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Wege übers Land - DDR TV-Archiv ( 3 DVDs )

Ursula Karusseit , Manfred Krug , Martin Eckermann    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 22,99 Kostenlose Lieferung. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Wege übers Land - DDR TV-Archiv ( 3 DVDs ) + Daniel Druskat (DDR TV-Archiv) [3 DVDs] + Märkische Chronik ( 2. Staffel ) - DDR TV-Archiv ( 2 DVD's )
Preis für alle drei: EUR 57,93

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Produktinformation

  • Darsteller: Ursula Karusseit, Manfred Krug, Christa Lehmann
  • Regisseur(e): Martin Eckermann
  • Komponist: Siegfried Matthus
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 3
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Icestorm Distribution GmbH
  • Erscheinungstermin: 19. April 2010
  • Produktionsjahr: 1968
  • Spieldauer: 445 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003ASNWMM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12.309 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Gertrud und Emil übernehmen nach Ihrer Hochzeit einen enteigneten Bauernhof im von den Deutschen besetzten Polen. Hier erlebt Gertrud die Gräuel des faschistischen Überfalls auf die polnischen Gebiete. Ihr Mann meldet sich freiwillig zur Front und kehrt nach dem Krieg nicht mehr zurück. Gertrud verliebt sich neu, will heiraten und Ihren Mann für tot erklären lassen. Unerwartet jedoch taucht dieser plötzlich wieder auf.

Produktbeschreibungen

m Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Magd Gertrud Habersaat, deren bewegtes Schicksal sie während der Kriegs- und Nachkriegszeit von Deutschland nach Polen führt. Nachdem sich ihr Mann freiwillig zur Front meldete und nach dem Krieg nicht wieder auftauchte, geht sie mit ihren zwei adoptierten Kindern zurück in ihr Heimatdorf. Mit viel Kraftaufwand gelingt es ihr, den zweitgrößten Bauernhof der Region aufzubauen. Dann beginnt die Kollektivierung und Gertrud kämpft, da sie ihren hart erarbeiteten Hof nicht aufgeben will. Sie verliebt sich in den Bürgermeister, einen deutschen Kommunisten. Als dieser erfährt, dass Gertrud ihren Mann für tot erklären lassen möchte, will er sie heiraten. Doch auf einmal taucht der verschollene Ehemann wieder auf - aus Westdeutschland - und versucht Gertrud zu überreden, mit ihm zu gehen. Dies bleibt nicht die einzige schwierige Entscheidung, die es für Gertrud zu

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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
4.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lutz Zander TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Der fünfteilige Fernsehfilm "Wege übers Land" des Deutschen Fernsehfunks aus dem Jahr 1968,
beschreibt ein bewegendes menschliches Schicksal während der Kriegs- und Nachkriegszeit in Deutschland. Der gleichnamige Roman von Helmut Sakowski war hierbei die Grundlage für das Drehbuch von Martin Eckermann, der bei dieser Produktion auch die Regie führte.
Im Film selbst werden die Jahre in und nach dem zweiten Weltkrieg, die Flucht und Vertreibung von millionen Menschen, sowie die Zeit des Wiederaufbaus unter schwierigsten Bedingungen in der Sowjetischen Besatzungszone und der späteren DDR, bis zum Beginn der 1960er Jahre thematisiert.

Inhalt:

Als zentrale Figur steht Gertrud Habersaat (Ursula Karusseit) im Mittelpunkt der Geschichte. Sie dient zunächst als junge Magd auf einem Großbauernhof im Deutschen Reich. Ihr Schicksal führt sie nach der Heirat mit Emil Kalluweit (Erik S. Klein) nach Polen. Gemeinsam bewirtschaften sie dort zunächst einen enteigneten Bauernhof, bevor sie das Grauen der Deportation und des Mordens erleben.
Sie adoptieren ein jüdisches Mädchen und einen polnischen Jungen.
Kalluweit meldet sich freiwillig an die Ostfront.
Nach dem Krieg, ihr Mann ist nicht mehr zurückgekehrt, geht sie allein mit ihren Kindern zurück in ihr Heimatdorf und findet zunächst auf ihrem alten Hof Arbeit.
Kurz danach wird sie Neubäuerin und baut aus eigener Kraft, den zweitgrößten Bauernhof des Dorfes auf.
Als die Zwangskollektivierung beginnt ist Gertrud, die ihren Hof verständlicherweise nicht wieder hergeben möchte, zunächst empört.
Später aber ist sie eng eingebunden in die Ereignisse um den Zusammenschluss von Bauern ihres Dorfes zu Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und deren Widersacher.
Ja, sie übernimmt dann sogar den Vorsitz der LPG.
Nebenhandlungen zeigen den Kampf des Kommunisten Willy Heyer (Manfred Krug) gegen die Nazis und die Entwicklung des Gutsbesitzers Jürgen Leßtorff (Armin Müller-Stahl).
Die Kinder sind im späteren Verlauf der Handlung erwachsen und gehen ihre eigenen Wege.
Willy Heyer, dem die Flucht aus dem Konzentrationslager gelang, ist inzwischen der neue Bürgermeister des Dorfes. Gertrud verliebt sich in ihn.
Nachdem Willy, der auf einen anderen Posten in der Stadt abberufen werden soll erfährt, dass Gertrud ihren verschollenen Ehemann Emil Kalluweit für tot erklären lassen will, möchte er sie heiraten.
Doch dann taucht überraschender Weise, plötzlich und unerwartet Emil Kalluweit aus Westdeutschland wieder auf.
Er will Gertrud überreden mit ihm zu gehen...

In weiteren Rollen sind in diesem Klassiker aus dem DDR TV-Archiv u.a. Christa Lehmann, Erika Pelikowsky, Angelca Domröse, Carmen-Maja Antoni, Volkmar Kleinert, Helga Raumer, Gerd Ehlers oder Hans Hardt-Hardloff zu sehen.

Die Erstausstrahlung von "Wege übers Land" erfolgte im September 1968 im Deutschen Fernsehfunk.

1. Teil: (TV-Erstsendung: 22.09.1968, Laufzeit: 86 min)
2. Teil: (TV-Erstsendung: 24.09.1968, Laufzeit: 112 min)
3. Teil: (TV-Erstsendung: 26.09.1968, Laufzeit: 121 min)
4. Teil: (TV-Erstsendung: 28.09.1968, Laufzeit: 56 min)
5. Teil: (TV-Erstsendung: 29.09.1968, Laufzeit: 69 min)

Die Gesamtlänge des fünfteilers betrug bei der Erstsendung 445 Minuten.
Seit Anfang der 1990er Jahre wurde der Film bei verschiedenen TV-Ausstrahlungen als sechsteiler aufgeführt. Dabei wurden der zweite und dritte Teil, die im Original jeweils deutich über 90 Minuten lang sind, auf drei kürzere Episoden aufgeteilt.

Bildbewertung: (Nachtrag vom: 26. April 2010)

Aus Sendetechnischen Gründen wurden in den 80er Jahren häufig ältere, nur auf Filmmaterial vorhandene Produktionen, auf 1-Zoll-MAZ-Bänder überspielt.
Diese Art des Archivierens war zum damaligen Zeitpunkt in vielen TV-Archiven eine durchaus gängige Praxis und darüber hinaus, häufig die einzige und letzte Möglichkeit derartiges Material vor dem Verfall zu retten.
Für die Umsetzung dieses Fernsehklassikers auf DVD stand nun offenbar ebenfalls nur noch solch eine Videokopie zur Verfügung.
Eine direkte digitale Bildbearbeitung des Filmmaterials hätte sicher ein besseres Ergebnis zur Folge gehabt, was in dieser Form aber offenbar leider nicht mehr möglich ist.
Vor diesem Hintergrund gesehen ist die Bildqualität dieser Schwarzweiß Produktion trotz allem als zufriedenstellend anzusehen.
Augenscheinlich kommt das Bild genau wie in den TV-Ausstrahlungen der letzten Jahre
im Format 4:3 zur Ansicht.
Kontrast und Schärfe sind in soweit ebenfalls in Ordnung. Darüber hinaus gehende "Verschlimmbesserungen" jeder Art wurden was die Bildqualität angeht erfreulicherweise unterlassen.
Die fünf Teile des Fernsehklassikers sind in dieser Veröffentlichung auf 3 DVDs in der Originalfassung und länge enthalten.
Als Bonusmaterial gibt es ein ca. 22 Minuten langes Features von Hans-Dieter Schütt unter dem Titel "Ursula Karusseits Wege übers Land" zu sehen.
Die obligatorischen Trailer geben auch hier wieder einen umfassenden Überblick über das derzeitige DVD-Angebot aus dem DDR TV-Archiv.
Das 10-seitige beiliegende Booklet enthält äußerst interessante Hintergrundinformationen zur Entstehungsgeschichte von "Wege übers Land" in Wort und Bild.

