»Meine Mutter brachte mir, als ich noch klein war, bei: Sag erst mal ja, nein sagen kannst du immer noch.« Diese antrainierte Devise hat wohl die positive Lebenseinstellung des Autors mitgeprägt.
Heute sitzt Felix Bernhard im Rollstuhl. Mit 19 hatte er einen schweren Motorradunfall der sein Leben völlig auf den Kopf stellte. Aber und und das ist das Wesentliche, der Autor steckt den Kopf nicht in den Sand, sondern ist ziemlich beweglich, was seine geistlichen Erfahrungen betrifft, aber ebenso beweglich auch auf den europäischen Pilgerwegen. Sportlichen Ausgleich, aber auch Gott findet er bei seinen Wanderungen durch Spanien, Portugal, Frankreich, Polen und Deutschland.
Der Autor berichtet darüber, wie er in größten Krisen bewusst den Aufbruch sucht. Er versteht eine Krise als Chance und steigert sich so, was die Qualität seines Glaubens- und Lebensgefühls betrifft.
Das Buch ist eine Sammlung von Erlebnissen, nicht nur gesammelt auf Pilgertouren, die die Beweglichkeit des Autors zeigen, wobei sein Rollstuhl zeitweise in den Hintergrund gerät, weil es um Glaubenssachen geht, die Bernhard ausspricht. Beinah philosophisch gibt er Anstöße, den Alltag kritisch zu hinterfragen.
Felix Bernhard hat kein frommes Buch geschrieben, vermittelt jedoch wichtige Lebens- und Glaubensweisheiten, die es gilt wieder auf die Tagesordnung zu setzen.