Der Film versucht die Balance zu finden zwischen der Selbstverwirklichung der Frau und den traditionellen Werten, der Hochzeit, der Familie, des Kinderkriegens und des Versprechens Bis das der Tod und scheidet". Dennoch ist der Film herrlich wenig klischeelastig. Es kommt sehr gut heraus, wie Pippa sich fühlt, was sie bewegt, genauso zu handeln, wie sie handelt und in welchem seelischen Zwiespalt sie sich befindet, als ihr klar wird, dass es im Grunde auch ihr wichtig ist, dass sie jemanden findet, der das Leben mit ihr teilt.
Im Film wird gut herausgearbeitet, wie die einzelnen Charaktere zueinander stehen, zum Beispiel wird klar, dass Pippa sich um ständige Abgrenzung von ihrem Vater bemüht, im Grunde aber nur hören möchte, dass er stolz auf sie ist und ich denke, dass das etwas ist, wo sich viele Menschen rein versetzen können, ich auf alle Fälle, dann auch wenn man als Erwachsener ein selbstständiges Leben hat, dann ist die Meinung der Eltern dennoch wichtig und dieses Streben nach Anerkennung der Eltern einem Selbst gegenüber, wird wohl nicht aufhören. Hier gibt es eine Szene, die hierfür typisch ist: Pippas Vater bekommt einen Preis verliehen, liegt aber noch im Krankenhaus. Sowohl Pippa als auch Ian sind bei der Preisverleihung und gerade als Pippa aufstehen möchte, um den Preis entgegenzunehmen, sagt der Sprecher, dass Pippas Vater seinen persönlichen Assistenten Ian gebeten hat, auf die Bühne zu kommen und sich für ihn zu bedanken. Die Verletzung, die die junge Frau dadurch erfahren hat, war für mich sehr gut nachvollziehbar.
Der Film zeigt auch anschaulich, wie schwierig es ist, aus seinen lange gelebten Mustern auszubrechen und neue Wege zu beschreiten, Angst zu überwinden und einfach mal etwas riskieren ohne zu wissen, wie es im Endeffekt ausgehen wird. Und das gilt nicht nur für Pippa, sondern auch für ihre bereits verheirateten Freundinnen, die ihr Eheversprechen teilweise gerne am liebsten wieder zurücknehmen möchten.
Dennoch darf man nicht vergessen, dass es immer noch eine romantische Komödie ist, vor allem die Mitarbeiter der Redaktion bringen immer wieder lustige Situationen in den Film und so ist es nicht anstrengend, den Film von Beginn an gut verfolgen zu können.