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Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. Song for Clay (Disappear Here) (4.48) | |||
| 2. Hunting for Witches (3.29) | |||
| 3. Waiting for the 7.18 (4.14) | |||
| 4. The Prayer (3.42) | |||
| 5. Uniform (5.31) | |||
| 6. On (4.47) | |||
| 7. Where Is Home? (4.52) | |||
| 8. Kreuzberg (5.24) | |||
| 9. I Still Remember (4.20) | |||
| 10. Sunday (5.00) | |||
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| Disk: 2 | |||
| 1. Bloc Party film (DVD) | |||
Seit dessen Erscheinen Anfang 2005 befanden sich Bloc Party mehr auf Konzerttourneen denn zuhause, und aufmerksames Reisen jenseits unsäglicher All-Inclusiv-Ghettos bildet bekanntlich nicht nur, es justiert auch die Sicht auf die Dinge in der Heimat, sensibilisiert einen für kleinste Veränderungen. Mit wachen Augen nahm Okereke, Sohn nigerianischer Eltern, die offensichtlichen wie versteckten Geschichten seiner Umgebung auf und transformierte sie in seine Songtexte. Die siedelt er dort an, wo seiner Meinung nach der Großteil des Lebens abspielt: am Wochenende. Die Bilder, die der farbige Frontmann mit verbessertem Gesang zeichnet, sind zwangsläufig nicht nur bunt sondern auch trist. Parallel dazu verändert sich auch die Stimmung von A Weekend In The City, das so wunderbar angenehm gar nicht versucht, Silent Alarm zu kopieren. Nach der furiosen Eröffnung mit Song For Clay (Disappear Here) und dem kaum minder voranpreschenden Hunting For Witches kippt die Stimmung Track für Track ins Sentimentale und Düstere. Erst Euphorie am Freitagabend, dann der Kater am Sonntag. Zwischen ihre Indie-Rock-Hymen placieren Bloc Party immer wieder elektronische Gimmicks, bis zu U2 reichende 80er-Zitate, wuchtige Drums, gebrochene Rhythmen, die ein vielschichtiges Meisterwerk ergeben. --Sven Niechziol
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Drückt ein Lebensgefühl aus,
Von
Rezension bezieht sich auf: A Weekend in the City (Audio CD)
Ganz zum Schluss wollen sie dann wirklich zu viel. Am Ende des Closer "SRXT" wird der gesamte Bombast in einem Gewitter aus Gitarren und Chor herausgelassen. Aber die Bloc Party von 2006, wären nicht die Bloc Party von 2006, wenn darauf nicht noch ein unschuldiges Glockenspiel folgen würde. Spätestens da wird klar: Bloc Party wollen viel zu viel. Und natürlich können sie nicht alles schaffen. Aber es versuchen, ist das einzig richtige was sie tun konnten. Das zweifelsohne schon sehr gute SILENT ALARM war tatsächlich erst der Vorgeschmack, nicht mehr als eine Andeutung.Schaut man sich die A-Seite der Vinyledition an, befinden sich dort nur großartige Songs. Angefangen beim Opener "Song For Clay (Dissapar Here)", über die Single "The Prayer" bis zu dem zu einem Ungetüm wachsenden "Uniform". Erst "On" fällt schwächer aus und leutet schon ein wenig die B-Seite ein. Will man unter den Songs der A-Seite Favoriten ausmachen, scheitert man gnadenlos. Jeder einzelne für sich ist fantastisch, im Albenkontext wirken sie gar noch besser. Auf der B-Seite begnen uns dann mit Ausnahme von "Where Is Home?" Keles eher persönlichere Songs. Oftmals sind sie ruhiger und schon auf SILENT ALARM waren die ruhigeren Songs die etwas schwächeren. Schlecht ist hierbei allerdings nichts (auch nicht das in der Tat sehr U2-lastige "I Still Remember) und es fällt mit "Kreuzberg" auch ein weiterer schlicht großartig, weil sehr berührender, Song ab. "Crying again in the Hauptbahnhof". Bloc Party sind eine Band der 2005-er Generation, die den Hype überleben wird. Sie haben es geschafft sich weiterzuentwickeln. Doch das eigentlich die falsche Formulierung. Sie haben sich weiterentwickelt, weil sie mussten, es war in ihnen drin. Bands wie Maximo Park, den Kaiser Chiefs oder auch den Arctic Monkeys traut man das nach dem Hören der ersten Singles nicht wirklich zu. Doch das eigentlich großartige - das was diese Platte fast zu einem Meisterwerk macht - ist nicht die Musik, sondern sind die Texte. Oder doch die Musik, die im Zusammenspiel mit den politischen Texten und nicht zuletzt dem Cover das schafft, was keine der 2005/2006-er Bands geschafft hat: Ein Lebensgefühl, eine Stimmung junger Menschen des seltsamen Jahrzehnt nach den 90igern, auszudrücken. "I am trying to be heroic in an age of modernity". Und ganz nebenbei gesagt: Die Platte läuft bei mir nur so rauf und runter. Und langweilt mich nicht im Ansatz. 