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Weggefährten: Erinnerungen und Reflexionen
 
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Weggefährten: Erinnerungen und Reflexionen [Taschenbuch]

Helmut Schmidt
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 576 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (1. Oktober 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442755158
  • ISBN-13: 978-3442755158
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,9 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.022 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Helmut Schmidt
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

-Dieses sehr persönliche Erinnerungsbuch gibt mehr von dem Menschen Schmidt preis als seine politischen Bücher. Ein spannendes und zugleich unterhaltsames Spiegelbild bedeutsamer Jahre in der Geschichte unserer Republik.- (Neue Ruhr Zeitung)

Kurzbeschreibung

Nach den Memoiren des Staatsmannes jetzt Helmut Schmidts privates Erinnerungsbuch

Helmut Schmidt ist, von allem abgesehen, was er sonst noch war, einer der erfolgreichsten Autoren der Nachkriegszeit. Jetzt legt er sein privates Erinnerungsbuch vor. Und die Leser der Memoiren des großen Staatsmannes werden mit Überraschung sehen, dass der ehemalige Bundeskanzler ebenso von Franz-Josef Strauß zu erzählen weiß wie von Loriot, mit dem zusammen er die Kanzlerfeste in der Berliner Philharmonie veranstaltete. Diese Vielgesichtigkeit seines neuen Buches ist das Faszinierende an einem Alterswerk, in dem Helmut Schmidt von seinem engen Freund Leonard Bernstein erzählt, aber auch von dem Zusammensein mit Erich Honecker, dessen menschliche Dürftigkeit ihn noch in der Rückschau verblüfft.

Es ist ein Buch, in dem Helmut Schmidt von jenen Menschen erzählt, die ihn durch sein Leben begleiteten: Karl Schiller, Ida Ehre, Inge Meysel und Lilli Palmer, daneben die hanseatischen Bürgermeister von Max Brauer bis zu Herbert Weichmann. Aber auch die ausländischen Staatsmänner spielen eine Rolle - Valéry Giscard d´Estaing, Leonid Breschnew, und dann natürlich Literaten wie Böll, Grass und Lenz. Politische Nähe spielte durchaus nicht die entscheidende Rolle. So schätzte er seinen Gegenspieler von der CSU, Franz-Josef Strauß, und sie frotzelten sich gegenseitig mit "Na, Sie alter Gauner", "Na, Sie Lump". Manche in der eigenen Partei blieben ihm fremd.

Es ist ein sehr privates Buch, das Schmidt seinen politischen Memoiren folgen lässt, und vielleicht wird es deshalb vielen Lesern das reizvollste Leseabenteuer sein.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Neue Memoiren des Altkanzlers 2. September 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Der deutsche Altkanzler schreibt Memoiren. Wieder einmal, könnte man boshaft sagen, denn schon in "Menschen und Mächte" und "Deutschland und seine Nachbarn" blickte er auf seine politische Laufbahn zurück. Nun schreibt er in einem für einen Politiker überaus gutem Stil über "Weggefährten", über Menschen denen er in seinen über 80 Lebensjahren begegnete. Bemerkenswert, wie dieser oberflächlich so kühle Hanseat die Kunst im allgemeinen und Künstler wie Inge Meysel, Loriot, Karajan im besonderen liebte. Obwohl allgemein bekannt war, dass Helmut Schmidt passabel Kalvier spielt (es gibt sogar eine Schallplatte, auf der er mit Justus Frantz und Christoph Eschenbach zu hören ist), fragt sich, wann dieser Spitzenpolitiker Zeit fand, diese Liebe zu pflegen. Den etwas langatmigen Kapiteln über Banker und Ökonomen, folgen Themen, in denen Schmidt eine unbestrittene Koryphäe ist: Politiker und Journalisten. Erstaunt liest man, daß Axel Springer fast SPD Mitglied geworden wäre und erst nach einer geschiterten Moskaureise zum gestandenen Konservativen mutierte; fast rührend wirken Schmidts Worte zu Frau Dönhoff. Ausführlich wie selten zuvor werden seine politischen Freundschaften im Ausland beschrieben, mit Valerie Giscard d`Estaing und Kissinger, mit Gerald Ford und dem Japaner Fukuda, aber auch seine befremdliche Sympatie für den Despoten aus Singapur Lee Kuan Yew oder den Putschisten Sadat. Mit Vergnügen liest man des Altkanzlers Spott über die geistigen Fähigkeiten Ronald Reagans.(Mit einem Abrüstungsvorschlag Gorbatschows in Rekjavik 1986 habe der damalige Generalsekretär Reagan "inrellektuell überfordert". Gorbatschow erwiderte:"Das stimmt.") Und wer auch wußte, dass Franz Josef Strauß über den Park des Bundespräsidenten unbemerkt von der Öffentlichkeit ins Bundeskanzleramt kam, konnte doch niemals deren Begrüssungsformel erahnen: Schmidt:"Na, Sie alter Gauner?" Stauß:"Na, Sie alter Lump!" Was der Altkanzler zur eigenen Partei bemerkt, die Vorbilder Kurt Schumacher, Karl Schiller, Carlo Schmid und Fritz Erler, die Auf und Abs im Verhältnis zu Willy Brandt, die Kritik an Eppler und anderen jüngeren, bildet sicher den Höhepunkt von "Wegegefähten". Leider wird er unterbrochen: Schmidt verweigert die Auseinandersetzung mit den Engholms und Lafontaines explizit. Der jetzige Bundeskanzler Gerhard Schöder (SPD) wird im Namensregister sogar mit dem ehemaligen Außenminister Gerhard Schröder (CDU) in einen Topf geworfen; eigentlich schade. Dennoch für politisch interessierte: Pflichtlektüre.
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30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Danke, Freunde! 19. April 2006
Format:Taschenbuch
Ein Mann, der so viel zu erzählen hat wie Herr Schmidt, schreibt seine Memoiren nicht nur einmal - es reicht doch für ein halbes Regal!

