Wenn man einen Krimi aus dem Grafit-Verlag kauft, geht man eigentlich nie ein Risiko ein, und so ist es auch hier. Kommissar Hoyer, bereits aus anderen Krimis der dänischen Autorin Kirsten Holst bekannt, ist im Ruhestand und schiebt Langeweile. So greift er den Vorschlag seiner Frau, den Familienstammbaum zu vervollständigen, gerne auf und begibt sich auf die Reise zu einer entfernten Verwandten. In einer Parallelhandlung eröffnet ein im Sterben liegender Fabrikant seinem Sohn, dass dieser eine Halbschwester hat, mit der das Erbe zu teilen ist. Natürlich hat der Sohn mit dem ganzen Geld gerechnet (und es in Gedanken bereits ausgegeben) und beauftragt einen Privatdetektiv, die unbekannte Schwester zu finden. Wie beide Erzählstränge zusammenkommen und der Fall sich löst, ist sehr gut beschrieben und wirklich spannend! Das einzige Manko ist nicht dem Buch, sondern dem Verlag anzurechnen: die Bücher Kirsten Holst's sind im Deutschen nicht in der richtigen Reihenfolge erschienen.