9/10 Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Glatter und gezügelter, aber auch pointierter und tiefschürfender als das Debüt,
Von Vena Cava "CoJ" (Bad Hersfeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: A Weekend in the City (Audio CD)
Auf das neue Bloc Party Album habe ich mich schon sehr lange gefreut, schließlich empfand ich sie von all den Wave-Bands, die die 80-er Jahre wieder heraufbeschworen haben, als diejenige mit dem größten Biss. Und tatsächlich beweisen die Herren auf ihrem zweiten Album, das sie wahrlich keine Eintagsfliegen, sondern zur Weiterentwicklung befähigt sind. So muss man klar sagen, dass die Band nicht versucht hat, den Sound und die Songs des Erstlings einfach zu wiederholen, sondern sie haben eine andere Herangehensweise gewählt.War das erste Album noch sehr von der schroffen und wilden Art des Sounds geprägt (allen voran das grandios wirbelnde Schlagzeug von Matt Tong) und schleuderte es einen quasi fast ohne Verschnaufspause herum, so kann man hier eine gewisse Reifung feststellen, die im Kontrast leider bei mehreren Bands dieser Gattung ausblieb. Schon ohne überhaupt einen einzigen Ton gehört zu haben, kann man feststellen, dass dieses Album mit mehr Bedacht angegangen wurde, es wirkt sogar ziemlich konzeptionell. "A Weekend In The City" kann man dabei als das übergreifende Thema verstehen, es geht um die Erfahrungen und Erlebnisse in einer Großstadt, allen voran natürlich London. Erfahrungen über Rassismus, alles zermalmende Hektik, Isolation, Politik und das ständig wieder auftauchende Motiv der fast hoffnungslosen Suche nach Liebe in den verschiedensten Formen. Diese Konzeption bedingt natürlich auch, dass hier also nicht einfach willkürlich Hits and Hits gereiht wurden, sondern jeder Song einen gewissen Anspruch im Kontext des Albums hat. Man sollte demnach dem Album mehrere Hördurchläufe erlauben, viele Songs wirken erst nach dem wiederholten Male. Die Unmittelbarkeit des Debüts muss man sich auf diesem Album "erarbeiten". Trotzdem gibt es selbstverständlich die großen Übersongs auf dem Album, schon die bekannte erste Single "The Prayer" entwickelt sich nach dem ungewohnten Einstieg zu einer grandiosen Hymne. Hier macht der starke Kontrast zwischen den schon fast Rap-artigen Strophen, die sich dann in einen Ohrwurm-Refrain sondersgleichen auflösen, den Song sehr besonders. Auch das Einstiegslied "Song For Clay", das durch seine melodramatische, fast schon hysterische Art sehr stark an Muse erinnert, ist so groß, wie ein Song überhaupt nur sein kann. "East London is a vampire, it sucks the joy right out of me" singt hier Kele Okereke und man wird wunderbar auf die facettenreiche Atmosphäre des Albums eingestimmt. "Uniform" dürfte der bis dato epischste Song von Bloc Party sein, er beginnt sehr ruhig und gradlinig, nur um dann ab der Mitte in einen verzweifelten Wutausbruch überzugehen. Das lyrisch äußerst anspruchsvolle "Where Is Home?" stellt mit seinem äußerst überbordenden Sound, in dem sogar verzerrte Synthies vorkommen, sehr gut die Spannungen zwischen verschiedenen Ethnien und dem Staat am Beispiel des Melting Pots London dar. Das fantastische, balladeske "Kreuzberg" leitet das eher ruhigere Ende des Albums ein und hat einen ähnlichen Stellenwert, wie das famose "This Modern Love" auf dem Debüt, gefällt mir aber durch seine Klarheit noch ein bisschen besser. Mit "I Still Remember" kommt schließlich die größte