Als Kinder verbrachten die Freundinnen Stevie, Emma und Madeleine ihre Sommerferien gemeinsam an der amerikanischen Ostküste. Als Emma bei einem Unfall ums Leben kommt, fährt Jack mit der gemeinsamen Tochter zurück nach Hubbards Point. Nell möchte die Freundin ihrer Mutter kennen lernen und macht sich auf die Suche nach Stevie. Diese lebt und arbeitet als Malerin und Kinderbuchautorin vor Ort. Vom Leben gebeutelt, führt sie ein sehr zurückgezogenes Leben mit ihrer Katze. Zwischen Stevie und Nell entwickelt sich in kurzer Zeit ein inniges Band, das bald auch Jack einschließt. Stevie ist durch ihre gescheiterten Beziehungen in der Vergangenheit zunächst eher zurückhaltend gegenüber Jack, lässt ihn jedoch bald die Tiefe ihrer Gefühle spüren. Und dann ist da noch Jacks Schwester Madeleine, die den tödlichen Unfall verursacht hat und nun nach einem Weg sucht, sich ihrem Bruder und ihrer Nichte wieder zu nähern.
"Wege im Sand" ist eine emotionsgeladene und stimmungsvolle Erzählung, deren Handlung sich in einer wunderbaren maritimen Landschaft entfaltet. Sehr einfühlsam wird die Situation von Nell, auch aus ihrer Sicht, nach dem Tod der Mutter geschildert. Ihr zur Seite steht ein ungemein fürsorglicher Vater. Jack ist ein durchweg sympathischer Held, der es schafft, eine schwere Lebenskrise zu bewältigen, ohne dabei sein Kind zu vernachlässigen. Die innere Verbundenheit zwischen Nell und Stevie erlaubt es der Leserin, die ganze Bandbreite der Emotionen mitzuerleben. Luanne Rices rundum gelungener Roman ist ein überaus liebens- und lesenswertes Buch, das das Herz erfreut. (SaS)