Kurzbeschreibung
Auf der Schwelle des 3. Jahrtausends ist die Wallfahrt, ein bereits im Alten und im Neuen Testament bezeugtes Phänomen, weiterhin sehr lebendig. Nach Jerusalem, Rom, Lourdes, Fatima und Tschenstochau pilgern jährlich Millionen Menschen, doch auch der Zustrom zu nur regional bekannten Pilgerstätten ist beträchtlich. Das Anliegen dieses Buches ist es, die Geschichte dieser im Christentum so kontinuierlichen und lebendigen Frömmigkeitsform aufzuzeichnen und dieser Art Religiosität besser auf die Spur zu kommen. Anschaulich wird die Darstellung durch konkrete Beispiele, die exemplarischen Charakter haben. Über die bloße Historie hinaus spricht das Buch von der Sehnsucht des Menschen nach dem Heiligen, von der Suche nach Spuren Gottes in dieser Welt, sogar und gerade an Stätten unsäglichen Leids, selbst in Auschwitz und Dachau am Ende des 2. Jahrtausends. Kompetente Historiker für die jeweilige Epoche, unter ihnen die Herausgeber Branthomme und Chélini, haben sich dieser Aufgabe gestellt. Der Rat des Propheten Jesaja gilt weiterhin: 'Suchet Gott, damit er gefunden wird.'
Über den Autor
Henry Branthomme (ehemaliger Generalsekretär der nationalen Vereinigung der Pilgerleiter Frankreichs), verantwortlich für die Kommission für historische und pastorale Studien des Wallfahrtsverbandes, ist Autor verschiedener Bücher und Artikel über die Kirche. Er ist Domkapitular in Le Mans.Jean Chélini ist Professor für Geschichte an der Universität Aix-Marseille III und am Institut für Politikwissenschaften in Aix-an-Provence. Zahlreiche Buchveröffentlichungen.