Wer sich gründlich auf dem Markt der Psychotechniken und -therapien umgesehen hat, wird sich schon bald nicht mehr auskennen, und nicht verstehen können, bei welchem Problem wo anzusetzen ist - beim Körper, dem Ego, auf der Verhaltensebene...
Ken Wilber, wie in seinen meisten Werken, steht mit diesem seiner frühesten Werke bereit, einmal mehr eine Landkarte zu entwerfen und uns die Orientierung zu erleichtern. Er erklärt, dass zwischen unserem Alltags-Ich und dem göttlichen Grund, mindestens drei Ebenen liegen, dass auf dem Weg "herab" zu diesem Göttlichen, immer größere Aspekte des eigenen Selbst integriert und erschlossen werden müssen, bis das eigene Selbst eben "alles" umfasst, gleichsam "Himmel und Erde" widerspiegelt. Darüber hinaus gibt er uns die entsprechenden (praktischen) geistigen Methoden an die Hand, um auf den jeweiligen Ebenen diese Inegrationsarbeit zu leisten - von der Jungschen Arbeit am eigenen Schatten, über körperorientierte Methoden, bis hin zu den kontemplativen Traditionen der Religionen.
Dem Suchenden oder den Pfad Beschreitenden mögen die "Wege zum Selbst" die Möglichkeit eröffnen, stets zu wissen, mit welchen Methoden er in welcher Tiefe seiner selbst gerade "arbeitet".