen Auseinandersetzung mit dem Thema Kolonialismus bleibt er oftmals sehr vage und beschränkt sich auf eine Reproduktion allgemeiner kolonialer Fakten. Hier wäre etwas mehr Tiefe wünschenswert gewesen. Wie in Ausstellungskatalogen üblich, liegt der Text pro Seite zweispaltig in deutscher und englischer Fassung vor.

Der Band selbst ist im Format 17x24,5 cm gehalten, also breiter als hoch. Dadurch unterstützt es die Wirkung der darin abgedruckten Photografien sehr gut, da diese im ähnlichen Format 13x18 cm angefertigt wurden. Als besonderes Bonbon liegt dem Band eine historische Karte Deutsch-Südwestafrikas aus dem Jahr 1905 bei.

Mit "Weiß und Schwarz - Black and White" ist ein eindrucksvoller Bildband entstanden, der das Leben in der deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika um die Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert optisch beschreibt. Die enthaltenen Fotografien sind gut für den Druck aufbereitet worden, haben aber dennoch ihr Flair des Historischen behalten. Der Band selbst lässt sich auf vielfache Art einsetzen. Er ist einerseits Nachschlagewerk für Freunde historischer Bilder, regt aber andererseits auch zur intensiven Auseinandersetzung über das Thema "Kolonialzeit" an. Wer die dazugehörige Ausstellung in Braunschweig verpasst hat und sich für die Thematik interessiert, sollte durchaus über den möglichen Erwerb des Bandes ein paar Gedanken verlieren.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wenn du geschwiegen hättest... 11. September 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Dass akademische Würden heute kein Garant für ein ernstzunehmendes und ausgewogenes Urteil sind wird einem bei lesen des Vorwortes quälend verdeutlicht. In larmoyantem Tonfall wird auf den ersten 3 Halbseiten achtmal angemahnt, dass es der selbstverständlich kritischen" Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte bedarf (gähn).
Dabei fällt auf, dass der Vorwortschreiber offensichtlich selbst nur zu einem einseitigen kritischen Blick in der Lage ist und dieser durch die ideologischen Vorgaben des heutigen Zeitgeistes sowohl beschränkt als auch getrübt ist.
Wie eine Pflichtübung bundesdeutscher Vergangenheitsbewältigung mutet es an wenn er von der burgenähnlichen Architektur vieler kolonialer Wehrbauten mit einer rhetorischen Frage einen Bogen zu Krieg und Völkermord schlägt. Oder was sonst sagen uns die martialischen Wehrbauten....?"
Viel könnten sie uns sagen, wenn man für die damaligen Zeit- und Lebensumstände offen wäre. Z.B. über das harte Leben der Schutztruppler, wie damals militärische Zweckbauten angelegt wurden oder darüber, dass zu Ende des 19. Jahrhunderts der Historismus in der Architektur noch seinen Niederschlag fand.
Auch die Feststellung, dass alte Reiseberichte nur eine Renaissance erleben, weil das Publikum Unterhaltung ala Indiana Jones" sucht, sagt viel über die Borniertheit des Autors, der sich offenbar nicht vorstellen kann, dass es ein breites Publikum gibt, das zum Zwecke eines privaten Studiums sein Wissen bevorzugt aus Quellen von Zeitzeugen bezieht, anstatt sich von ideologisierten Laien die Geschichte gegen den Strich bürsten zu lassen.
Natürlich darf bei einer kritischen" Auseinandersetzung der Missbrauch der Kolonial-geschichte durch die Propaganda der Nazis nicht unerwähnt bleiben, wie das schlimme Wort Kolonialpioniere" suggerieren soll.
Nazis hin, Propaganda her - was spricht dagegen diese Menschen Kolonialpioniere zu nennen? Menschen, die ohne Reiserücktrittsversicherung dem Idealismus ihrer Zeit folgend oder von den Nöten ihres Schicksals getrieben in ein fremdes Land auswanderten, um dort ihr Glück zu suchen? Die ohne Sozialversicherungssysteme in einer feindlichen Umgebung jahrzehntelang harte Kultur- und Aufbauarbeit leisteten? Vielleicht weil dieses Wort im Zusammenhang mit den amerikanischen Pionieren positiv konnotiert ist und es für Deutsche in ihrer Geschichte vor 1945 keine positiven Aspekte geben darf ?

Wie dem auch sei - das Vorwort ist eine Zumutung, der restliche Text halbwegs erträglich und bemüht sich zumindest um Objektivität, kann sich aber von den üblichen Vorurteilen und Einseitigkeiten leider nicht lösen.
So wird z.B. von einer von den Händlern bewusst erzeugten Alkoholabhängigkeit der Eingeborenen berichtet. Dass dies gezielt geschah darf angezweifelt werden, aber zumindest sollte der Ausgewogenheit halber die Tatsache erwähnt werden, dass die deutsche Verwaltung dieses Problem schon früh erkannte und versuchte dem haltlosen Alkoholkonsum Einhalt zu bieten.
Auch erscheinen manche Bildinterpretationen sehr phantastisch und folgen wohl eher dem Prinzip reim dich oder ich fress dich", um klischeehaft diejenigen Vorurteile zu bedienen, die sich aus den Bildern nicht wie selbstverständlich erschließen.

3 Sterne für die Bilder, welche eine Fundgrube darstellen und von Kennern der Materie auch ohne Text richtig einzuordnen sind.
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