Die Zeit ist reif für eine andere Ökonomie. Richtig! Es geht um würdige Arbeitsbedingungen und sinnvolle Produkte. Es geht darum, dass die, die täglich in ihrem Arbeitsprozess Produkte herstellen oder Dienstleistungen erbringen auch darüber mit entscheiden, wie und unter welchen Bedingungen die Produkte hergestellt und Dienstleistungen erbracht werden. Es geht auch darum, die endlichen Ressourcen zu beachten und nachhaltig zu produzieren. Will man die von Ausbeutung dominierte Ökonomie verlassen, muss man sich Alternativen anschauen. Und diese sind in dem kleinen Büchlein mannigfaltig vorhanden. Kein "Linker" oder "Öko" kann auf bessere oder auf schlechtere Zeiten warten und jammern über die politischen Verhältnisse. Wer etwas ändern will, kann tätig werden. Dazu gibt das Buch Anstöße. Die Praxisbeispiele solidarischer Ökonomien sind vielfältig und müssten kein Nischendasein führen, wenn sich mehr und mehr Menschen dazu bekennen würden. Die profitorientierten, menschenverachtenden und Natur zerstörenden Verhältnisse kann man auch wirkungsvoll bekämpfen, wenn man den Alternativen mehr Raum gibt. Das Buch zeigt so viele Beispiele auf, dass für jeden, der Änderungen will, etwas dabei ist. Die Autorin sensibilisiert auch, um zwischen emanzipatorischen Alternativen und neoliberalen Missbrauch unterscheiden zu können. Fazit: Das Buch macht Mut. Die Menschen, die Änderungen wollen, müssen nicht länger ein Nischendasein pflegen und auch keinen nächsten GAU abwarten.