Tonbewertung:

Sauber und klar verständlich ist der Ton im Format Dolby Digital 2.0 vorhanden.
Das Klangbild insgesamt ist hierbei wesentlich besser als ich es erwartet hatte.

Gesamteindruck:

Natürlich kann die Bild- und Tonqualität dieser 42 Jahre alten Produktion nicht an heutigen Maßstäben gemessen werden.
Unterm Strich ist die Umsetzung von "Wege übers Land" auf DVD deshalb auch und gerade wegen, des technisch nicht sehr perfekten Zustandes des Ausgangsmaterials, als gelungen anzusehen.

Fazit:

Wer sich dieses echte Highlight ostdeutscher Fernsehgeschichte aus der Produktion des ehemaligen Deutschen Fernsehfunks auf DVD zulegen möchte, der sollte jetzt einfach ohne zu zögern zugreifen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es wird das Schicksal einer Frau dargestellt,die bedingt ihrer Herkunft verurteilt war, ein minderwärtiger Mensch zu sein.Die trotz ihrer Versuche anerkannt zu werden im 2.Weltkrieg immer wieder scheiterte und letztendlich aus Verzweiflung und dem Glauben an eine Veränderung einen Mann heiratete,den Sie nicht liebte.Doch trotz der Schrecklichkeiten im 2.Weltkrieg nie ihre Achtung vor den Menschen und sich selbst verlor.Eine Frau durch Ursula Karusseit verkörpert,wie es Millionen Frauen im und nach dem 2.Weltkrieg erleben mußten.Doch es wird auch die Stärke von Frauen vermittelt,verwaisten Kindern Geborgenheit,Liebe,Strenge und Achtung zu vermitteln.Es ist ein Film,der seine Bedeutung,Erinnerung und Mahnung an künftige Generationen nie verlieren wird.Leider endet dieser Film mit der indirekten Darstellung zweier unterschiedlicher Systeme in Deutschland.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wege übers Land...endlich auf DVD 13. November 2010
Von Ein Kunde TOP 500 REZENSENT
Inhalt
Gertrud und Emil übernehmen nach Ihrer Hochzeit einen enteigneten Bauernhof im von den Deutschen besetzten Polen. Hier erlebt Gertrud die Gräuel des faschistischen Überfalls auf die polnischen Gebiete. Ihr Mann meldet sich freiwillig zur Front und kehrt nach dem Krieg nicht mehr zurück. Gertrud verliebt sich neu, will heiraten und Ihren Mann für tot erklären lassen. Unerwartet jedoch taucht dieser plötzlich wieder auf.

Bildbewertung:
In den zwanzig Jahren nach dem Ende der DDR fanden kaum Filme oder Serien aus dem doch recht umfangreichen und auch beachtenswerten kulturellen Erbe und Schaffens aus dieser Zeitepoche jüngster deutscher Geschichte ihren Weg zur Veröffentlichung auf DVD oder VHS. Nun endlich hat man wohl erkannt, welche zum Teil wahren Schätze jahrelang in den Archiven schlummerten und bringt in und mit der ins Leben gerufenen Reihe "DDR-Archiv", zahlreiche Film-und Fernsehproduktionen jener Zeit, zur Veröffentlichung auf DVD.