Pop-Nummer von Bloc Party. Hier kann man am ehesten die leichte Abkehr vom chaotisch-wirbelnden Wave auf dem ersten Album Richtung Indie-Pop feststellen, der stark an Snow Patrol oder auch Coldplay erinnert, ohne jedoch dabei die Eigenständigkeit zu verlieren. Zum Schluss gibt es das wunderschöne Abschlusslied "SRXT", das das Thema des Albums nocheinmal in eine sehr melancholische und elegische Hymne zusammenfasst. Das eigentlich Problem des Albums ist im Gegenzug jedoch, dass die übrigen 4 Songs zwar gut sind (sehr gut sogar im Vergleich zu so manch anderer Band) und im Kontext des Albums natürlich Sinn machen, aber gegenüber den aufgelisteten Übersongs einfach untergehen. Mit dem Song "On" kann ich sogar, trotz mehrmaligem Hören, überhaupt nichts anfangen, er stellt für mich den schwächsten Beitrag dar. Und so ist diese Album insgesamt zwar ein sehr gutes und selbstverständlich empfehlenswertes Album, aber auch nicht ohne gelegentliche Schwächeanfälle. Zu einem durchweg überzeugenden Meisterwerk hat es dann leider nicht ganz gereicht. Da nun aber 5 Sterne zu viel sind, 4 Sterne aber auch irgendwie zu wenig, gebe ich sehr gute 4 Sterne, an die man bitte gedanklich einen weiteren halben Stern dranhängt. Schließlich ist das Potential nach oben bei dieser Band immer gegeben, das dritte Album wirds bestimmt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Am Anfang war ich auch enttäuscht, aber ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: A Weekend in the City (Audio CD)
Die vielen Hypes, die in nicht enden wollenden Fluten von Großbritannien an den deutschen Alternativ-Strand gespült werden, sind eigentlich alle ganz nett, nur auf die Dauer ermüdend: Es sind nur zu viele und gezündet haben sie vielleicht alle mal kurzzeitig - aber eine brennende Liebe ist daraus nicht geworden.Anders bei Bloc Party. Mit Silent Alarm hatte ich ein Album, was mich anfänglich befremdet, dann zunächst handwerklich und schließlich auch musikalisch überzeugt und mitgerissen hat. Noch heute bin ich von den peitschenden exakten Drums und den genau dosierten Gitarren dieses Erstlings schlichtweg begeistert, teilweise überwältigt, doch liebe ich diese Musik auch inzwischen - sie ist bei mir angekommen. Als ich Weekend In The City das erst Mal hörte, war ich wieder befremdet, obwohl ich mich doch inzwischen meinte mit Bloc Party auszukennen. Aber tatsächlich ist dieses Album anders: Es klingt teilweise ungewohnt leise bis verhalten, teilweise aber auch ungewohnt breit und füllig im Klang - fast ein bisschen matschig und überladen, besonders, nachdem man die direkte, unkomplizierte und dennoch präzise Art aus Silent Alarm erwartet hatte. Aha, dachte ich damals, verzweifelter Versuch, anders zu klingen. Und wollte es schon entgültig verreissen. Ich bin jedoch froh, dass ich mir und dem Album wieder mehr Zeit gegeben habe. Denn wieder erst nach einiger Zeit erkennt man, wie ehrlich und in sich logisch dieser neue Klang wieder ist, und dass diese Band auch in diesem neuen Gewand überzeugt. Where is home ? oder Waiting for the 7.18 z.B. bringen ein wenig mehr Gewicht - auch textlich - mit als die sicherlich ebenso schönen, aber doch filigraneren Tracks aus Silent Alarm. Und siehe da, inzwischen reisst mich das City-Weekend emotional sogar mehr vom Hocker als der Vorgänger. Ich fühle und (hass)liebe dieses teils verzweifelte, teils ausgelaugte und teils süchtige Portrait, das Bloc Party von sich in der Londoner Scene gemalt haben und gehe mit auf den Trip. Er IST in sich stimmig und überzeugend, und lässt mich so schnell nicht los. Da mag es ruhig richtig sein, dass Silent Alarm musikalisch vielleicht ein noch höheres Niveau besaß - im direkten Vergleich wirkt es auf mich jetzt fast ein wenig distanziert, - die fünf Sterne haben letztendlich beide Alben klar verdient. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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