160 von 162 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Buch gibt neue Energie bei beruflicher Blockierung, 27. April 2001
Ich kenne schon das erste Buch von Julia Cameron, Der Weg des Künstlers. Die Verbindung dieses Standardwerkes zur Kreativitätsfindung mit dem beruflichen Alltag finde ich sehr inspirierend. Bemerkenswert ist, daß die AutorInnen die Hauptwerkzeuge Morgenseiten und Künstlertreff beibehalten haben und trotzdem neue Seiten aufzeigen, um nicht nur als Künstler, sondern als Berufskünstler zu leben. Das 12-Wochen-Programm ist Geschmackssache, aber ich finde, man kann auch eine Woche einmal 10 oder 15 Tage lang sein lassen. Ich schreibe die Morgenseiten schon seit fast drei Jahren und habe bemerkt, daß sie enorm viel Energie freisetzen, egal in welchem Bereich. Das Buch hat auch den Vorteil, daß es drei verschiedene AutorInnen geschrieben haben; jede(r) gibt einen wichtigen Aspekt der Selbstfindung weiter, indem sie von ihren Erfahrungen als Lehrer oder Coach berichten. Die Übungen beziehen sich z. B. auf die Gruppendynamik in einem Berufsfeld oder auf die Rolle, die man selbst in der Firma einnimmt. Zusätzlich gibt es Aufgaben, um sich selber besser kennenzulernen oder eine Verbindung zur mächtigsten Arbeitgeberin aufzubauen, nämlich Gott. Durch die schöne Idee, den Weg der Berufsfindung mit den Abenteuern eines chinesischen Drachens gleichzusetzen, erhält die LeserIn den Ansporn, es ihm gleichzutun und sich zu ungeahnten (beruflichen und kreativen) Höhen aufzuschwingen. Das Kapitel über Geld finde ich nicht so gelungen, da es oberflächlich ist und die Problematik, die Geld verursachen kann (insbesondere Schulden), nur anreißt. Das ist im Weg des Künstlers ähnlich. Diesbezüglich sollte man How to get out of debt... von Jerrold Mundis lesen. Am besten gefällt mir an dem Buch, daß die AutorInnen in jeder Zeile die Botschaft mitschwingen lassen: Alles ist möglich, wenn du dich an das Universum wendest. Ob es um den Beruf, um Kreativität oder um einen neuen Freund geht: Der Vorrat ist unerschöpflich. Zur Zeit arbeite ich in einem Call-Center, was ich überhaupt nicht befriedigend finde, deswegen habe ich mir auch das Buch gekauft. Eigentlich habe ich einen Uni-Abschluß, aber ich war bisher immer zu ängstlich, um Bewerbungen loszuschicken oder meinen Hintern hochzubekommen. Ich war, insbesondere was die Berufssuche angeht, sehr blockiert. Durch das Buch weiß ich jetzt, daß es nicht darum geht, die perfekte Bewerbung abzuschicken, sondern vielmehr darum, daß ich meiner Energie folge und mich dann etwas traue. Ich kenne mich durch die Morgenseiten und den Künstlertreff besser und habe erkannt, daß zuerst die Lust da sein muss und dann die Handlung folgt, nicht umgekehrt. Und Lust auf Beruf entsteht durch Liebe zum Leben. Wenn ich mich den ganzen Tag mit für mich langweiligen Dingen beschäftige, entwickele ich keine Leidenschaft, weder für den Beruf noch für irgendetwas anderes. Der Weg des Künstlers bei der Arbeit hat mich bestärkt, meinen Weg zu gehen, auch wenn er manchmal holprig ist. Seit ich das Buch gelesen habe und mit ihm arbeite, ist ein dröger Beruf absolut keine Alternative mehr für mich. Ich finde das Buch lustig, lustvoll und empfehlenswert. Außerdem beinhaltet es schöne Aphorismen von bekannten und weniger bekannten Menschen. Manchmal schlage ich es einfach nur auf, um einen Sinnspruch für den (Berufs-) Alltag zu finden. Das Buch ist kein Allheilmittel, aber es kann einem wichtige Anstöße geben, wenn man sich beruflich in einer Sackgasse befindet.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
sein kreatives Ich finden und im Beruf leben, 4. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Weg des Künstlers im Beruf: Das 12-Wochen-Programm zur Steigerung der Kreativität (Taschenbuch)
Wie kann ich kreativer werden? Wie kann ich Kreativität hindernde Blockaden überwinden? Wie kann ich meine Kreativität mit in meinen Arbeitsalltag nehmen und dort leben? Das vorliegende 12-Wochen-Programm überträgt Julia Camerons Weg des Künstlers auf die Arbeits- und Unternehmenswelt und regt mit vielen Übungen dazu an, Antworten auf diese Fragen zu finden. Dabei setzt das Buch auf der persönlichen Ebene an. Wer sein kreatives Ich findet, kann dieses auch auf den Beruf übertragen. Sei es in einem authentischeren beruflichen Ich, im Verhältnis zu Arbeitskollegen oder in Bezug auf Organisationsstrukturen. Das Ganze flüssig und leicht zu lesen, mit sinnvollen und effektiven Übungen.
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