Besonders engagiert zeigt sich hierbei das mit Firmensitz in Berlin beheimatete Label "ICESTORM", als Inhaber der exklusiven Verwertungsrechte aller DEFA-Filmproduktionen. Dieses Label hat sich mit seinen Veröffentlichungen von Film-und Serienproduktionen der ehemaligen DDR inzwischen einen verdient guten Namen und Ruf in diesem Genre gemacht. Abermals kommt nun, in der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der "Telepool", ein weiteres wahres Schmuckstück vergangener Fernsehtage in der Reihe "DDR-Archiv", mit dem Fünfteiler "Wege übers Land" zur Veröffentlichung auf DVD.

Bei Wiederholungen im Fernsehen wurde die Reihe bisweilen auch als Sechsteiler gezeigt. Aber die auf dieser Veröffentlichung zu findende Fassung als Fünfteiler ist die, welche durch das DEFA-Studio für Spielfilme produziert und dann erstmals beginnend ab dem 22. September 1968 im damaligen Fernsehen der DDR zu sehen war.

Helmut Sakowski (1924-2005) lieferte mit seinem gleichnamigen Roman die Vorlage für das Drehbuch. Auch einige weitere seiner Werke, die sich zumeist mit geschichtlichen und politisch geprägten Abläufen, sowie der Entwicklungen innerhalb der DDR beschäftigten, wurden verfilmt. Als Beispiele wären hier z. B. "Daniel Druskat" (1976) oder auch "Die Verschworenen" (1971) zu nennen.

Die Regiearbeit bei "Wege übers Land" lag in den Händen von Martin Eckermann (1930-2005). Der durch seine zahlreichen Arbeiten vor allem für das Fernsehen der DDR sehr bekannte Schauspieler und Regisseur, führte u.a. auch die Regie bei den "Tierparkgeschichten", einer 1989 erstmals im Fernsehen der DDR zu sehenden siebenteiligen Serie.

Die erzählte Geschichte bei "Wege übers Land" setzt an im Jahre 1939 in Mecklenburg und geht bis hinein in die Sechziger Jahre der DDR. Über diesen Zeitraum zeigt die Verfilmung das Leben und die persönliche Entwicklung der zentralen Figur der Geschichte, die der "Gertrud Habersaat", in den Tagen des Krieges und der Nachkriegszeit, bis hinein in die Sechziger Jahre. Einzigartig authentisch und grandios verkörpert ist hier die Schauspielerin Ursula Karusseit, in einer der wohl beeindruckendsten Rollen ihres umfangreichen Schaffens, zu erleben.

Aber auch all die anderen, allesamt überzeugend und gelungen aufspielenden Darsteller, lassen das Ansehen dieses Fünfteilers zu einem wahrhaft cineastischen Leckerbissen der Extraklasse werden. Seien es Mimen wie Erik S. Klein als "Emil Kalluweit", mit dem "Gertrud Habersaat" als Ehepaar ihr Glück auf einem der zwangsenteigneten Bauernhöfe im von Deutschland besetzten Polen sucht oder ein Armin Mueller-Stahl, als karrierebewussten, zu allen bereiten und dabei skrupellosen "Jürgen Lesstorff". Darsteller wie Volkmar Kleinert, Erika Pelikowsky, Manfred Krug oder Angelica Domröse, sind nur einige derer, die hier mit ihrem Spiel begeistern.

Um hier alle der so hervorragend aufspielenden Darsteller in dieser Produktion zu nennen, reicht der Platz nicht aus. Aber das, was hier an darstellerischer Kunst und Können geboten wird, verschlägt einem beinahe den Atem vor Begeisterung und Ehrfurcht, vor der hier zu sehenden und erbrachten Leistung. Beeindruckend auch die Arbeit der Maskenbildner, die einige der Figuren und Charaktere in dem zu sehenden Fünfteiler um Jahre und sogar Jahrzehnte altern lassen.

Allen Interessierten sei an dieser Stelle auch Helmut Sakowskis gleichnamiger Roman zum Fernsehmehrteiler empfohlen, der wie auch sein Werk "Daniel Druskat", beim "Aufbau Verlag GmbH & Co. KG" erschienen ist.