Dieses Buch widmet Helmut Schmidt allein den Menschen, denen er in seinem Leben und Wirken (bis 1996, dem Erscheinungsjahr) mehr oder weniger nahe gestanden hat. Es ist gewissermaßen eine Danksagung an alle, deren Bekanntschaft er als eine Bereicherung empfunden hat, beziehungsweise eine Respektsbezeugung an fast den ganzen Rest. Insofern ist dieses Buch wirklich sehr persönlich, sowohl was die Empfindungen des Autors, als auch was die Charakterisierung der beschriebenen Personen betrifft. Über die vielen hundert Seiten erfährt man viel über Helmut Schmidts Wertmaßstäbe, über seine Prinzipien, worauf er im politischen Leben und im persönlichen Umgang Wert legte, über den Wert persönlicher Beziehungen in Politik und den angrenzenden Gebieten.

Als politisch interessierter Mensch kann man aus diesem Buch viel gewinnen: Neben den oben genannten Punkten erhält der Leser aus erster Hand persönliche Einschätzungen vieler wichtiger Persönlichkeiten der letzten fünfzig Jahre, und zwar nicht nur aus der ersten, sondern auch aus der zweiten und dritten Reihe der in der öffentlichen Wahrnehmung Stehenden.

Aus der Anlage des Buches selbst ergeben sich jedoch einige Umstände, die das Lesen etwas weniger ertragreich werden lassen. Zum einen schreibt man über fremde Leute nichts Schlechtes, vor allem nicht, wenn sie schon tot sind. Deshalb werden von den wohl über hundert näher erwähnten Persönlichkeiten vielleicht nur drei oder vier vorsichtig kritisiert. Der viele Streit, den es in all den Jahren wohl gegeben haben muss, wird nicht oder nur beiläufig erwähnt. Interessant ist es darum auch zu sehen, wen er nur kurz oder gar nicht nennt. So sind z.B. die Ausführungen zu Helmut Kohl, Oskar Lafontaine und Erhard Eppler sehr knapp gehalten.

Zum anderen gilt: Wer sich bei so vielen bedankt, darf natürlich möglichst keinen, der es verdient hat, auslassen. Deshalb gibt es viele Seiten, auf denen Persönlichkeiten beschrieben werden, die eine derartige Erwähnung von Seiten Schmidts weiß Gott sicher verdient haben, die aber für den durchschnittlichen Leser kaum von Interesse sind, vor allem Personen, die Schmidts Werdegang im Hamburg der fünfziger und sechziger Jahre begleitet haben.

Darum empfehle ich dieses Buch auch nur Leuten, die sich für Schmidt selber und seine 'Weggefährten' interessieren. Das Werk ist weder eine Autobiographie, noch sind es politische Memoiren. Wer sich für Schmidts Sicht auf seine Politik und den Lauf der Dinge während seiner 'aktiven' Zeit interessiert, sollte lieber seine 'politischen' Erinnerungsbücher "Menschen und Mächte" oder "Deutschland und seine Nachbarn" lesen.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Werbung für die Politik 27. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein ehemaliger Bundeskanzler hat in seinem Leben viele interessante Persönlichkeiten kennengelernt. In diesem Buch beschreibt Helmut Schmidt die Menschen, die ihn am meisten geprägt haben. Beginnend mit Schauspielern und Künstlern über Politiker bis zu Journalisten, Gewerkschaften und Wirtschaftsführern, ließt sich das Buch wie ein Who is Who der Nachkriegsgeschichte. Das interessante an diesem Buch ist, daß Schmidt immer sehr persönliche Eindrücke wiedergibt. Wenn man sich schon immer mal dafür interessiert hat, wie Staatsmänner miteinander umgehen, sollte man diese Buch lesen. Zwei Dinge fand ich besonders faszinierend: 1. Das Kapitel über Freundschaft in der Politik und die ansicht von Schmidt, daß es so etwas wirklich gibt ( Als bestes Beispiel führt er seine Freundschaft mit Valery Giscard d'Estaing an) und 2. die Weitläufigkeit der Interessen und Bekanntschaften dieses wichtigen deutschen Staatsmannes. Für jeden der sich nur ein wenig für Politik interessiert, ist dieses Buch unbedingt zu empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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