Mit einer vom veröffentlichenden Label "ICESTORM" angegebenen Gesamtlaufzeit von ca. 445 Minuten präsentieren sich die fünf Folgen von den drei DVDs dieser Veröffentlichung im Bildformat 4:3 (1.33:1). Das doch recht betagte Filmmaterial, welches hier den Weg auf die DVDs gefunden hat, kann verständlicherweise seine über vierzig vergangenen Jahre seit seiner Entstehung nicht verleugnen.

Sicher bringt wohl ein jeder Verständnis auf, dass vom Bild her der Standard früherer Filmaufnahmen und Produktionen nicht der war, den wir heute doch sehr verwöhnten Konsumenten, von neueren Filmen kennen und erwarten. So machen sich dann auch die nicht immer zu hundert Prozent perfekten Einstellungen im Kontrast und bei der Schärfe im Bild bemerkbar. Auch fallen einige mechanische Beschädigungen am Schwarz-Weiß-Filmmaterial immer mal wieder, in wechselnder Intensität, auf. Dennoch kann das Bild gerade in Anbetracht der vergangenen Jahre seit seiner Entstehung als durchaus akzeptabel gewertet werden. Für das nicht immer ganz perfekte Bild erwartet einen dafür aber dann auch ein mehr wie nur außergewöhnliches und einzigartiges Fernsehereignis höchsten Anspruchs, das dann mehr wie nur entschädigt.

Die DVD-Menüs bei dieser Veröffentlichung kommen wieder passend bereits zuvor veröffentlichter Boxen der Reihe "DDR-Archiv" zur Ansicht. Mit einigen stimmungsvollen Animationen und der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik der Serie von Siegfried Matthus, sind die DVD-Menüs übersichtlich und einfach zu bedienen. Die Möglichkeit, die Folgen einer DVD "am Stück", also hintereinander und ohne Unterbrechung abspielen zu können, besteht nicht. Ein Kapitelmenü kommt nicht zur Ansicht, jedoch sind die einzelnen Episoden in sich mit einigen Markern versehen. Von der dritten DVD werden einige Extras angeboten.

Neben einigen ICESTORM-Trailern verschiedener Genres, zu Veröffentlichungen innerhalb der Reihe "DDR-Archiv", findet sich noch ein ca. 21 Minuten laufender Beitrag, mit dem Titel "Ursula Karusseit und Wege übers Land", auf der dritten DVD dieser Veröffentlichung. In diesem speziell für die DVD-Veröffentlichung erstellten Beitrag spricht der Autor und frühere Chefredakteur der FDJ-Zeitung "Junge Welt", Hans-Dieter Schütt, der seit 1992 als Feuilletonredakteur der Tageszeitung "Neues Deutschland" tätig ist, über seine Gespräche mit Ursula Karusseit.

Tonbewertung:
Die Qualität des zu Gehör kommenden Tons im Format Dolby Digital 2.0 überrascht angenehm für diese doch recht betagte Produktion. Die Dialoge sind zumeist recht gut verständlich und nur hin und wieder macht sich ein leicht zu bemerkendes verstärktes Grundrauschen bemerkbar. Vom Klangvolumen ist der Ton relativ konstant und recht mittig gemischt. Leider bietet die Veröffentlichung keinerlei Untertitel für Hörgeschädigte oder Gehörlose.

Gesamturteil:
Der Fünfteiler "Wege übers Land", begeistert mit seiner anspruchsvoll erzählten und in Szene gesetzten Umsetzung der Romanvorlage des Autors Helmut Sakowskis unter der Regie von Martin Eckermann. Als geradezu ein Genuss und Vergnügen, ist neben der äußerst niveauvollen Verfilmung selbst, hier auch das Spiel der allesamt so treffend und gelungen dargestellten vielen Charaktere und Rollen in dem Fünfteiler zu nennen. Für mich ein Meilenstein deutschen Fernsehschaffens und auch mit seinem dem Produktionsalter und Möglichkeiten der späten Sechziger entsprechenden, nicht immer zu hundert Prozent perfektem Bild und Ton, dennoch eine sehr empfehlens- und beachtenswerte Veröffentlichung aus dem Hause "ICESTORM".

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de
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